BVB vor Heimspiel gegen Augsburg: Der Trainer ist um Lösungen bemüht

Borussia Dortmund

Nur ein Punkt aus den drei Spielen der Englischen Woche hat dem BVB die Laune verhagelt. Die Lage vor dem Heimspiel gegen Augsburg ist angespannt, der Trainer um Lösungen bemüht.

Dortmund

, 30.01.2021, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Trainer Edin Terzic ist um Lösungen bemüht.

BVB-Trainer Edin Terzic ist um Lösungen bemüht. © picture alliance/dpa

Es gibt ein Wort, das Edin Terzic in den vergangenen Wochen über Gefühl strapazieren musste. „Aufarbeiten“ werde das Trainerteam mit der Mannschaft auch das letzte Spiel der vergangenen Englischen Woche, erklärte Borussia Dortmunds Trainer einmal mehr. Das brachte mit dem wenig erbaulichen 2:4 bei Borussia Mönchengladbach kein besseres Resultat als die Partie unter der Woche zuvor, die in Leverkusen verloren ging und ebenfalls aufgearbeitet werden musste. Und da war ja zuvor noch das 1:1 gegen Mainz, nach dem es sich erst recht verbot, zur Tagesordnung überzugehen.

BVB-Coach Edin Terzic erlebt frustrierende Spiele

Terzic hatte nicht erwartet, dass im Job eines Cheftrainers in der Bundesliga immer die Sonne scheint, aber es dürfte ihn einigermaßen frustrieren, wie schnell sich auch in der Zusammenarbeit mit einer qualitativ so gut besetzten Mannschaft der Wind drehen kann. Vom Hoffnungsträger nach der zuletzt anstrengenden Phase mit Lucien Favre zum BVB-Trainer mit der schwächsten Startbilanz seit Jahren dauerte es nur wenige Wochen.

Das Samstagsheimspiel gegen den FC Augsburg (15.30 Uhr, live bei Sky) beschließt für den gebeutelten BVB einen intensiven Monat Januar, dessen wegweisenden Charakter Terzic vom Neujahrstag an betont hatte. Die Erkenntnis schon vor dem Abschluss: Für ganz oben wird es erneut nicht reichen, für die Plätze dahinter ist unerwartet harte Arbeit angesagt.

Der BVB fällt immer wieder in „alte Verhaltensmuster“ zurück

Drei Zähler Abstand zu Platz drei, aber auch nur zwei zum Niemandsland Platz neun zeigen Chancen und Risiken zugleich. Niemand weiß gerade so recht, welche Sichtweise eher die Wahrheit darstellt für die Borussia, der es trotz der vielen Aufarbeitung immer wieder passiert, in „alte Verhaltensmuster zurückzufallen“, wie Sportdirektor Michael Zorc beschreibt. Gemeint sind Probleme wie das Verteidigen gegnerischer Standards ebenso wie das zu verschnörkelte Spiel vor dem Tor des Gegners.

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So konnte Terzic vor dem Spiel gegen die Fuggerstädter, die Borussia Dortmund schon im Hinspiel (0:2 aus Sicht des BVB) ärgerten, den Arbeitsauftrag für seine Mannschaft klar umreißen: „Mutig sein, hoch pressen und sie damit immer wieder stressen. Positiv bleiben, weniger Bälle verlieren“, zählte der 38-Jährige auf. Dass es seinem Kader zuletzt oft an Grundtugenden wie Konzentration und Entschlossenheit fehlte, zeigte Terzic nur, wie weit der Weg vom Erkennen der Defizite hin zu einer Umsetzung der Handlungsvorgaben auf dem Rasen ist.

BVB-Verantwortliche streichen positive Aspekte heraus

Trainer und Sportdirektor des BVB waren am Donnerstag auf der offiziellen Pressekonferenz zum Spiel bemüht, auch positive Aspekte aus den drei zuletzt nicht erfolgreichen Partien herauszustreichen. „Viele gute Phasen“ habe man gehabt, sagte Michael Zorc, nur reichten die in der Summe maximal für gute 45 Minuten. „Schaffen wir das über ein ganzes Spiel, werden sich auch die Ergebnisse einstellen.“

Die Hoffnung für die kommenden Wochen liegt auch auf der Rückkehr der im Heimspiel gegen den FC Augsburg noch fehlenden Thorgan Hazard und Dan-Axel Zagadou, die den Handlungsspielraum für Terzic, der im Heimspiel gegen Augsburg auch auf BVB-Keeper Roman Bürki verzichten muss, vergrößern werden. Externe Hilfe wird im Winter nicht kommen, die Pandemie hat die Kassen geschröpft. „Es ist derzeit kein Wunschkonzert. Und Weihnachten ist lange vorbei“, so Zorc.

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