BVB zieht positives Fazit zur Doku „Inside Borussia Dortmund“ - gibt es eine Fortsetzung?

dzBorussia Dortmund

Die BVB-Dokumentation „Inside Borussia Dortmund“ erreicht allein in China mehr als 2,5 Millionen Zuschauer. Das Fazit fällt positiv aus - eine weitere Reportage steht bereits in den Startlöchern.

Dortmund

, 18.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Borussia Dortmund am 16. August auch für alle Fans sichtbar Neuland betrat und die Doku-Serie „Inside Borussia Dortmund“ erstmals über die Bildschirme flackerte, habe Amazon Prime Video „unfassbare Zugriffszahlen“ registriert. Genauere Daten gibt der Internetriese nicht heraus. Nur so viel wird gesagt: Man ist sehr zufrieden mit der Nachfrage. Vor allem die für den Konzern so wichtigen Kennzahlen von Erstkontakten und zurückkehrenden Kunden seien sehr zufriedenstellend gewesen.

Anzeige


Angetan schienen auch die Zuschauer. Mit im Schnitt 4,1 von 5 möglichen Sternen bewerteten die User die Reportage aus dem Innersten von Borussia Dortmund. Wer einberechnet, dass wohl nicht nur Fans mit schwarzgelbem Blut abgestimmt haben, kann die Bewertung noch nach oben korrigieren.

Sechs Millionen Euro und eine große Reichweite für den BVB

Die Mischung aus „Inside“, also Szenen hinter den Kulissen, und Spielszenen sowie historischen Rückblenden stieß in Deutschland auf geteiltes Echo. In anderen Regionen, so der BVB, hätten die Zuschauer gerade auch die erklärenden und einordnenden Passagen gemocht.

BVB zieht positives Fazit zur Doku „Inside Borussia Dortmund“ - gibt es eine Fortsetzung?

Auch Aufnahmen aus dem Mannschaftsbus sind in der BVB-Doku zu sehen. © dpa

„Wir haben gutes Feedback erhalten und ziehen ein sehr positives Fazit“, sagt Carsten Cramer. Borussia Dortmunds Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb freut sich neben den knapp sechs Millionen Euro, die der BVB für das Projekt eingestrichen hat, über die erzielte Reichweite. „Die weltweite Verbreitung hat für uns auch einen großen Reiz ausgemacht“, erklärt Cramer.

Der WDR überlegt, die BVB-Doku noch einmal zu senden

In China wurde die Serie - übrigens vom BVB selber platziert und vermarktet - in kurzer Zeit von mehr als 2,5 Millionen Zuschauern gesehen. In Deutschland strahlte die ARD im September vor der Sportschau eine Zusammenfassung aus. Der WDR stellt Überlegungen an, die gesamte Reihe nochmal zu senden.

Den Werbe- und Imageeffekt dieser ersten großen Dokumentation der Fußball-Bundesliga kann man schwer bemessen. Ihre Zustimmung im vergangenen Winter haben jedenfalls weder Spieler noch Verantwortliche bereut. Auch, wenn das Finale mit der hauchdünn verpassten Meisterschaft kein Happy End biete. „Wir haben viel Bestätigung dafür bekommen, dass wir trotz der Vizemeisterschaft keinen Rückzieher gemacht haben“, berichtet Cramer.

BVB-Kabine ist eigentlich ein heiliger Ort

Dass die Kameras die BVB-Spieler auch in der Kabine begleitet haben, war für Julian Weigl „erstmal sehr ungewohnt, weil die Kabine ein Stück weit ein heiliger Ort ist und da jeder so sein kann, wie er will“, so der Mittelfeldspieler bei einem Fantalk.

Eine Ablenkung seien die Aufnahmen aber nicht gewesen. „Es waren ja keine Kameraleute in der Kabine, es waren feste Kameras. Anfangs hast du die wahrgenommen, irgendwann schaltest du das einfach aus.“ Dadurch sei die Dokumentation auch gut geworden. „Weil sie echt war und sich keiner verstellt hat“, so Weigl.

Die nächste BVB-Doku steht schon in den Startlöchern

Eine Fortsetzung ist laut Cramer denkbar, der Klub habe die enge Begleitung durch das Kamerateam von Filmemacher Aljoscha Pause gut verkraftet. Allerdings wird es in dieser Saison noch keine Neuauflage geben.

BVB zieht positives Fazit zur Doku „Inside Borussia Dortmund“ - gibt es eine Fortsetzung?

Elefantenrunde beim BVB - und die Kamera ist dabei. © dpa

Auf die nächste Dokumentation von und mit Borussia Dortmund müssen die Fans dennoch nicht lange warten. Im Januar wird der Streifen über die U17, der noch nicht final produziert ist, zum Streaming bereit stehen.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt