Jürgen Klopp bittet zum Trainingsauftakt

DORTMUND Auftakt für Jürgen Klopp: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat mit der Vorbereitung auf die kommende Saison begonnen. Der vom FSV Mainz zum BVB gewechselte Klopp leitete am Mittwoch sein erstes Training beim Tabellen-13. der vorigen Saison.

von dpa

, 02.07.2008, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach mehreren Spielzeiten des BVB im Niemandsland der Tabelle stellte der vom FSV Mainz 05 verpflichtete Trainer eine Zeitenwende in Aussicht. Gleich beim ersten öffentlichen Training, in dem er von 9000 Fans im Signal Iduna Park mit großem Applaus und Sprechchören begrüßt wurde, erzeugte der Fußball-Enthusiast Aufbruchstimmung: "Ich habe heute in hochmotivierte Spieler-Augen geschaut und bin sehr zuversichtlich, dass wir den leidenschaftlichen Fußball spielen, den die Leute sehen wollen."

Neben Klopp erhielten die Neuzugänge Tamas Hajnal (Karlsruhe), Felipe Santana (Figueirense), Patrick Owomoyela (Bremen), Neven Subotic (Mainz), Bayram Sadrijaj (Thannhausen) und Lukas Kruse (Paderborn) am Mittwoch den meisten Applaus.

"Alles, was war, ist abgehakt"

Die knapp zehn Millionen Euro teuren Transfers sollen die Borussia vor einer ähnlich dürftigen Saison wie 2007/2008 bewahren, in der sie die meisten Gegentore (62) der Liga hinnehmen musste und selbst die treuesten Fans mit zumeist unansehnlichen Auftritten vergraulte. Klopp versprach ein Ende der Leidenszeit: "Alles, was war, ist abgehakt. Es ist unser erklärtes Ziel, besser als in der vorigen Saison abzuschneiden."

Noch sind die Saisonplanungen nicht abgeschlossen. Der für den UEFA-Cup qualifizierte BVB ist weiter auf der Suche nach Verstärkungen. Mit einem schnellen und ballsicheren Spieler soll das mitunter behäbige Aufbauspiel verbessert werden. Bemühungen um ein Ausleihgeschäft mit Kevin-Prince Boateng aus Tottenham verliefen jedoch erfolglos. "Wir sehen uns vor allem nach einer Verstärkung im Mittelfeld um - günstig, aber weltklasse", kommentierte Jürgen Klopp.

Angesichts der von Klopp erzeugten Euphorie warnte Hans-Joachim Watzke vor einer allzu großen Erwartungshaltung: "Wir wollen um Geduld werben und unserem neuen Trainer Zeit geben, ein neues Team zu formen." Wohlweislich verzichtete der BVB-Geschäftsführer auf die Verkündung eines Saisonziels. Gleichwohl machte er klar, was er mittelfristig vom Doll-Nachfolger erwartet: "Ich habe schon vor einiger Zeit gesagt, dass wir im Zeitraum zwischen 2008 bis 2011 wieder auf Augenhöhe mit dem VfB Stuttgart, Hamburger SV und mit Werder Bremen sein wollen."

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