BVB-Profi Mahmoud Dahoud bekommt mehr Konkurrenz: Zukunftspläne stehen

dzBorussia Dortmund

Für Mahmoud Dahoud wird es nach Jude Bellinghams Wechsel zum BVB nicht leichter bei Borussia Dortmund. Die Perspektive ist zwar düster, doch die Pläne für die Zukunft stehen schon.

Dortmund

, 22.07.2020, 19:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch das dritte Jahr war letztendlich kein gutes für Mahmoud Dahoud bei Borussia Dortmund. Zwar durfte der ehemalige U21-Nationalspieler für sich beanspruchen, nach der Corona-bedingten Bundesliga-Unterbrechung dreimal von Beginn an gespielt zu haben, aber dann folgte das vorzeitige Saison-Aus. Es war das jähe Ende einer nicht zufriedenstellenden Spielzeit.

BVB-Profi Dahoud im Unglück: „nicht schlimme Knieverletzung“

Eine „nicht schlimme Knieverletzung“ habe Dahoud sich beim 0:1 gegen den FC Bayern München zugezogen, teilte der BVB Ende Mai mit. Eine genaue und offizielle Diagnose blieb aus. So oder so war die Verletzung, ein Anriss des Innenbandes, schlimm genug, um an weiteres Fußballspielen in der Rückrunde nicht mehr denken zu können. Unter dem Strich standen für Dahoud in der Saison 2019/2020 wie schon in der Saison 2018/2019 nur 14 Pflichtspiel-Einsätze für Borussia Dortmund zu Buche.

Der erhoffte Entwicklungsschritt des Mittelfeldspielers ist einmal mehr ausgeblieben. Und es muss die Frage erlaubt sein, wie groß die Chancen noch sind, dass sich für Dahoud in seinem vierten Jahr in Dortmund plötzlich alles zum Guten wendet. Seit vergangenem Montag ist Jude Bellingham offiziell Mitglied der BVB-Familie. Der 17-jährige Engländer, der nach seinem Abschied bei Birming City rassistisch beleidigt wurde, ist der teuerste Teenager, den Borussia Dortmund jemals verpflichtet hat (23 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Boni). Er ist genau für die Position vorgesehen, für die auch Dahoud 2017 für zwölf Millionen Euro festgeschriebene Ablöse aus Mönchengladbach geholt wurde: für das zentrale Mittelfeld – oder als Achter, als Box-to-Box-Player, als Zwischenraumspieler, um es zeitgemäßer zu umschreiben.

Für Mo Dahoud wird es nicht leichter beim BVB

Es wird also gewiss nicht leichter für Dahoud beim BVB. Die Geduld der Bosse neigt sich dem Ende entgegen, auch wenn BVB-Sportdirektor Michael Zorc die Personalie am Donnerstag im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten nicht kommentieren wollte. Bellinghams Verpflichtung darf und muss auch als Signal an Dahoud verstanden werden – und es ist freilich kein Signal, das Dahoud jubeln lässt, er rückt in der Hierarchie noch weiter nach hinten. Axel Witsel und Emre Can liegen vor ihm, Bellingham ebenfalls, auch Thomas Delaney hat vermutlich einen kleinen Vorsprung. Es sieht nicht wirklich gut aus.

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Trotzdem gilt ein Wechsel Dahouds in diesem Sommer aktuell eher als unwahrscheinlich. Der gut dotierte Vertrag des 24-Jährigen beim BVB läuft noch bis 2022. Sein Berater Reza Fazeli erklärte im April gegenüber „Sky“: „Mo will nicht wechseln. Er will bei Borussia Dortmund bleiben und sich durchsetzen.“ Dem Vernehmen nach hat sich an diesem offiziellen Standpunkt wenig bis nichts verändert. Zur Wahrheit gehört dabei vermutlich auch, dass es in Corona-Zeiten und nach drei durchwachsenden Jahren in Dortmund schwer bis unmöglich wäre, für Dahoud einen Verein zu finden, der ihn ähnlich fürstlich bezahlt wie der BVB. Dazu käme die Ablöse-Forderung des Klubs, allenfalls ein Leihgeschäft scheint derzeit überhaupt realistisch.

Dahoud will in der Vorbereitung wieder angreifen beim BVB

Immerhin ist man in Dahouds Umfeld optimistisch, dass das Knie bis zum Trainingsauftakt des BVB keine gravierenden Probleme mehr bereitet. Spätestens im Trainingslager im Schweizerischen Bad Ragaz will Dahoud einmal mehr um seine Chance bei den Schwarzgelben kämpfen – und um das Vertrauen von Trainer Lucien Favre, der ihn einst in Mönchengladbach zum Bundesliga-Profi machte. Viertes Jahr, neues Glück. Ganz vielleicht.

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