BVB-U23 trifft auf den SC Wiedenbrück – und hat Essen vergessen

dzBorussia Dortmund II

Das 1:1 gegen Rot-Weiss Essen hat die U23 von Borussia Dortmund verdaut. Gegen den SC Wiedenbrück soll der vierte Sieg folgen. Einige Spieler warten auf ihre Einsatzchance.

Dortmund

, 22.09.2020, 21:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Enttäuschung über das späte Ausgleichstor gegen RWE ist verfolgen. Das glaubt zumindest Dortmunds U23-Trainer Enrico Maaßen. Auf ihn machten alle Spieler „einen optimistischen Eindruck“, betont der 36-Jährige. „Wir dürfen nicht vergessen, welche Gegner wir hatten – und dass wir zehn Punkte geholt haben.“ Gegen Aachen, Kölns U21, Lotte und Essen.

BVB-U23 legte Fokus „ganz schnell auf Wiedenbrück“

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„Das ist eine herausragende Bilanz“, findet Maaßen, für den es Anfang der Woche darum ging, „das RWE-Spiel kurz zu besprechen und dann den Fokus ganz schnell auf Wiedenbrück zu lenken“. Dort, beim Aufsteiger, ist der BVB bereits am Mittwoch zu Gast (19.30 Uhr).

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Maaßen spricht von einer „Top-Leistung“, die seine Mannschaft brauche, um das eigene Punktekonto weiter aufzustocken. Denn: „Angenehm“ werde diese Partie ganz bestimmt nicht, so Dortmunds Coach, dessen Äußerungen in diesem Fall ausdrücklich nicht als Selbstverzwergung zu deuten sind. In der Tat wirkt Wiedenbrück aktuell stabil.

Gegner der BVB-U23: Wiedenbrück hat einen Lauf

Am ersten Spieltag trotzte das Team von Daniel Brinkmann Rot-Weiss Essen ein 1:1 ab, sorgte sogleich für bittere Mienen an der Hafenstraße. Vor einer Woche gewann Wiedenbrück gegen den Bonner SC mit 2:1. Außerdem bezwang Dortmunds kommender Gegner den in der vergangenen Saison meisterlichen SV Rödinghausen im Verbandspokal (4:0).

„Im Kollektiv machen sie es sehr gut, haben eine klare Idee mit und ohne Ball“, sagt Maaßen. „Für uns wird es nur mit Intensität gehen, von Anfang bis Ende. Wir müssen unsere Idee mit Ball durchdrücken, müssen bessere Ballpassagen haben. Das haben wir schon teilweise gezeigt, aber die Konstanz fehlt noch ein wenig.“

BVB-U23 braucht körperliche Frische gegen Wiedenbrück

Wenngleich Maaßen nicht davon ausgeht, dass sich der Gegner weit zurückziehen wird („In Essen ist Wiedenbrück aggressiv angelaufen“), will er einen besseren Ballvortrag seiner Belegschaft sehen. Zum einen sind dafür die im Training erarbeiteten Automatismen nötig, zum anderen braucht es die körperliche Frische.

Zu erwarten ist es deshalb, dass Dortmunds Startaufstellung erneut umgebaut wird. In die vergangenen drei Partien war der BVB bereits mit jeweils drei Änderungen gegangen. Für Maaßen ist diese Wechselei aus Belastungsgründen notwendig. Positiv: Fast alle Positionen – ausgenommen ist die Angriffsmitte – sind mindestens doppelt und annähernd gleichwertig besetzt.

Trotz Ausfälle: In der BVB-U23 tobt der Konkurrenzkampf

Trotz der Tatsache, dass Moritz Broschinski und Patrick Osterhage noch länger fehlen und Philipp Harlaß angeschlagen ist, tobt darum der Konkurrenzkampf. Angreifer Alaa Bakir drängt auf einen Einsatz von Beginn an. Gegen Essen sorgte er als Joker für mehr Dynamik. Ebenso wie Aday Ercan, der im vergangenen Jahr noch bei Oberligist Wiedenbrück gespielt hat. Der Mittelfeldspieler wirke wie ein „Ballmagnet“, lobt Maaßen. „Er kann dadurch immer wieder für Unruhe sorgen“.

Zudem sei Ercan ein guter Box-to-Box-Spieler. Er schalte sich auch offensiv ein und könne sowohl auf der Sechser- als auch auf der Achter- oder Zehner-Position auflaufen. Der 20-Jährige, von Manager Ingo Preuß hochgeschätzt, kam bisher dreimal zum Einsatz. Manchem Kollegen hat er damit einiges voraus.

Marco Hober wartet auf seinen ersten BVB-U23-Einsatz

Migel-Max Schmeling kam von Drittligist MSV Duisburg mit der klaren Zielsetzung, Spielpraxis zu sammeln. Unter seinem Bilanzstrich stehen aktuell 24 Einsatzminuten. Marco Hober, im vergangenen Jahr ein Fixpunkt im BVB-Spiel, stand derweil noch keine einzige Sekunde auf dem Platz. Er verblieb in allen vier Ligaspielen auf der Bank.

Drohen Konflikte? Maaßen bremst. „Wir müssen alle zwei, drei Tage spielen“, sagt er. Qualitativ seien seine Spieler „wahnsinnig eng beisammen“, niemand falle ab. Sowohl Hober als auch Schmeling könnten sich bald wieder in der Elf befinden, meint Dortmunds Trainer, der von all seinen nach Einsatzchancen schmachtenden Akteuren eine klare Haltung fordert.

Bei der BVB-U23 muss jeder um seinen Stammplatz kämpfen

Der Spieler, der um einen Startelfplatz kämpfe, müsse die Situation annehmen, betont Maaßen. „Wenn er dann eingewechselt wird, muss er seine Chance nutzen und neue Impulse bringen.“ Jedes Kadermitglied, das predigt der Fußballlehrer seit Beginn seiner Amtszeit bei der Borussia, sollte versuchen, einen Mehrwert für die gesamte Gruppe darzustellen.

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Um große Ziele zu erreichen, sei diese Arbeitsweise fundamental.

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