BVB sendet mit dem 4:0 ein wichtiges Signal gegen die aufkeimende Unruhe

Berauschender Fußball

Borussia Dortmund sendet mit dem 4:0 gegen Leverkusen ein wichtiges Signal gegen die aufkeimende Unruhe. Der BVB muss sich erst freischwimmen, spielt dann aber berauschenden Fußball.

Dortmund

, 14.09.2019, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB sendet mit dem 4:0 ein wichtiges Signal gegen die aufkeimende Unruhe

Doppelpack gegen Leverkusen: BVB-Kapitän Marco Reus (r.). © imago

Es gab viele offene Fragen vor diesem Spiel des BVB gegen Bayer Leverkusen. Die nach der Einstellung der Mannschaft zum Beispiel, die nach der taktischen Herangehensweise, für die sich Trainer Lucien Favre entscheiden würde - und vor allem auch die nach dem Personal. Letztere beantwortete Favre mit Manuel Akanji im Abwehrzentrum und Axel Witsel auf der Position im defensiven Mittelfeld. Thomas Delaney rückte ein wenig überraschend für Julian Weigl in die Startelf. Weigl nahm erstmals in dieser Saison nur auf der Bank Platz. Lukasz Piszczek musste kurzfristig wegen muskulärer Probleme passen.

Plan des BVB geht mit zunehmender Spielzeit auf

Die Fragen nach der taktischen Herangehensweise und die nach der Einstellung beantworteten die BVB-Profis auf dem Platz nach einer knappen Viertelstunde, die unter Abtastphase abgestempelt werden durfte. Dortmund setzte phasenweise auf hohes Pressing, ließ sich aber auch immer mal wieder fallen, um auf Konter zu lauern. Mit zunehmender Spielzeit ging der Plan immer besser auf und der BVB wurde zunehmend griffiger. Erstmals gefährlich vor dem Leverkusener Tor wurde es nach einem Standard-Hattrick des BVB, Raphael Guerreiro, dieses Mal Linksverteidiger, trat einen guten Freistoß aus dem Halbfeld, Jadon Sancho brachte eine gefährliche Ecke in den Bayer-Strafraum, Marco Reus‘ Freistoß von links verpasste Mats Hummels nur haarscharf (15.).

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Bundesliga, 4. Spieltag: BVB - Bayer 04 Leverkusen 4:0 (1:0)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen.
14.09.2019
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Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen.© dpa
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Es war gewissermaßen der Startschuss für die BVB-Offensive. Nach 24 Minuten hatten die Fans den Jubelschrei gleich zweimal auf den Lippen. Paco Alcacer legte zehn Meter vor dem Tor wunderbar ab auf Reus, der an Lukas Hradecky scheiterte, Brandt hatte den Abstauber auf dem Fuß, doch Hradecky war erneut zur Stelle und rettete spektakulär. Der BVB blieb auch in der Folge, obwohl er vor dem Seitenwechsel nur 35 Prozent Ballbesitz hatte, das gefährlichere Team. Und als Hakimi gegen Karim Bellarabi und Nadiem Amiri mutig den Ball eroberte und maßgenau auf Alcacer flankte, zappelte die Kugel im Netz - 1:0 (28.).

Akanji spielt wie ausgewechselt

Die Werkself, die insgesamt selbstbewusst auftrat in der ersten Hälfte, aber nur zu Halbchancen kam, weil sie auch vielversprechende Umschaltmomente leichtfertig liegen ließ, geriet kurz ins Wanken. Der BVB verpasste es in dieser Phase, entscheidend nachzulegen und hatte Pech, dass Bayers Jonathan Tah erst Thomas Delaneys Schuss handspielverdächtig abblockte und Achraf Hakimis Nachschuss nur den Weg an Hradeckys Hände und schließlich an die Unterkante der Latte fand (33.).

In der zweiten Hälfte kam Bayer mit Leon Bailey für Amiri - und mit viel Schwung aus der Kabine. Erst hatte Bailey das 1:1 auf dem Fuß, dann lief Bellarabi mutterseelenallein auf Roman Bürki zu, vergab aber kläglich. Gejubelt wurde dann auf der anderen Seite. Der dieses Mal sehr aufmerksame Manuel Akanji schickte Sancho auf die Reise, der bediente Alcacer im Zentrum, der instinktiv über den Ball stieg und so Reus perfekt in Szene setzte: Der Kapitän schloss überlegt ab - 2:0 (50.).

Reus setzt den Schlusspunkt beim BVB

Das Polster sorgte für Ruhe und Selbstbewusstsein im BVB-Spiel. Die Borussia schaffte es in der Folge weitestgehend, die Leverkusener Offensive zu kontrollieren. Kai Havertz versuchte es nach einer guten Stunde mal aus spitzem Winkel, aber Bürki war auf dem Posten, Bailey köpfte knapp am Tor vorbei, viel mehr war nicht. Als Raphael Guerreiro mit seinem 3:0 nach 83 Minuten und Reus mit seinem 4:0 kurz vor dem Schlusspfiff endgültig für klare Verhältnisse sorgten, durfte Lucien Favre durchaus mit einer gewissen Zufriedenheit feststellen, dass er auf die vielen Fragen vor diesem Spiel ausnahmslos die richtigen Antworten gefunden hatte.

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