Die dringendsten Aufgaben des Jürgen Klopp

Regisseur gesucht

MARBELLA Pudelnass, aber voll im Plan: Strömender Regen behinderte am Montag die Arbeit der BVB-Profis im Trainingslager in Marbella nur unwesentlich. Störungen im Betriebsablauf kann sich Trainer Jürgen Klopp auch gar nicht leisten.

von Von Dirk Krampe

, 04.01.2010, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dauerregen machte das Training am Montag zu einer extrem feuchten Angelegenheit.

Dauerregen machte das Training am Montag zu einer extrem feuchten Angelegenheit.

Seine dringendsten Aufgaben bis zum Rückrundenstart:

Offensives zentrales Mittelfeld: Die große Baustelle momentan. Mohamed Zidan ist dem Ruf seines Vaterlandes gefolgt und spielt für Ägypten beim Afrika-Cup (10. bis 31. Januar), der den Stellenwert einer  Europameisterschaft genießt. Die Titelverteidigung ist das erklärte Ziel der zuletzt zweimal siegreichen Ägypter – mit Zidan kann Klopp daher wohl erst im Februar wieder planen. Dortmunds etatmäßiger Zehner, Tamas Hajnal, kämpft nach seiner Sprunggelenks-OP um Anschluss. Für das Spiel in Köln ist er wohl noch kein Thema. Die naheliegende Lösung für Klopp heißt Nelson Valdez, der vor Weihnachten seinen Stammplatz verloren hat und wieder ins Team drängt. Valdez könnte die linke Seite besetzen, Kevin Großkreutz dann in die Mitte rücken, wo er vom Dortmunder Trainer schon mehrfach getestet wurde. Möglich ist aber auch ein Startelf-Debüt für Super-Talent Mario Götze (17). Klopps Mut für derartige Lösungen ist bekannt.Ansprüche von Schmelzer steigen

Viererkette links: Im Zusammenspiel mit Großkreutz hat Marcel Schmelzer (21)  beim 1:0 gegen Freiburg zum Abschluss der Hinrunde noch einmal eine Duftmarke hinterlassen. Sein Trainer lobt ihn ohnehin über den grünen Klee: „Marcels Entwicklung“, sagt Klopp, „ist in den vergangenen eineinhalb Jahren sensationell verlaufen. Aber daran hatten wir auch keine Zweifel.“ Schmelzers Ansprüche steigen: Als Vertreter des von Verletzungen geplagten Dede (31) hat er seine Aufgaben zumeist ordentlich gelöst. Offensiv wird er immer mutiger, während Dede seine Ausflüge in die gegnerische Hälfte (zu sehr) dosiert.  Nur den braven Vertreter zu spielen, wird Schmelzer nicht mehr lange genügen. Der jahrelang gesetzte Dede spürt den Atem des jungen Kontrahenten.Owomoyela ohne echte Konkurrenz

Viererkette rechts: Patrick Owomoyela (30) ist dort immer noch ohne echte Konkurrenz – die einzige Position im Dortmunder Team, die Klopp nur durch Improvisieren neu besetzen könnte. Julian Koch (19) gilt als großes Talent, soll aber behutsam aufgebaut werden. Owomoyela startete schwach in die Saison und erreichte erst im zweiten Drittel der Hinrunde alte Klasse und Form. Gegen Freiburg musste er verletzt raus, zum Glück nur eine Oberschenkel-Zerrung. „Dass wir ihn schon in Marbella wieder voll belasten können“, sagt Jürgen Klopp, „ist Gold wert.“

Die Offensive: Nur Stürmer Lucas Barrios (neun Saisontore) trifft in schöner Regelmäßigkeit, Valdez und Zidan (je 2) folgen mit schon großem Abstand. Bei der Chancenverwertung rangiert der BVB nur im unteren Liga-Drittel.

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