Favre gerät ins Schwärmen! Die BVB-Zeit ist reif für Giovanni Reyna

dzBorussia Dortmund

Vor dem BVB-Heimspiel gegen Mainz lobt Lucien Favre Youngster Giovanni Reyna in den allerhöchsten Tönen. Nun steht der 17-Jährige vor einem Meilenstein.

Dortmund

, 16.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Alter von 14 Jahren war Giovanni Reyna schon so gut, dass er als Spieler in der Jugendakademie des New York FC bei den Profis des Klubs mitttrainieren durfte. An seiner Seite ließen europäische Superstars wie Andrea Pirlo, Frank Lampard oder David Villa ihre Karriere ausklingen und waren erste Lehrmeister für den 17-Jährigen, der bei Borussia Dortmund seit der Winterpause regelmäßig zu Einsatzzeiten kommt, dabei so manchen etablierten Profi vor sich verdrängt hat und der als das aktuell größte Talent im Klub gilt. Reyna wird womöglich bald schon das Dortmunder Spiel mit prägen, die Zeit bis dahin scheint nicht mehr weit.

Am Mittwochabend könnte der Youngster den nächsten Schritt machen, ihm winkt gegen Mainz 05 der erste Startelf-Einsatz für den BVB. Reyna musste sich gedulden bis zu diesem Punkt, er hätte sein Debüt in der Dortmunder Anfangsformation eigentlich schon im März feiern sollen, im großen Reviererby gegen den FC Schalke 04. Als die Dortmunder Profis im Stadion ihr Abschlusstraining abhielten, um sich auf das schon damals als Geisterspiel angesetzte Derby vor Ort vorzubereiten, kam die Absage des Spieltags. Es folgte die zweimonatige Corona-Pause. Und Reyna verpasste auch den Re-Start im Mai, wieder gegen Schalke, diesmal noch ärgerlicher nach dem Aufwärmen. Muskuläre Probleme verhinderten erneut sein Startelf-Debüt.

BVB-Trainer Favre lobt Giovanni Reyna in den höchsten Tönen

Doch am Mittwoch sollte es nun endlich so weit sein. Lucien Favre sang auch am Montag das große Loblied auf die Fähigkeiten des US-Amerikaners, der sonst immer besonnene BVB-Trainer geriet regelecht ins Schwärmen. Er lobte die Spielintelligenz, das Gespür für die richtigen Laufwege, die Lösungen, die Reyna auch unter Bedrängnis immer wieder finden würde. „Sehr, sehr weit“ schon sei der Nachwuchsspieler. Die Zeit scheint reif für den nächsten Schritt. Geht Giovanni Reyna ihn so cool und entspannt an wie den Sprung von der U19 zu den Profis, dürfte auch dieser nur eine Etappe sein auf dem Weg zu einem großen und gestandenen Bundesliga-Spieler.

Jetzt lesen

Ähnlich wie bei Christian Pulisic ist Reyna als junger Spieler, der schon früh das Elternhaus verlassen hat und gelernt hat, auf eigenen Beinen zu stehen, weiter als so manches deutsches Talent. Wie Pulisic verfolgt auch Reyna einen klaren Plan, den er konsequent geht. Der Schritt von Amerika ins unbekannte Dortmund - er ging ihn wie selbstverständlich. In der Dortmunder U19 fasste er schnell Fuß, im Herbst schon deutete sich an, dass er nicht mehr allzu lange im Jugendteam verbleiben würde.

Reyna möchte in zwei Jahren auf dem Niveau von Jadon Sancho sein

Erste Einsätze, vielleicht dann in der Rückrunde mal in der Startelf stehen, ab dem Sommer dann in der neuen Saison deutlich mehr Spielanteile und deutlich mehr Produktivität. Mehr Tore und mehr Vorlagen wolle er dann beisteuern, sagte Reyna im März selbstbewusst. „Und in zwei Jahren“, erzählte er im großen Exklusiv-Interview mit den Ruhr Nachrichten, „möchte ich auf dem Niveau sein, auf dem heute Jadon Sancho ist.“

An Selbstbewusstsein mangelt es „Gio“ also nicht, auch das hat er mit Pulisic gemein. Grenzen scheinen ihm nicht gesetzt, er übersprang bislang alle Hürden eindrucksvoll. Und er scheint auch auf Rückschläge vorbereitet. Als Ratgeber fungiert dabei vor allem Sancho, dessen Karriere bislang einen ähnlichen Verlauf genommen hat. „Er sagt mir, dass ich aus gutem Grund dazugehöre. Und dass ich meinen Weg gehen soll und mich nicht davon beeindrucken lassen soll, was andere Leute über mich sagen.“

Ein Meilenstein in der noch jungen Karriere von Giovanni Reyna

Bislang gibt es ohnehin fast nur Lob. Von allen Seiten. Am Mittwoch in der BVB-Startformation zu stehen, wäre ein nächster Meilenstein in der noch jungen Karriere von Giovanni Reyna. Bestimmt aber nicht der letzte.

Lesen Sie jetzt