Ex-BVB-Spieler Sahin: Stark trotz bekannter Schwäche

Neustart in Bremen

Sein Wechsel vom BVB zu Werder Bremen im vergangenen Sommer kam überraschend. Mittlerweile ist Nuri Sahin an der Weser angekommen. Großen Anteil daran hat Trainer Florian Kohfeldt.

Dortmund/Bremen

, 12.04.2019, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

14 von 26 möglichen Bundesliga-Spielen hat der 30-jährige Sahin nach seinem Abschied aus Dortmund kurz vor Ende der Transferperiode im vergangenen August für seinen neuen Klub bestritten und damit die selbst gesteckte Quote „in etwa“ erreicht. Werder holte ihn als eine Art Backup für den oft verletzten Philipp Bargfrede, in dieser Rolle sah sich Sahin allerdings nie. Wenn die Bremer am Samstag gegen den SC Freiburg antreten, wird der immer noch im Sauerland heimische Sahin seinen verletzten Positions-Konkurrenten erneut vertreten und nach Einsätzen mit Bargfrede gleichziehen. Auch das spricht für einen Konkurrenzkampf auf Augenhöhe.

Gute Ergänzung zu Bargfrede

Sahins jetziger Trainer in Bremen hat den langjährigen Dortmunder gleich bei der ersten Kontaktaufnahme überzeugt. „Das Erste, was er mir gesagt hat am Telefon war, dass ich nicht der Schnellste bin.“ Damals sei er perplex gewesen, heute kann er darüber lachen. Kohfeldt und Sahin, das passt gut zusammen, nicht erst, seit Kohfeldt auf die Idee kam, Sahin auch als Mittelmann in der Abwehrkette auszuprobieren. „Ich wusste nicht, dass ich das spielen kann. Flo hat mir bescheinigt, dass es geht.“

Seinen Coach hat Sahin überzeugt - auch in einem Teilbereich, der ihm in Dortmund oft als Schwäche ausgelegt wurde. Kohfeldt aber sagt: „Wenn der Raum eng wird, ist Nuri für mich einer unserer besten Zweikämpfer.“ Als Ergänzung zu Bargfrede, der über seine kämpferischen Tugenden kommt, bringe Sahin zudem die etwas besseren fußballerischen Elemente mit.

Der Rhythmus ist wieder da

Nicht immer stimmten Sahins Leistungen, er musste sich nach einer langen Zeit beim BVB, in der er wenig Spielpraxis bekam und auch verletzt war, erst wieder heranarbeiten. Jetzt, sagt Sahin „ist der Rhythmus da.“ Auf dem Podium im Bremer Weserstadion wirkt Nuri Sahin bei seinen Antworten zufrieden. Nur in Sprints dürfe man ihn nicht zwingen, erklärt er mit einem Augenzwinkern. „Einen Milot Rashica würde ich nicht mehr einholen“, sagt er. Dass er nicht der Schnellste sei, „weiß ich, seitdem ich elf Jahre alt war. Und die Werder-Verantwortlichen wussten das auch.“

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