Wie Hoffenheim den BVB am Samstag zum Nachdenken bewegen will

Bundesliga

Der BVB empfängt am Samstag die TSG Hoffenheim. TSG-Coach Sebastian Hoeneß sprach im Vorfeld des Spiels über die Situation des BVB und über Schmähgesänge gegen Dietmar Hopp.

Sinsheim/Dortmund

, 11.02.2021, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Saison hätte sich Sebastian Hoeneß sicherlich auch anders vorgestellt: Seine TSG 1899 Hoffenheim bleibt wie der BVB hinter den Erwartungen zurück. Am Samstag will er den Borussen ihre Situation ins Gedächtnis rufen.

Die Saison hätte sich Sebastian Hoeneß sicherlich auch anders vorgestellt: Seine TSG 1899 Hoffenheim bleibt wie der BVB hinter den Erwartungen zurück. Am Samstag will er den Borussen ihre Situation ins Gedächtnis rufen. © picture alliance/dpa/dpa-Pool

Der BVB empfängt am kommenden Samstag die TSG 1899 Hoffenheim im Signal-Iduna-Park (15.30 Uhr, live auf Sky). Der Trainer der Kraichgauer, Sebastian Hoeneß, blickte am Donnerstagvormittag in der Pressekonferenz auf die Begegnung.

Beide Mannschaften stehen aktuell nicht da, wo sie gerne würden. Der BVB droht den Anschluss an die Champions-League-Plätze zu verlieren, die Hoffenheimer, die sich in der vergangenen Saison noch für die Europa League qualifiziert hatten, stehen aktuell fünf Punkte vor dem Relegationsplatz.

Hoffenheim-Trainer Sebastian Hoeneß sieht den BVB-Kader in der Top 3 der Bundesliga

Angesprochen auf Parallelen zwischen beiden Vereinen, wollte Hoeneß allerdings nicht unbedingt welche ziehen. „Die Situation ist schwer zu vergleichen“, sagte der Trainer der TSG. „Der BVB ist mit seinem Kader in den Top drei der Liga anzusiedeln.“ Er sieht aber bei den Borussen ähnlich wie bei seinen Spielern eine schwankende Form.

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Hoeneß lobt zwar, wie Dortmund „15 bis 20 Minuten unfassbar in Gladbach gespielt hat“, gleichzeitig sagt er aber auch: „Sie schaffen es aktuell nicht, das auch über längere Zeiträume auf den Platz zu bringen und es fehlt ihnen die Effektivität.“ Sein Team stehe wiederum, was die Effektivität angehe, weit oben in der Liga.

TSG-Trainer Hoeneß: „Wir müssen den BVB bearbeiten“

Der Hoffenheim-Coach bemängelt bei der TSG aber das Fehlen mancher Tugenden, die auch beim BVB immer wieder zur Sprache kommen. Hoeneß nahm seine Mannschaft in die Pflicht, gerade nach Umschaltsituationen besser und generell „hart am Mann zu verteidigen“.

Das kann man auch als Marschroute gegen den BVB interpretieren: „Wenn man die Dortmunder spielen lässt, dann sind sie sehr stark“, sagte Hoeneß in der Pressekonferenz. „Die Antennen sind in Dortmund in dieser Woche extrem ausgefahren. Die Situation in Dortmund ist für uns aber irrelevant. Wir müssen den BVB bearbeiten. Es wird wichtig für uns, dass wir im Verlaufe des Spiels eine Gier an den Tag legen und es hinbekommen, dass die Dortmunder über ihre Situation nachdenken.“

Hoeneß äußert sich zu Schmähgesängen der BVB-Fans gegen Dietmar Hopp

Auf die Frage, ob er froh sei, dass angesichts der Schmähgesänge gegen Dietmar Hopp, die es gerade von Dortmunder Fans in der Vergangenheit immer wieder gegeben hatte, keine Fans im Stadion sein werden, sagte Hoeneß: „Solche Schmähgesänge haben im Stadion nichts zu suchen. Ich hoffe, dass es dazu nicht gekommen wäre, selbst wenn es Zuschauer gegeben hätte. Deshalb möchte ich nicht von froh sein sprechen, ich hätte gerne Fans im Stadion.“

Die Kritik, wie die TSG es in den Profi-Fußball geschafft hat, könne er nicht nachvollziehen: „Wir können jetzt, nachdem ein paar Jahre ins Land gezogen sind und die TSG schon länger in der Bundesliga spielt, eher darüber sprechen, dass sie in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung darstellt. Hier stand immer der Fußball im Vordergrund.“

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