Der BVB in der Champions League - das sind die neuen UEFA-Spielregeln

Borussia Dortmund

Partien auf neutralem Platz, Terminverlegungen und Mini-Kader: Die UEFA erlässt „spezifische Bestimmungen“ für die Champions League 20/21. Betroffen ist auch der BVB.

Dortmund

20.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die UEFA hat „spezifische Bestimmungen“ für die Champions-League-Saison 20/21 erlassen.

Die UEFA hat „spezifische Bestimmungen“ für die Champions-League-Saison 20/21 erlassen. © imago / Vitalii Kliuiev

„Alle Vereine, die an der Gruppenphase teilnehmen, haben sich nach besten Kräften darum zu bemühen, ihren von der UEFA bestätigten Austragungsort gegebenenfalls als neutralen Austragungsort für andere Spiele verfügbar zu machen“, schreibt die UEFA vor. Sollten Partien der Königsklasse wegen lokaler Corona-Restriktionen verlegt werden müssen, könnte auch bei den Bundesligisten angefragt werden. Allerdings bietet der eng getaktete Spielkalender kaum Ausweichmöglichkeiten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen:


? Bis wann soll die Gruppenphase abgeschlossen sein?

Geplant ist der letzte Gruppen-Spieltag am 8. und 9. Dezember. Vorsorglich erlaubt die UEFA aber, dass die Vorrunde in diesem Jahr erst bis zum 28. Januar 2021 abgeschlossen werden muss. Klappt das nicht, legt das UEFA-Exekutivkomitee „Grundsätze“ dafür fest, dass die Teilnehmer an der K.o.-Runde der Champions League und Europa League bestimmt werden. Verhindern nationale Regelungen die Ausrichtung eines Spiels, trägt in der Regel der Heimverein die Verantwortung für die Suche nach einem Ausweichtermin und/oder -ort. Auch, wenn das Land des Gastvereins die Reise zum Spiel unmöglich macht. Dann aber werden die entstehenden Kosten geteilt. Grundsätzlich sollen alle Klubs um „Ausnahmegenehmigungen von bestehenden Reisebeschränkungen wie Grenzschließungen und Quarantänebestimmungen“ bemüht sein.

? Wann muss ein Spiel Corona-bedingt abgesagt werden?

Positive Corona-Tests innerhalb der Mannschaft führen nicht zwangsläufig zu Spielabsagen. Stehen mindestens 13 Spieler zur Verfügung (einschließlich mindestens eines Torhüters) muss das Spiel am geplanten Termin ausgetragen werden. Verhindert würde dies allerdings beispielsweise durch die Anordnung einer Quarantäne für die gesamte Mannschaft durch die Behörden. Die Vereine haben auch die Möglichkeit, zunächst nicht für den Europapokal registrierte Spieler nachzumelden. Neuansetzungen mit dann negativ getesteten Spielern sind möglich. Klappt das nicht, verliert der verantwortliche Verein die Partie am Grünen Tisch.


? Wie sieht die Regelung bei den Schiedsrichtern aus?

Wird ein Mitglied des Schiedsrichterteams positiv auf das Coronavirus getestet, behält sich die UEFA das Recht vor, Ersatzschiedsrichter zu benennen, die auch aus dem Land eines der am Spiel beteiligten Vereine kommen können.

? Sind Zuschauer in der Königsklasse zugelassen?

Grundsätzlich sind zu den Partien Zuschauer zugelassen, maximal 30 Prozent der Stadionkapazität dürfen genutzt werden. Auswärtsfans sind nicht zugelassen. Allein die vergangenen Tage in der Bundesliga haben aber gezeigt, dass eher in seltenen Fällen mehrere Tausend Zuschauer in den Stadien zu sehen sein werden. Bedingungen sind zudem das Abstand halten sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aller Besucher. Das letzte Wort haben die lokalen Gesundheitsbehörden.

Von dpa

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