BVB-Stürmer Haaland will bei Dortmund bleiben – er hat noch viel vor

Borussia Dortmund

Erling Haaland hat sich bewusst für Borussia Dortmund entschieden, an einen vorzeitigen Abschied denkt er nicht. Auch weil der BVB-Stürmer noch viel vor hat.

Dortmund

, 26.06.2020, 10:38 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB-Stürmer Erling Haaland (l.) jubelt mit Julian Brandt.

BVB-Stürmer Erling Haaland (l.) jubelt mit Julian Brandt. © picture alliance/dpa

Erling Haaland ist ein verrückter Typ. Torinstinkt und Humor sind beim BVB-Stürmer in etwa gleich stark ausgeprägt. Ebenso die Leidenschaft für den Fußball. Richtig ausleben kann er diese Leidenschaft bei Borussia Dortmund, darum hat er auch bewusst diesen Weg eingeschlagen, wie er im Interview mit der Funke Mediengruppe verrät. Erling Haaland erzählt aber noch mehr von sich.

Das sagt BVB-Stürmer Erling Haaland über...

... seine Wunschliste: „Deutsch lernen, jeden Tag ein bisschen. Tore: check! Die Gelbe Wand genießen: check – bis Corona uns und die Fans voneinander getrennt hat. Aber das bekommen wir ab der kommenden Saison hoffentlich bald wieder hin. Und das Derby gewinnen: check!“

... sein erstes halbes Jahr in Dortmund: „Puh, also verrückter als mit dieser ganzen Corona-Geschichte hätte es kaum laufen können. Wenn wir nur über den Sport sprechen: Wir sind Zweiter und happy damit, aber natürlich hätten wir das Rennen mit den Bayern gerne länger offengehalten.“


... das verlorene Titelrennen: „Mit einem besseren Resultat im direkten Duell mit ihnen (FC Bayern München, Anm. d. Red.) wäre das Rennen auch länger eng geblieben. Insgesamt haben wir eine starke Rückrunde gespielt, erst recht unter diesen merkwürdigen Umständen nach der langen Pause und ohne Fans, die uns sonst den letzten Push geben. Aber: Leider haben wir eben auch beide Spiele gegen Bayern verloren – ohne diese Punkte wird es aufgrund ihrer Stärke doppelt schwierig, am Ende vor ihnen zu landen.“

... seine Ziele für die nächste Saison: „Wir wollen natürlich Spiele gewinnen, so viele wie möglich, in allen Wettbewerben. Ich will mit dem BVB etwas erreichen, nicht immer nur Zweiter werden, sondern wenn es geht auch Titel gewinnen. Wir sollten uns Ziele setzen, wir wollen angreifen, auch möglichst viele Tore schießen, wozu ich als Stürmer natürlich meinen Beitrag leisten will. Wenn wir Spaß haben an dem, was wir tun, sollten wir auch erfolgreich sein.“


... seinen Torinstinkt: „Es gehört viel dazu, neben harter Arbeit für einen Stürmer auch der Wille und die Überzeugung, dahin zu gehen, wo der Ball sein wird, um ihn dann ins Tor zu schießen. Das kann manchmal auch weh tun, manchmal ist der Verteidiger auch noch schneller. Aber man muss clever sein und es vor allem immer und immer wieder probieren.“

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... einen Angriff auf die Torjägerkanone: „Ich werde an dieser Stelle gewiss kein Duell ausrufen, und es ist auch nicht allein er (Bayern-Stürmer Robert Lewandowski, Anm. d. Red.), der viele Tore schießen kann. Aber natürlich werde ich mich auch nicht bremsen.“


... BVB-Coach Lucien Favre: „Er hat mir offensichtlich schon sehr dabei geholfen, besser zu werden. Ich habe viele Tore auf einem noch mal höheren Niveau erzielt, und wir haben als Team mit ihm viele Spiele gewonnen. Das alles spricht für sich.“

... den BVB als mögliche Durchgangsstation: „In solchen Kategorien denke ich nicht. Ich denke auch nicht zu viel an die Zukunft, sondern ich lebe in der Gegenwart und entscheide jeweils im Hier und Jetzt, was das Beste für meine Karriere ist. Aus diesem Grund habe ich mich im Winter aus voller Überzeugung für den BVB entschieden. Dortmund ist einer der größten Klubs der Welt, und ich habe hier einen langfristigen Vertrag unterschrieben und bin – wie Sie sagen – gerade erst angekommen. Deshalb denke ich überhaupt nicht darüber nach, den Klub schon wieder zu verlassen.“

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... seine Entscheidung, zu Borussia Dortmund zu wechseln: „Weil ich zu einem Klub wollte, bei dem ich eine hohe Aussicht auf regelmäßige Einsätze habe. Viel zu spielen ist für einen Spieler in meinem Alter mit das wichtigste. Hier konnte ich mich von Anfang an zeigen, in allen Wettbewerben, bis hin zu den K.o.-Spielen in der Champions League. Das ist keineswegs selbstverständlich, und es gibt mir ein gutes Gefühl, dass es so gekommen ist, wie die Verantwortlichen es mir in den Gesprächen dargestellt hatten.“

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