BVB-Niederlagen immer vor Champions-League-Spielen?

Vierte Heimpleite

Die 1:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach war bereits die vierte Heimpleite der laufenden Saison für den BVB – und die vierte vor einem Champions-League-Spiel. Einen direkten Zusammenhang zur Königsklasse wollte am Samstag jedoch kein Dortmunder herstellen.

DORTMUND

, 15.03.2014, 19:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Enttäuschte Borussen (v.l.): Milos, Jojic, Julian Schieber, Erik Durm und Sokratis.

Enttäuschte Borussen (v.l.): Milos, Jojic, Julian Schieber, Erik Durm und Sokratis.

Vor der Niederlage gegen Mönchengladbach verlor die Mannschaft von Jürgen Klopp bereits gegen Bayern München (0:3), Bayer Leverkusen (0:1) und den Hamburger SV (0:3) am Spieltagen, auf die ein Champions-League-Spiel folgte. Ein Trend, der in der Liga wichtige Punkte kostete – und der die direkte Qualifikation für die Königsklasse rapide erschwert.

Besteht also ein Zusammenhang? Beim BVB bestreitet man das vehement. „Nein, das Achtelfinalspiel gegen Zenit war noch nicht in unseren Köpfen. Die Niederlage gegen Gladbach hat damit nichts zu tun“, erklärte Marvin Ducksch, der dem BVB fast noch zum Ausgleich verholfen hätte, dessen Tor zum 2:2 jedoch nicht anerkannt wurde.Kapitän Sebastian Kehl meinte mit Blick auf die Niederlage in Hamburg vor dem Hinspiel gegen St. Petersburg: „Man kann unser Spiel gegen Gladbach damit überhaupt nicht vergleichen. Gegen den HSV war die Art und Weise unseres Auftretens ganz anders. Am Samstag haben wir alles investiert und viel versucht, aber zwei blöde Gegentore kassiert. Das war insgesamt kein wirklich schlechtes Spiel von uns.“ Fakt war allerdings, dass sich der BVB in Hälfte eins seltsam passiv verhielt und nie ins gewohnte Pressing ging. Stattdessen ließen die Schwarzgelben im eigenen Stadion Gladbach in aller Ruhe das Spiel aufbauen – und kamen selbst nur selten in gute Abschlusssituationen.

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Weil man zudem in der Defensive zweimal böse patzte und dabei mehrmals einen Schritt langsamer war als die Gäste, stand es zur Pause 0:2. Spät erst legten die Dortmunder den Schalter um und bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf. Zu spät, wie sich letztlich herausstellen sollte.

Der positive Eindruck der vergangenen Wochen wurde durch die erneute Heimpleite erheblich getrübt. Pfiffe von den enttäuschen Fans im Stadion waren die Folge. Doch die Nähe der Niederlagen zu internationalen Auftritten hat für den BVB auch etwas Gutes: Erreicht er am Mittwoch das Viertelfinale der Champions League, kippt die Stimmung ganz schnell wieder in die andere Richtung. Punkte in der Liga gibt es dafür aber nicht – und das könnte sich am Saisonende noch rächen.

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