BVB-Kapitän Marco Reus muss weiter auf sein Comeback warten

Borussia Dortmund

Marco Reus äußert sich zum Stand seiner Verletzung. Den BVB-Kapitän plagen aber auch andere Sorgen, er vertraut dabei ganz auf die Regierung.

Dortmund

, 05.05.2020, 14:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Kapitän Marco Reus.

BVB-Kapitän Marco Reus. © Kirchner Media

Fußballprofi Marco Reus könnte den noch für Mai erhofften Neustart der Bundesliga wegen seiner langwierigen Verletzung verpassen. Reus selbst sieht sich auf einem guten Weg und kurz vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining.

BVB-Kapitän Marco Reus: „Ich bin gut im Soll“

„Ich bin gut im Reha-Plan, die Corona-Krise war mein Glück, ich hatte etwas mehr Zeit, die Verletzung auszukurieren“, sagte der 30-Jährige in einem RTL/ntv-Interview, das per Videoschalte geführt wurde. „Ich bin gut im Soll, ich habe ja mal gesagt, dass ich im Mai wieder zurückkehren möchte - und jetzt hoffe ich, dass es so geschieht“, erklärte der Nationalspieler. „Wann genau das ist, kann ich noch nicht sagen.“

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Zuletzt hatte Reus nach langer Verletzungspause gesundheitliche Fortschritte gemacht. Der offensive Mittelfeldspieler hatte sich am 4. Februar beim Pokal-Aus der Borussia in Bremen eine hartnäckige Muskelverletzung in den Adduktoren zugezogen. Seit dem 20. April ist er wieder im Einzeltraining.

Das sagt BVB-Kapitän Marco Reus...


... über die Maskenpflicht: „Wenn ich mir ein Brötchen oder so hole, bin ich natürlich mit der Maske unterwegs. Das sollte bei jedem so sein.“


... über die Corona-Regeln: „Für die Bevölkerung und meine Mitmenschen ist das schwierig. Aber wenn es hilft, bin ich natürlich voll dabei. Wenn die Regierung sagt, wir sollen das einhalten, dann tun wir das natürlich auch. Auf dem Platz und privat - nur meiner Frau und meinem Kind bin ich noch sehr nah.“

... über den Abstand zu seiner Familie: „Man würde sich über eine Umarmung mal wieder freuen. Das kennt man ja eigentlich und jetzt fällt das weg. Das ist eine Gesamtsituation, die für alle nicht zufriedenstellend ist. Aber wir müssen einfach den Leuten vertrauen, die das vorgeben. Wenn wir das befolgen, werden wir vielleicht in näherer Zukunft unsere Freiheit wieder genießen können.“


...cüber seine Sorgen als Mensch: „Ich bin erst seit einem Jahr Familienvater, aber auch da ändert sich schon etwas. Ich muss aber auch sagen, dass wir in unserer Situation ein privilegiertes Leben haben. Wir können bei schönem Wetter in den Garten gehen. Aber es gibt euch Leute, die haben keinen Garten und keinen Balkon. Ich bin ein Mensch, der sehr positiv denkt. Ich hoffe, dass wir gemeinsam da rauskommen.“

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... über seine Sorgen als Spieler: „In erster Linie muss man sagen, dass wir alle drei Tage getestet werden. Solange sich jeder bei uns daran hält, dann wird da wenig passieren. Aber natürlich denkst du darüber nach, wie es weitergeht. Das größte Ding ist, dass wir nicht in Panik verfallen sollten. Das ist für uns alle neu und wir müssen uns an die Situation gewöhnen.“


... über eine Wiederaufnahme der Bundesliga: „Sofern die Infektionszahlen wieder runtergegangenen sind und andere Bereiche wieder gelockert werden, bin ich dafür. Im Endeffekt muss es überall weitergehen. Wir wollen natürlich auch unserem Job nachgehen - so wie jeder andere auch.“

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... über mögliche Geisterspiele: „Ich weiß noch, wie wir in Paris das erste Geisterspiel hatten. Es ist wichtig, dass man sich im Kopf damit auseinandersetzt. Man wird bestimmt im Stadion ab und zu trainieren, um diese Atmosphäre kennenzulernen. Das ist keine alltägliche Situation und es wird spannend, wie andere damit umgehen werden.“


Mit dpa-Material

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