BVB-Legenden unterliegen Liverpool 2:3 - Schiedsrichterin verhindert Watzke-Debüt

Traditionsduell in Hongkong

Die Legendenmannschaft des BVB verliert in Hongkong das Prestigeduell gegen den FC Liverpool mit 2:3. Die Schiedsrichterin verhindert in letzter Sekunde das Debüt von Hans-Joachim Watzke.

Dortmund

, 08.06.2019 / Lesedauer: 3 min
BVB-Legenden unterliegen Liverpool 2:3 - Schiedsrichterin verhindert Watzke-Debüt

Hans-Joachim Watzkes Debüt für die BVB-Legendenmannschaft platzte in letzter Sekunden. © imago

Es begann stimmungsvoll beim Asien-Gastspiel der Dortmunder Legendenmannschaft gegen die „Legends“ des FC Liverpool, es ging stimmungsvoll weiter während der 2 x 40 Minuten. „You’ll never walk alone“ , die Fußballhymne schlechthin, begleitete die beiden Teams in Hongkong vor 20.993 Zuschauern in die etwas in die Jahre gekommene Arena, auf dem Rasen zeigten die Stars von einst dann, dass sie nichts verlernt haben. Nach dem Sieg des BVB im ersten Vergleich im September 2018 hatten die im Schnitt deutlich jüngeren „Reds“ diesmal nicht unverdient die Nase vorn.

Tingas Ehrgeiz ist ungebrochen

Nicht immer machten die Beine noch mit, was der Kopf befahl. Doch immer wieder blitzte bei den Legenden das alte Können auf. Der Ehrgeiz jedenfalls war ungebrochen, nicht nur beim Brasilianer Tinga, der im zentralen defensiven Mittelfeld wie früher die Fäden zog, oder bei Mladen Petric, der von seiner Torgefahr nichts eingebüßt hat.

Petric war es auch, der nach Zuspiel von Mohamed Zidan die Liverpooler Führung durch Salif Diao (5.) egalisierte (21.). Kurios der postwendende zweite Gegentreffer durch Patrick Berger, der wie Karl-Heinz Riedle auf BVB-Seite in seiner Profikarriere für beide Teams aktiv war. Der Brasilianer Ewerthon, schon früher Mann für die wichtigen Tore (2002 gegen Bremen, der Treffer, der die Meisterschaft perfekt machte), egalisierte nach einer knappen halben Stunde.

Fowler trifft per Elfmeter

In der zweiten Hälfte drängte Dortmund bei schweißtreibenden 30 Grad auf die Führung, Petric setzte sich mit einem schönen Solo über außen durch, fand aber nicht den Fuß von Jan Koller (55.). Vier Minuten später scheiterte er an Liverpools Torhüter Sander Westerveld.

Stattdessen musste Roman Weidenfeller auf der anderen Seite den Ball aus dem Netz holen, gegen den Elfmeter von Robbie Fowler war er machtlos (69.). Jörg Heinrich hatte den immer noch quirligen Luis Garcia zuvor nur per Foul stoppen können.

Fehlende Arbeitserlaubnis

Auf eine „Waffe“ von der Bank musste der BVB übrigens kurzfristig verzichten. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stand zwar mit der Rückennummer zehn als Ergänzungsspieler auf dem Spielberichtsbogen, doch weil sein Visum keine Arbeitserlaubnis beinhaltete, platzte das Debüt des 59-Jährigen kurz vor dem Anpfiff.

Den Vorsprung verteidigten die „Reds“ schließlich mit Herz und Leidenschaft. Und freuten sich über die gelungene Revanche für das 2:3 in Dortmund beinahe wie über wichtige Siege früher. Liverpool gegen Dortmund ist schließlich nach wie vor ein Prestigeduell. Und auch die Fans, die den BVB am Flughafen euphorisch begrüßt hatten, hatten ihren Spaß.

BVB: Weidenfeller - Evanilson, Lee, Cesar, Tinga, Kringe, Owomoyela, Lambert, Petric, Ewerthon, Koller, Riedle, Heinrich, Stevic, Zidan
Tore: 1:0 Salif Diao (5.), 1:1 Petric (21.), 1:2 Patrick Berger (22.), 2:2 Ewerthon (29.), 2:3 Robbie Fowler (69., Foulelfmeter)
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