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Roman Bürki spielt seine bislang beste Saison im BVB-Trikot - und richtet den Fokus ab sofort nur noch auf Borussia Dortmund. Sein Torwarttrainer ist voll des Lobes.

Marbella

, 07.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Bild hat sich verändert. Roman Bürki sitzt in der Sonne und lächelt. Der BVB hat ins Teamhotel „Gran Melia Don Pepe“ zur Medienrunde mit seinem Torhüter geladen. Bürki, der vom „Kicker“ jüngst zum besten Torhüter der Bundesliga-Hinrunde gekürt worden ist und den auch die Bundesliga-Profis zum besten Schlussmann gewählt haben, soll erklären, warum es so gut läuft. Für den BVB. Für ihn.

Hitz erhöht den Druck

Vor einem knappen halben Jahr war das noch anders. Im Trainingslager in Bad Ragaz saß Bürki ebenfalls in einer Medienrunde im Teamhotel, er lächelte auch damals, aber es war nicht dasselbe Lächeln, deutlich verlegener. Der Schweizer sollte nicht erklären, was es ihm bedeute, von den Kollegen zur Nummer eins der Liga gewählt zu werden, er sollte erzählen, ob er überhaupt davon ausgehe, in der neuen Saison noch die Nummer eins des BVB zu sein. Marwin Hitz war gerade vom FC Augsburg gekommen und Bürki hatte eine durchwachsene Saison hinter sich. Beim BVB waren sie zwar von Bürkis Potenzial überzeugt, aber sie waren sich nicht sicher, ob er es konstant würde abrufen können.

Eine Halbserie später sind die Zweifel wie weggewischt. Bürki kann sein Potenzial konstant abrufen. Er habe mit der vergangenen Saison abgeschlossen und wieder bei Null angefangen, sagt der 28-Jährige. „Ich wusste, dass ich mehr kann.“ Er habe gelernt, mit Kritik umzugehen, obwohl er damit große Probleme gehabt habe. „Man sagt immer, dass man es nicht mitbekommt oder nicht lesen will, aber man bekommt es trotzdem immer irgendwie mit. Über dritte Personen oder sonst wie. Das ist schon schwierig - und man muss ja auch trotzdem immer wieder auf dem Platz stehen. Ich bin froh, dass ich das nun besser hinbekomme.“

„Roman hat auch mental noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht.“
Matthias Kleinsteiber

Einer der Gründe, warum es jetzt besser klappt, heißt Matthias Kleinsteiber. „Roman hat auch mental noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt der BVB-Torwarttrainer und Teddy-de-Beer-Nachfolger im Gespräch mit dieser Redaktion, „Hut ab für das, was er in der Hinrunde abgeliefert hat.“ Bürki sei ein ziemlich kompletter Torwart, meint Kleinsteiber, auch wenn es natürlich immer noch besser gehe. Fußballerisch könne sich Bürki noch weiterentwickeln, aber auch da habe er einen Schritt nach vorne gemacht. Wichtig für einen Torwart sei, „dass Du versuchst, fehlerlos zu spielen. Die Unhaltbaren kommen von alleine. Entscheidend ist es zuerst einmal, die einfachen Sachen gut zu machen - und sich hinterher nicht vorwerfen lassen zu müssen, dass man aus der Unkonzentriertheit heraus einen Fehler gemacht hat.“

Nur noch im Bereitschaftsdienst

Bürki hat das verinnerlicht. Sein Spiel ist klarer geworden - und er richtet den Fokus ab sofort voll auf den BVB. Bürki verzichtet bis auf Weiteres auf die Schweizer Nationalmannschaft, in der er sich immer hinter dem Gladbacher Yann Sommer anstellen musste. Bürki geht auf „Standby“, wie er sagt, also in den Bereitschaftsdienst, wenn man so will.

Noch ist Bürki auch beim BVB im Standby-Modus, er trainiert nur individuell. Sein Oberschenkel macht ihm zu schaffen, aber es wird besser. Der Rückrundenstart ist nicht in Gefahr. „Es geht von Tag zu Tag voran“, sagt Bürki. Ein Satz, der irgendwie sinnbildlich für seine Entwicklung in dieser Saison steht.

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