Der BVB verpasst gegen mutig mitspielende Bremer die frühe Entscheidung. Die Offensivkräfte lassen beim 2:1 zu viele Chancen liegen. Alcacer überzeugt auch in der Startelf. Die Einzelkritik.

Dortmund

, 15.12.2018, 20:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: „Bürki, Bürki“-Rufe, als er einen Dropkick von Kevin Möhwald entschärfte (32.), der Torhüter hat in seiner vierten Saison beim BVB die Fans auf seiner Seite. Als kurz darauf Max Kruse aus ähnlicher Position genauer zielte, war der Keeper dann machtlos (35.). Gute Reaktion auch gegen Kruses Flachschuss (47.). Note: 2,0

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Lukasz Piszczek: Mit ordentlicher Zweikampf-Bilanz (67 Prozent gewonnen), löschte vor der Pause und kurz nach dem Seitenwechsel gegen Kevin Möhwald (51.). Hinter dem defensiv etwas nachlässigen Sancho mit Abwehrarbeit ausreichend beschäftigt. Note: 3,0


Manuel Akanji: Seine langen Diagonalbälle sind eine Augenweide, er agiert auch in brenzligen ruhig. Alles gelang ihm aber nicht, die Mehrzahl der direkten Duelle verlor er diesmal gegen Werders bewegliche Doppelspitze. Trotzdem ein Turm in der Abwehr. Note: 3,0


Abdou Diallo: Szenenapplaus für seinen geschickten Zweikampf gegen Martin Harnik (15.). Dann brachte er die entblößte Abwehr mit einem Albtraum-Rückpass in Verlegenheit (45.). 60 Sekunden nach Wiederanpfiff der nächste Aussetzer, als er Max Kruse den Ball vor die Füße köpfte (47.). Nicht sein bester Tag. Note: 4,0

Achraf Hakimi: Spritziger und offensivfreudiger als in den vergangenen Wochen. Er harmonierte gut mit Raphael Guerreiro. Defensiv verteidigte er luftig und hatte Mühe mit den spielfreudigen Bremern, unter anderem gegen Milot Rashica (51.). Note: 3,0


Thomas Delaney: Rechtzeitig fit für das Duell gegen seinen Ex-Klub. Rückte zu spät raus gegen den Torschützen Kruse (35.), reparierte Diallos Fehlpass auf Kosten einer Gelben Karte nach Foul an Martin Harnik - auch dafür ist er sich nicht zu schade (45.). Fleißig, energisch. Werder weint ihm nach. Note: 3,5


Axel Witsel: Irgendwo in seinem Lockenschopf muss ein Extra-Arbeitsspeicher versteckt sein, der ihn die Pässe und Spielsituationen erahnen lässt - Witsel liest das Spiel schneller als alle anderen. Im Zweifel zu Witsel mit dem Ball, der macht das schon. Note: 2,5


Jadon Sancho: Er benötigte etwas Anlauf, dann legte er Marco Reus von rechts nach bewährtem Muster das 2:0 auf (27.). Sanchos elfte (!) Torvorbereitung. Ein Tor hätte er nachlegen können, als er aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf (48.). Noch größer die Möglichkeit nach gut einer Stunde, als Alcacer ihn freispielte, der junge Engländer aber nur Pavlenkas Standbein anschoss (68.). Note: 2,5


Marco Reus: Nach Klaassens Schubser verlangte er nachvollziehbar einen Strafstoß (11.). Sein Erfolgserlebnis holte er schnell nach: Querpass Sancho, 2:0 (27.), sein 13. Saisontor. Werder-Keeper Juri Pavlenka verhinderte nach einem Freistoß aus 20 Metern den nächsten Treffer (40.). Schrappte danach mehrfach am nächsten Scorerpunkt vorbei. Note: 2,0


Raphael Guerreiro: Er zeigt immer mehr von seiner verschollen geglaubten Spielfreude, so beim Konter (7.) und der getricksten Freistoß-Flanke vor dem 1:0 (20.). In Hälfte zwei verursachte er weniger Wirbel, bestätige aber seine insgesamt klar ansteigende Form. Note: 2,5

BVB-Torjäger Paco Alcacer ist nicht zu packen - Diallo mit ungewohnten Aussetzern

Paco Alcacer: Zehn Sekunden dauerte der Konter vom eigenen Strafraum bis zu seinem Abschluss aus abseitsverdächtiger Position, die Zuschauer hatten den Torschrei schon auf den Lippen, ehe Davy Klaassen den Ball mithilfe des Pfostens klärte (7.). Dann durfte er zweimal jubeln: Nach dem Kopfballtreffer zum 1:0 - und nachdem der Video-Assistent die falsche Abseitsentscheidung des Schiedsrichter-Teams korrigierte (20.). Unnachahmlich, wie er mit direkten Ablagen oder Körpertäuschungen das Spiel beschleunigt. Werders Abwehr bekam ihn kaum zu packen. Eines seiner besten Spiele als Starter. Nach 80 Minuten räumte er den Platz für Mario Götze. Note: 2,0

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