Hummels: "Die Besten spielen"

DONAUESCHINGEN Er ist die Überraschung des Dortmunder Trainingslagers: Mats Hummels (19), Manndecker. Dem vom FC Bayern ausgeliehenen Talent werden inzwischen beste Chancen auf einen Platz in der BVB-Startelf eingeräumt. Wir sprachen mit ihm.

von Von Sascha Fligge

, 16.07.2008, 23:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Drei Wochen Zwangspause: Mats Hummels

Drei Wochen Zwangspause: Mats Hummels

Der Vergleich an sich muss ja nicht negativ belegt sein. Hummels: Metzelder hat zwei Weltmeisterschaften gespielt. Wenn ich so viel Erfolg haben würde, wäre das ein Traum. Verletzungstechnisch soll es bei mir aber bitte besser laufen als bei ihm.Trainer Jürgen Klopp lässt ein 4-4-2 mit sehr hoch stehender Viererkette bei eigenem Ballbesitz spielen. Unter seinem Vorgänger hing die Kette oft tief. Wirkt sich die Umstellung auf Ihr Spiel aus?Hummels: Ja, es ist für die Innenverteidiger viel laufintensiver, anstrengender.Ein schneller Manndecker wäre folgerichtig von Vorteil?Hummels: Ein handlungsschneller. Ich bin selbst kein Sprinter. Aber wenn ich eher reagiere als ein anderer, bin ich schon im Vorteil.Glauben Sie eigentlich wirklich daran, dass in Ihnen und Neven Subotic zwei 19-Jährige die Stamm-Innenverteidigung bilden werden?Hummels: Der Faktor Erfahrung im Profi-Fußball wird total überschätzt. Unser Trainer hat mir versprochen, dass die Besten spielen werden. Wenn Neven und ich das sein sollten, muss man uns auch ins Team lassen.Im Ausland gibt es immer wieder 19- oder 20-jährige Abwehrspieler, die den Durchbruch schaffen. Warum nicht in der Bundesliga?Hummels: Viele Trainer hier glauben, es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen und den Älteren zu bringen. Aber oft liegen sie falsch. Qualität setzt sich auch in jungen Jahren durch. Es gibt einige Top-Talente, von denen ich geglaubt hätte, dass sie – Stand jetzt – schon viel mehr Ligaspiele auf dem Konto hätten.Zum Beispiel?Hummels: Münchens Toni Kroos. Ein unglaubliches Mittelfeldtalent. Aber er kommt nicht so zum Zug.Sie wurden im Winter von den Münchnern an den BVB ausgeliehen. Ihre Bilanz?Hummels: Ich wollte noch auf eine zweistellige Anzahl von Ligaspielen kommen – am Saisonende waren es 13. Klasse. Und der BVB scheint mit mir zufrieden zu sein.Ihr Vertrag beim BVB läuft im Sommer 2009 aus. Werden Sie danach wieder an der Säbener Straße heimisch?Hummels: Ich gehe inzwischen davon aus, dass sich meine Zukunft erst sehr kurzfristig entscheiden wird. Ähnlich wie im Fall von Karlsruhes Andreas Görlitz (sollte zunächst zum FC Bayern zurückkehren, wurde dann aber doch für ein weiteres Jahr verliehen, d. Red.). Erste Gespräche wurden schon geführt. Fakt ist aber: Ich habe einen Anschlussvertrag bei den Bayern. Bis 2011.

: Ich bin sehr selbstkritisch.

: Meine Mutter arbeitet beim Bayerischen Rundfunk. Sie schickt mir die Rohschnitte unserer Spiele zu. Das Band zeigt jeweils die Totale – ich sitze regelmäßig zu Hause vor dem Fernseher und analysiere exakt, was ich falsch gemacht habe.

: Jaja, unsere Physiotherapeuten sagen auch immer, ich sei wie er damals. So ein „Schlauschlau“.

Der Vergleich an sich muss ja nicht negativ belegt sein. Hummels: Metzelder hat zwei Weltmeisterschaften gespielt. Wenn ich so viel Erfolg haben würde, wäre das ein Traum. Verletzungstechnisch soll es bei mir aber bitte besser laufen als bei ihm.Trainer Jürgen Klopp lässt ein 4-4-2 mit sehr hoch stehender Viererkette bei eigenem Ballbesitz spielen. Unter seinem Vorgänger hing die Kette oft tief. Wirkt sich die Umstellung auf Ihr Spiel aus?Hummels: Ja, es ist für die Innenverteidiger viel laufintensiver, anstrengender.Ein schneller Manndecker wäre folgerichtig von Vorteil?Hummels: Ein handlungsschneller. Ich bin selbst kein Sprinter. Aber wenn ich eher reagiere als ein anderer, bin ich schon im Vorteil.Glauben Sie eigentlich wirklich daran, dass in Ihnen und Neven Subotic zwei 19-Jährige die Stamm-Innenverteidigung bilden werden?Hummels: Der Faktor Erfahrung im Profi-Fußball wird total überschätzt. Unser Trainer hat mir versprochen, dass die Besten spielen werden. Wenn Neven und ich das sein sollten, muss man uns auch ins Team lassen.Im Ausland gibt es immer wieder 19- oder 20-jährige Abwehrspieler, die den Durchbruch schaffen. Warum nicht in der Bundesliga?Hummels: Viele Trainer hier glauben, es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen und den Älteren zu bringen. Aber oft liegen sie falsch. Qualität setzt sich auch in jungen Jahren durch. Es gibt einige Top-Talente, von denen ich geglaubt hätte, dass sie – Stand jetzt – schon viel mehr Ligaspiele auf dem Konto hätten.Zum Beispiel?Hummels: Münchens Toni Kroos. Ein unglaubliches Mittelfeldtalent. Aber er kommt nicht so zum Zug.Sie wurden im Winter von den Münchnern an den BVB ausgeliehen. Ihre Bilanz?Hummels: Ich wollte noch auf eine zweistellige Anzahl von Ligaspielen kommen – am Saisonende waren es 13. Klasse. Und der BVB scheint mit mir zufrieden zu sein.Ihr Vertrag beim BVB läuft im Sommer 2009 aus. Werden Sie danach wieder an der Säbener Straße heimisch?Hummels: Ich gehe inzwischen davon aus, dass sich meine Zukunft erst sehr kurzfristig entscheiden wird. Ähnlich wie im Fall von Karlsruhes Andreas Görlitz (sollte zunächst zum FC Bayern zurückkehren, wurde dann aber doch für ein weiteres Jahr verliehen, d. Red.). Erste Gespräche wurden schon geführt. Fakt ist aber: Ich habe einen Anschlussvertrag bei den Bayern. Bis 2011.

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