Dietmar Hopp bezieht erneut Stellung zu Schmähungen gegen seine Person

Borussia Dortmund

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp äußert sich erneut zu den Schmähungen gegen seine Person. Er spricht von einer „perfekt inszenierten Hetze vieler Ultras“ – und hofft auf ein baldiges Ende.

von dpa

Dortmund

, 04.04.2020, 22:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
TSG-Mäzen Dietmar Hopp.

TSG-Mäzen Dietmar Hopp. © picture alliance/dpa

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp hat mit Enttäuschung auf die wochenlangen Schmähungen durch Fans gegen seine Person reagiert und hofft auf ein baldiges Ende.

Hopp äußert sich im ZDF

„Mich zum Gesicht für den Kommerz zu machen, ist wirklich nicht nachvollziehbar. Leider war die Hetze so perfekt inszeniert, dass Ultras vieler Vereine mitgemacht haben. Ich will das aber alles gerne vergessen, wenn es von nun an Geschichte ist“, sagte Hopp in einem Einspieler für das „Aktuelle Sportstudio“ im ZDF am Samstagabend.

Hopp war vor der Corona-Pause wochenlang in deutschen Fußball-Stadien angefeindet worden. Auslöser der Eskalation war eine Entscheidung des DFB-Sportgerichts. Dieses hatte eine Bewährung für Fans von Borussia Dortmund wegen fortgesetzter Hassplakate gegen Hopp aufgehoben und alle BVB-Anhänger für die nächsten zwei Jahre von Pflichtspielen ihres Klubs in Sinsheim ausgeschlossen. Solche Kollektivstrafen, die vom DFB und dem damaligen Präsident Reinhard Grindel 2017 eigentlich als abgeschafft galten, stoßen in der Fanszene auf heftige Ablehnung.

DFB, DFL und Hopp gegen die Fanszenen

Währenddessen hat der ProFans-Sprecher Sig Zelt dem DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Mitschuld an den teilweise beleidigenden Fanprotesten gegeben. „Die Fanszenen haben gemerkt: Wenn sie möglichst beleidigend und laut vorgehen, dann werden sie gehört. Der DFB hat uns so erzogen“, sagte Zelt dem Internetportal „Sportbuzzer“.

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„DFB und DFL haben dazu beigetragen, dass Proteste in dieser Art und Weise geäußert werden“, sagte der Sprecher der Fan-Vereinigung. „Im gesitteten Dialog räumen sie uns die Mitbestimmung in der Toilette ein. Wir dürfen mitbestimmen, ob die Seifenschale links oder rechts vom Wasserhahn angebracht wird.“ Zu den Schmähungen gegen Hopp sagte Sig Zelt: „Persönliche Angriffe kann man nicht verteidigen, auch ich nicht.“

Hopp-Proteste sorgten für Sondersitzung

Wegen der Proteste hatte es Anfang März eine Sondersitzung der AG Fankulturen mit DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius gegeben. Derzeit ist der Spielbetrieb in der Bundesliga wegen der Corona-Pandemie unterbrochen.

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