Der BVB sendet mit Erling Haaland ein Signal: Nach der Winterpause wird angegriffen!

dzKommentar

Borussia Dortmund hat es geschafft, Erling Haaland für sich zu gewinnen. Der Norweger soll dem BVB nicht nur in der Offensive helfen - sein Transfer ist zugleich ein Signal an die Konkurrenz.

Dortmund

, 29.12.2019, 18:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beobachter schütteln noch heute ungläubig mit dem Kopf. Neun Tore hatte Erling Haaland gerade geschossen. In einem einzigen Spiel. Bei der U20-WM für Norwegen gegen Honduras. Neun Tore. Jedem, der seinen Namen zuvor noch nicht auf dem Zettel hatte, war sofort klar: Hier kommt Großes auf uns zu. Nicht nur wegen Haalands hünenhafter Statur, mit der er genau das verkörpert, was dem BVB bislang in der Offensive so häufig fehlt: Durchschlagskraft, Kopfballstärke, ein Ballabschirmer.

Haaland passt in Favres Anforderungsprofil

Nein, Haaland bringt viel mehr mit als körperliche Robustheit. Er ist technisch beschlagen, ist trotz seiner Größe wendig, geschickt am Ball, er passt also auch noch in Lucien Favres Anforderungsprofil des mitspielenden Mittelstürmers.

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Der BVB verpflichtet Wunschstürmer Erling Haaland

Der Lucien Favre, der von einem Investment des Klubs in einen weiteren Angreifer erst einmal überzeugt werden musste. Jetzt schlug der BVB also zu - und verdrängte im Werben um den 19-jährigen Angreifer namhafte Konkurrenz aus der Beletage des europäischen Fußballs.

Erling Haaland verfolgt mit dem BVB einen klaren Karriereplan

Es ist eine Entwicklung, die auch für den Norweger spricht: Haaland ist ein junger Spieler, der sich voll auf den Fußball fokussiert, der mit dem hohen Erwartungsdruck klarkommt, der bislang keinerlei Allüren pflegt, wie es beim BVB zuvor beispielsweise Ousmane Dembele oder Pierre-Emerick Aubameyang taten.

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Haaland hat einen klaren Karriereplan, und er hat sich bewusst für Borussia Dortmund als nächsten Schritt in seiner fußballerischen Entwicklung entschieden. Ja, er wird auch beim BVB extrem gut bezahlt, aber anderswo hätte er noch deutlich mehr Geld einstreichen können. Er will aber spielen, er will Erfahrung sammeln, er will Tore schießen. Er will, wie es ein Jadon Sancho geschafft hat, in Dortmund reifen, bevor er es bei den Größten der Branche wagen will.

Odegaard als warnendes Beispiel für Haaland

Das ist klug, denn das jüngste Vorbild seines Landsmannes Martin Odegaard dürfte Haaland noch abschreckend vor Augen haben. Odegaard, gehandelt als das größte europäische Top-Talent, erlag vor vier Jahren als 16-Jähriger dem Ruf Real Madrids, kam dort nicht zurecht und wird seitdem bei kleineren Klubs auf Leihbasis herumgereicht.

Der BVB sendet mit Erling Haaland ein Signal: Nach der Winterpause wird angegriffen!

Erling Haaland und Takumi Minamino (wechselt zum FC Liverpool) verlassen RB Salzburg in der Winterpause. Beim BVB will Haaland den nächsten Schritt in seiner Karriere machen. © imago images/GEPA pictures

Der Hype um den jungen Neu-Dortmunder, dessen Vater Alf-Inge Haaland norwegischer Nationalspieler war, darf aber nicht überdrehen. Vergessen wir nicht, dass hier ein Spieler seine Karriere startet.

Haaland schließt eine Lücke im BVB-Kader

Einer der zwar verdammt gut ist. Aber von dem trotzdem keiner Wunderdinge erwarten sollte. Das tut der BVB auch sicher nicht. Aber freuen darf er sich. Über einen richtig guten Griff auf dem Transfermarkt, der eine Lücke im Kader schließt, der ein Ausrufezeichen setzt im Kampf um die besten jungen Fußballer des Kontinents. Und der für alle Fans das wichtige Signal gibt: Rückschläge und holprige Hinrunde abhaken - nach der Winterpause wird angegriffen

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