BVB ohne Schürrle und Durm gegen Schalke

172. Revierderby

Mit viel Optimismus, aber ohne die verletzten Andre Schürrle und Erik Durm geht Borussia Dortmund ins 172. Revierderby gegen den FC Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr). BVB-Trainer Thomas Tuchel hat auf der Pressekonferenz über personelle Alternativen, die besondere Stimmung des Revierduells und den Schlüssel zum Derbysieg gesprochen.

DORTMUND

, 31.03.2017, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

BVB-Trainer Thomas Tuchel über...

 

… sein Personal: "Es sah schon einmal besser aus. Neben Mario Götze, Marco Reus und Sebastian Rode werden uns auch Andre Schürrle und Erik Durm am Samstag fehlen. Durm hat sich im Training eine muskuläre Verletzung zugezogen, Schürrle kam verletzt von der Nationalmannschaft zurück. Er hat gegen Aserbaidschan recht früh einen fiesen Tritt abbekommen und hat deshalb starke Schmerzen im Bereich der Achillessehne."

… die Nationalmannschafts-Rückkehrer Christian Pulisic und Shinji Kagawa als mögliche Schürrle-Alternativen: "Shinji sah sehr frisch aus - überraschenderweise. Er ist ein erfahrener Spieler und kann mit dem Jetlag umgehen. Er fühlt sich deshalb sehr gut und ist in Derbys immer sehr torgefährlich. Sein Vorteil ist auch, dass er aus dem Osten zurückgekommen ist, anders als Christian. Er ist noch ein sehr junger Spieler und hat zuletzt viel gespielt. Dazu die Reisestrapazen und die Art und Weise, wie er in Amerika - zu Recht - gehyped wird. Das hat Spuren hinterlassen. Er hat am Donnerstag nicht trainiert. Wir müssen abwarten, wie er das wegsteckt. Ich gehe aber fest davon aus, dass er im Kader ist. Und damit ist er auch ein Kandidat für die Startelf."

… die Ausgangslage vor dem Derby: "Die Tabellensituation ist egal. Die Mannschaft, die in der Gesamtkonstellation klar vor der anderen steht, weiß genau, dass sie mit einem Sieg alles auf den Kopf stellen kann. Wir fahren nach Schalke, um dort zu gewinnen. Wir wissen, wie schwer das wird, aber wir trauen uns das zu."

… die Erkenntnisse aus dem Hinspiel (0:0): "Sie spielen inzwischen in einer anderen Systematik. Wir müssen daher abwarten, wie sie es diesmal machen. Die Art und Weise, wie das Hinspiel gelaufen ist, wird deshalb in der Vorbereitung nicht die ganz große Rolle spielen."

… die Herangehensweise ans Derby: "Es ist der Klassiker: Ohne Kampf, ohne Einstellung und ohne die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen, kann es nicht funktionieren. Schalke spielt sehr körperlich, führt viele Zweikämpfe und wird das emotionale Momentum betonen. Wir erwarten demnach eine sehr emotionale Schalker Mannschaft."

… die Derby-Atmosphäre auf Schalke: "Die Atmosphäre bei uns ist ein bisschen besser als dort, das ist ja normal. (lacht) Nein, von der Atmosphäre ist es immer so, das bleibt auch beim vierten Mal so. Es fühlt sich an wie ein Halbfinale im DFB-Pokal. Es passiert automatisch, dass am Samstag um 15.29 Uhr alles anders ist. Alles ist etwas wackliger, etwas instabiler als normal. Die Entscheidungen sind noch einen Tick wichtiger. Jeder weiß, dass jeder Fehler entscheidend sein kann und man ihn erst in einem Jahr wieder korrigieren kann. Wir wissen, gegen welche Energie wir uns am Samstag zu wehren haben."

… Alltagserfahrungen rund ums Derby: "Leute, die bei uns klingen, also der Postbote zum Beispiel, wünschen uns viel Erfolg - aber das tun sie eigentlich immer. Ich persönlich fand es sehr ruhig in den letzten Tagen. Alle sind positiv und optimistisch."

… über die Gespräche mit Pierre-Emerick Aubameyang auf dem Trainingsplatz: "Diese Gespräche finden fast täglich statt. Wenn schönes Wetter ist, auch mal draußen. Wir haben dabei nicht bedacht, dass 50 Meter weiter die Objektive auf uns gerichtet waren und wir dann in Erklärungsnot auf der Pressekonferenz kommen."

… die Neuverpflichtung Mahmoud Dahoud: "Er ist wahnsinnig gut, deshalb haben wir uns auch sehr lange um ihn bemüht, schon in der letzten Saison. Wir haben alles dafür gegeben, dass er kommt, und nie locker gelassen. Es ist eine große Freude, dass es jetzt geklappt hat. Mehr möchte ich zu ihm aus Respekt vor Mönchengladbach derzeit nicht sagen."

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