Ex-BVB-Profi Merino feiert Debüt für Spanien: Viel in Dortmund gelernt

Borussia Dortmund

Mikel Merino feiert ein emotionales Debüt für die spanische Nationalmannschaft. Trotz geringer Spielanteile spricht der Spanier anschließend nur positiv über seine kurze Zeit beim BVB.

Dortmund

, 04.09.2020, 13:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mikel Merino (l.) und Luis Jose Gaya jubeln über das 1:1 für Spanien.

Mikel Merino (l.) und Luis Jose Gaya jubeln über das 1:1 für Spanien. © imago images/Sportfoto Rudel

An diesem Ort musste es passieren. Mikel Merinos Debüt für die Nationalmannschaft dauerte exakt 33 Minuten plus der für die Spanier ja nicht ganz unwichtigen sechs Minuten Nachspielzeit. „Sehr speziell“ seien diese Minuten gewesen, gestand der 24-Jährige anschließend. Denn 29 Jahre ist es her, dass Merinos Vater Angel an gleicher Stelle ein wichtiges Europapokal-Tor für Osasuna gegen den VfB Stuttgart erzielte. „Viele Male“ habe er mit seinem Vater über dieses spezielle Spiel in der zweiten Runde des damaligen Uefa-Cups gesprochen, nun sei es wohl „kein Zufall“, dass er ausgerechnet an diesem Ort für die La Roja debütiert hätte.

Mikel Merino kam beim BVB nicht über eine Nebenrolle hinaus

An Merino werden vielleicht nicht mehr alle BVB-Fans prägende Erinnerungen haben. Nur ein Jahr lang spielte der Mittelfeldspieler für die Borussia, wie sein Vater startete er seine Karriere bei CA Osasuna und wechselte 2016 nach Dortmund. Der Sprung war riesig für den damals 20-Jährigen, der mit Verletzungsproblemen in die Saison startete, vom damaligen Trainer Thomas Tuchel nicht für die Champions League gemeldet wurde und nach seiner Genesung auch in der Liga kaum eine Rolle spielte. Tuchel setzte den zentralen Mittelfeldspieler sogar als Innenverteidiger ein – es schien damals, als habe er keine richtige Verwendung für den talentierten Spanier, der über eine sehr kleine Nebenrolle nicht hinaus kam.

Am Ende standen für Mikel Merino nur acht Bundesliga-Spiele zu Buche und nur zwei Startelf-Einsätze – im Sommer 2017 lieh ihn der BVB zunächst für ein Jahr nach England zu Newcastle United aus, die ihn ein Jahr später dann fest verpflichteten. Wiederum ein Jahr später kehrte Merino in die Heimat zurück, bei Real Sociedad startete er richtig durch und wurde nun erstmals in die Nationalmannschaft berufen.

Merino spricht über seine Zeit in Dortmund

Trotz der wenigen Einsatzchancen sei das Jahr in Dortmund sehr lehrreich und wertvoll für seine Entwicklung gewesen, sagte Merino nach dem 1:1 der Spanier gegen die DFB-Elf. „Ich habe viele Erinnerungen daran, ich habe in einer super Mannschaft mit Weltklasseniveau trainiert.“ Er habe viel gelernt, „technisch und taktisch, ich bin persönlich gereift“, meinte der 24-Jährige. „Das Jahr war eine sehr schöne Zeit, es hat mich wachsen lassen als Mensch und Profi.“

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