Hamann und Matthäus fordern: BVB-Abwehrchef Hummels zurück ins DFB-Team

Nationalmannschaft

Nach dem 3:3 gegen die Schweiz wächst die Kritik an DFB-Team und Bundestrainer Löw. Die TV-Experten Hamann und Matthäus sprechen sich für die Rückkehr von BVB-Abwehrchef Hummels aus.

Dortmund

14.10.2020, 16:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zuletzt kam BVB-Abwehrchef Mats Hummels (r.) beim 2:2 gegen die Niederlande am 19. November 2018 für das DFB-Team zum Einsatz.

Zuletzt kam BVB-Abwehrchef Mats Hummels (r.) beim 2:2 gegen die Niederlande am 19. November 2018 für das DFB-Team zum Einsatz. © imago / Sven Simon

Die TV-Experten Dietmar Hamann und Lothar Matthäus haben sich für ein Comeback von Innenverteidiger Mats Hummels in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ausgesprochen. „Für mich gibt’s da einen Spieler, den man zurückholen sollte - und das ist Mats Hummels“, sagte Hamann bei „Sky“. Hummels sei „ein absoluter Leader“, der die Mannschaft führen könne. „Ab und zu habe ich das Gefühl, hinten sind sie etwas hilflos, und da würde mit Sicherheit Hummels etwas Ruhe reinbringen.“

Mats Hummels zeigt beim BVB konstant gute Leistungen

„Mit seiner Routine und seiner Persönlichkeit hilft er der Mannschaft“, erklärte Rekord-Nationalspieler Matthäus. Hummels, der im Sommer 2019 von Bayern München zu Borussia Dortmund zurückkehrte, spiele stabil und habe „eine andere Spieleröffnung, die der Mannschaft gut tut“.

Nach Ansicht von Matthäus solle auch Bayern Münchens wiedererstarkter Offensivspieler Thomas Müller im EM-Kader stehen. „Die Besten sollen spielen“, lautet seine Begründung. Hummels und Müller waren von Bundestrainer Joachim Löw nach der desaströsen WM 2018 in Russland ebenso aus dem Kader des DFB-Teams gestrichen worden wie Jerome Boateng.

Schweizer Presse: „Deutsches Panikorchester in der Abwehr“

Sieben Tore kassierte das deutsche Team in den vergangenen drei Spielen. Die acht eigenen Treffer reichten so nur zum knappen Sieg in der Ukraine. Die Schweizer Zeitung „Blick“ schrieb am Mittwoch sogar von einem „deutschen Panikorchester in der Abwehr“ und befand: „Das Team von Jogi Löw steckt in einer monumentalen Schaffenskrise.“

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Joachim Löw blickt dennoch entspannt Richtung EM: „Wir haben schon noch ein paar Spiele. Das alles Entscheidende wird die Vorbereitung sein.“ Auch wenn es im November in Leipzig gegen die Ukraine und in Spanien um den Gruppensieg in der Nations League geht und dazu noch ein Test gegen Tschechien auf dem Plan steht, hat Löw für taktische Schulungen kaum Zeit.

Bundestrainer Löw: „Wir konzentrieren uns auf unseren Plan“

Wieder will er einen großen Kader mit fast 30 Spielern berufen, wieder wird er das Freundschaftsspiel gegen die Tschechen als Chance für nachrückende Spieler ausrufen. Und wieder dürfte er für seine Vorgehensweise von Experten und Alt-Internationalen gerügt werden. „Wir konzentrieren uns auf unseren Plan, den verfolgen wir konsequent und springen nicht immer hin und her“, konterte Löw.

Von dpa

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