Borussia Dortmund geht gestärkt in die wichtigsten Wochen der Hinrunde

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Borussia Dortmund spielt beim 3:0 gegen Wolfsburg zeitweise wieder wie Borussia Dortmund. Der Sieg macht Mut für die wegweisenden Aufgaben gegen Mailand und München.

Dortmund

, 04.11.2019, 09:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Borussia Dortmund geht gestärkt in die wichtigsten Wochen der Hinrunde

Darf sich als Gewinner fühlen: BVB-Trainer Lucien Favre. © imago/Team 2

Eine schön altmodische Tabelle aus dem Videotext informiert am Ausgang des Dortmunder Kabinentrakts am Samstag über den Stand der Dinge in der Fußball-Bundesliga. Allerdings hängt der Bildschirm hoch über dem Durchgang. Lucien Favre reckte und streckte Hals und Kopf, weit oben in der Liste, auf Rang zwei, entdeckte er seinen Klub.

Der Blick des BVB geht wieder nach oben

Der BVB hat durch das 3:0 gegen den VfL Wolfsburg einen Sprung gemacht im Ligaranking. Wer mag: Der Blick geht wieder nach oben. Auch, weil die Leistung in den zweiten 45 Minuten stimmte.Wie fragil der schwarzgelb angehauchte Aufwärtstrend daherkommt, das rief die erste Hälfte der Partie allen im Stadion nachdrücklich in Erinnerung. Der BVB praktisch ohne Torchance - wann hatte es das schon mal gegeben? „Es liegt alles eng beieinander. Ob Erfolg oder Misserfolg, das hängt an vielen Kleinigkeiten“, betonte Sportdirektor Michael Zorc.

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Und bei eben diesen Kleinigkeiten erzwang der BVB, ähnlich wie in der Schlussphase gegen Gladbach, den Ausschlag zu eigenen Gunsten. Bei den drei Treffern und weiteren Chancen ping-pongte der Ball gegen WOlfsburg zeitweise durch die Dortmunder Reihen wie in (zu schnell) vergessenen Tagen. „Wir hatten“, analysierte Zorc, „am Ende fast wieder so etwas wie Spielfreude, mit Hacke und Spitze.“ Die Fans saugten diese Momente auf wie Nektar.

BVB muss sich die Leichtigkeit weiter erarbeiten

„Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, und es hat sich danach ein Stück weit leichter gespielt“, bestätigte Julian Weigl, der im zentralen Mittelfeld den müden Axel Witsel ordentlich vertrat. „Man hat nach dem ersten Tor gesehen, dass wieder Spaß im Spiel war.“ Die vermisste Leichtigkeit müsse man sich weiter erarbeiten, betonte Julian Brandt.

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Eben diese Aufgabenstellung, nämlich wieder Spaß zu haben auf dem Platz, einfacher und schneller zu spielen, Fußball wie Vergnügen und nicht wie Verdruss aussehen zu lassen, das hatte Favre seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Sie setzte den Auftrag diesmal konsequent, zielstrebig und kreativ um. „In der zweiten Hälfte haben wir viel besser und vor allem schneller gespielt zwischen den Linien, mit weniger Kontakten und der richtigen Bewegung“, erklärte der Schweizer die fortgesetzte Leistungssteigerung.

Auf den BVB warten die wichtigsten Wochen der Hinrunde

Mit den Eindrücken von Mittwoch (2:1 gegen Gladbach) und Samstag (3:0 gegen Wolfsburg) lässt sich wohlwollend feststellen: Trainer und Team arbeiten hart daran, nach schwierigen Wochen die Kurve zu kriegen, wie es die Bosse gefordert haben. Gerade noch rechtzeitig in den sportlich vielleicht wichtigsten Wochen der Hinrunde, wo es nach dem DFB-Pokal auch im internationalen Cup-Wettbewerb um die Versetzung geht und zum Kehraus der aktuell im sportlichen Verfall verharrende FC Bayern München wartet. „Ich hoffe“, sagte Zorc nach dem Sieg gegen die Wölfe, „dass uns das wieder das nötige Selbstvertrauen gibt.“

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