Coronavirus: BVB testet seine Spieler – Ergebnisse liegen vor

dzBorussia Dortmund

Drei positive Corona-Tests haben den 1. FC Köln aufgeschreckt. Jetzt liegen die Testergebnisse von Borussia Dortmund vor – der BVB atmet zunächst auf.

Dortmund

, 02.05.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die deutschen Profifußball-Klubs haben ihre erste Corona-Testrunde absolviert. Jeder Verein hat Spieler, Trainer und Betreuerstab auf das Covid 19-Virus medizinisch checken lassen, so wie es das Sicherheits- und Hygienekonzept der DFL ab sofort mehrmals wöchentlich vorschreibt. Am Donnerstag zählte der 1. FC Köln zu den ersten Bundesligisten, die ihre entnommenen Proben direkt ins Labor sendeten. Am Freitag folgte dann der Schreck: Drei Proben waren positiv. Zwei Spieler sowie ein Klubmitarbeiter, allesamt symptomfrei, hatten sich mit dem Coronavirus infiziert. Sogleich erfolgte pflichtgemäß die Meldung der Kölner an das zuständige Gesundheitsamt, das die zu treffenden Maßnahmen prüfte.

Coronavirus: BVB testet seine Spieler

Borussia Dortmund bat am Freitag, 1. Mai, seine Spieler, Trainer und Teambetreuer auf dem abgeriegelten Trainingsgelände in Dortmund-Brackel zum ersten Corona-Test. Keiner der Getesteten zeigte am Freitag Coronavirus-Symptome, aber erst am Samstag gab es Gewissheit, denn dann lagen alle Laborergebnisse schriftlich vor.

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Und der BVB um Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun, der die Tests durchgeführt hatte, durfte beim Blick darauf erst einmal aufatmen. Denn nach Informationen dieser Redaktion fielen sämtliche Tests bei der Borussia negativ aus – Stand jetzt also kein Coronavirus im Dortmunder Bundesliga-Kader.

Coronavirus: Zweite Testrunde beim BVB in den nächsten Tagen

Die zweite Testrunde folgt beim BVB in den nächsten Tagen. Selbst, wenn es dann Corona-Infizierte geben sollte, würde das den Klub wohl nicht in Aufruhr versetzen. Denn wie das Beispiel 1. FC Köln zeigt, entscheidet das Gesundheitsamt im Falle der Fußball-Bundesligisten wie bei jedem anderen Corona-Fall in Deutschland auch. Die Behörden bewerten, welche Kontaktpersonen der Infizierten sich vorsorglich in Quarantäne zu begeben haben.

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Beim 1. FC Köln, der genau wie der BVB noch in Kleingruppen trainiert, entschied das Amt: Alle negativ getesteten Spieler im Kader dürfen weiter trainieren, weil ihr Kontakt zu den Infizierten nur minimal war. Nur die drei betroffenen Personen werden für 14 Tage isoliert. Der Fall Köln zeige, so bewertet es Dr. Tim Meyer, Nationalmannschaftsarzt und Leiter der DFL-Taskforce, dass „unser Konzept frühzeitig Risiken erkennt und reduziert. Wir sind überzeugt, dass wir den Spielern mit unserem Konzept die Ausübung ihres Berufs unter bestmöglichem Infektionsschutz ermöglichen können.“

BVB hofft auf Wiederaufnahme der Bundesliga

Mitte Mai könnte der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga unter Ausschluss der Öffentlichkeit weitergehen, falls das DFL-Konzept in der kommenden Woche die Zustimmung der politischen Entscheidungsträger erhält.

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