BVB-Talent Sergio Gomez will sich von Spaniens zweiter Liga zurück nach Dortmund spielen

Borussia Dortmund

Beim BVB blieb Sergio Gomez im ersten Anlauf der Durchbruch verwehrt. Nun sammelt der talentierte Mittelfeldspieler Spielpraxis in Spaniens zweiter Liga. Gelingt die Rückkehr nach Dortmund?

Dortmund

, 13.11.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB-Talent Sergio Gomez will sich von Spaniens zweiter Liga zurück nach Dortmund spielen

Mit SD Huesca auf Aufstiegskurs: BVB-Leihgabe Sergio Gomez (l.). © imago / AFLOSPORT

Im Januar 2018 freute sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc, „einen der weltweit stärksten Spieler seines Jahrgangs“ zur Borussia gelotst zu haben. Sergio Gomez, damals noch 17 Jahre jung, kam mit der Empfehlung, zum zweitbesten Spieler bei der U17-WM 2017 gekürt worden zu sein. Bei diesem Turnier erzielte er vier Treffer.

BVB setzt sich gegen namhafte Konkurrenz durch

Gomez war nur einer von vielen exzellent ausgebildeten Spielern in der Nachwuchsakademie des FC Barcelona, der zum Ende seiner Junioren-Zeit die Entscheidung treffen musste, wo er den Übergang in den Profifußball bewältigen wollte.

In Barcelona waren die Chancen auf Spielzeit gering, in Dortmund hatte man den nur 1,71 Meter großen Mittelfeldspieler aber seit langem beobachtet und setzte sich dann gegen namhafte Interessenten auch aus England durch. Der FC Arsenal und auch der FC Chelsea schauten in die Röhre. Die drei Millionen Euro festgeschriebene Ablöse schienen ein gutes Investment zu sein.

BVB glaubt an den Durchbruch von Sergio Gomez

Dass der BVB den Spieler gut 18 Monate später im vergangenen Sommer nur verlieh und nicht verkaufte, belegt den unverminderten Glauben an die Fähigkeiten des spanischen Talents. Gomez, der auf allen drei offensiven Mittelfeldpositionen spielen kann, bevorzugt aber über die linke Seite kommt, benötigte Spielpraxis, die er in Dortmund nur in der Regionalliga-U23 bekommen hatte. Erstliga-Absteiger SD Huesca griff beherzt zu, auch Gomez packte bereitwillig seine Koffer.

„Die beste zweite Liga der Welt“, erklärte Gomez jetzt in einem Interview mit dem Portal „Transfermarkt“, sei die perfekte Station, „um als junger Spieler zu wachsen und in Zukunft zu sehen, ob ich viel stärker nach Dortmund zurückkehren kann.“ Der Leihvertrag endet im kommenden Sommer, dann werden beide Parteien bewerten, ob und wie sich die Situation für Gomez verändert hat.

BVB muss im Sommer 2020 eine Grundsatzentscheidung treffen

Aktuell belegt der nun 19-Jährige mit Huesca Platz zwei in der „LaLiga 2“ und ist damit auf Aufstiegskurs. In 13 der 15 Meisterschaftsspiele ist er zum Einsatz gekommen, sieben Mal stand er in der Startelf. Zuletzt allerdings schaute er gegen Real Oviedo erst zum zweiten Mal über die kompletten 90 Minuten nur zu.

BVB-Talent Sergio Gomez will sich von Spaniens zweiter Liga zurück nach Dortmund spielen

Seine bisherige Zeit in Dortmund bewertet Gomez (M.) als sehr positiv. © imago / Thomas Bielefeld

Der neue Trainer Miguel Angel Sanches Munoz, genannt Michel, gilt dennoch als Förderer von Gomez. „Er war einer der Hauptgründe für den Wechsel“, bestätigt Gomez. „Ich hatte ein gutes Gespräch mit ihm und danach ein sehr gutes Gefühl. Er lässt den Fußball spielen, den ich auch mag.“ Der Dortmunder Vertrag von Gomez läuft noch bis 2021. Damit müsste der BVB im kommenden Jahr eine Grundsatzentscheidung treffen, wie er weiter mit dem Talent verfahren will.

Gomez ist Stöger und Favre „sehr dankbar“

Auf seine bisherige Zeit in Dortmund blickt der Spanier mit „guten Gefühlen“ zurück. Sowohl Peter Stöger, der ihm beim 3:0 gegen den VfB Stuttgart im April 2018 zum Bundesliga-Debüt verhalf, als auch Lucien Favre, unter dem er im Dezember 2018 beim 2:0 in Monaco in der Champions League debütierte, „waren immer sehr positiv“, sagt Gomez. „Beiden bin ich sehr dankbar.“

Gomez spielte nach seiner Ankunft in Dortmund zunächst in der U19, trainierte aber vom ersten Tag an bei den Profis mit. Unter Favre gehörte er ab Sommer 2018 dann fest zum Profikader, spielte in den Planungen des Trainers aber nur eine untergeordnete Rolle. Praxis sammelte er fast ausschließlich in der Regionalliga-Mannschaft, wo er in 14 Pflichtspielen zum Einsatz kam. Dazu kamen fünf Partien mit der U19 in der Youth League.

Dortmund verfolgt die Entwicklung von Gomez intensiv

Der BVB verfolgt die Entwicklung von Gomez intensiv. Über einen Mitarbeiter der Scouting-Abteilung gebe es einen regelmäßigen Kontakt und eine permanente Rückmeldung zu seinen Leistungen, bestätigt Gomez. Auch zu einigen BVB-Spielern bestehe noch Kontakt. Ob es Sinn macht, im Sommer zurückzukehren, werde die Zeit zeigen, sagt Gomez. „Momentan konzentriere ich mich nur auf Huesca.“

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