BVB II geht mit zwei Rückkehrern ins Heimspiel gegen Ahlen

Regionalliga West

Der BVB II peilt im Heimspiel gegen RW Ahlen den sechsten Saisonsieg an. Trainer Enrico Maaßen begrüßt zwei Rückkehrer im Kader - und hat klare Pläne für seine Abwehr.

Dortmund

, 16.10.2020, 23:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stehen dem BVB II gegen Ahlen wieder zur Verfügung: Philipp Harlaß (M.) und Kolbeinn Finnsson.

Stehen dem BVB II gegen Ahlen wieder zur Verfügung: Philipp Harlaß (M.) und Kolbeinn Finnsson. © imago / Thomas Bielefeld

Sieben Spiele, fünf Siege, zwei Remis - die Zwischenbilanz des BVB II ist zweifelsfrei hervorragend. Bisher erweist sich Dortmunds U23 als spielerisch wie kämpferisch gewiefte Truppe. Enrico Maaßens Mannschaft ist (überraschend) schnell zusammengewachsen, führt die Tabelle mit zwei Zählern Vorsprung an - und geht ins Heimspiel gegen Rot Weiss Ahlen am Samstag (14 Uhr, Stadion Rote Erde) als klarer Favorit.

BVB-Trainer Maaßen: „Brauchen gegen den Ball eine klare Struktur“

Der Regionalliga-Aufsteiger Ahlen ist zwar dürftig gestartet, hat gerade mal vier Punkte aus sieben Spielen eingefahren. Dennoch erwartet Maaßen eine anspruchsvolle Aufgabe. „Der Gegner war in den vergangenen Spielen sehr variabel, sie werden sowohl pressen als auch kompakt verteidigen und übers Umschaltspiel kommen. Sie haben gute Fußballer in ihren Reihen, sind vorne mit schnellen Leuten besetzt.“

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Also gelte es, „eine gute Ballqualität“ zu haben und „gut abzusichern“. Maaßen bekräftigt: „Wir brauchen gegen den Ball eine klare Struktur und Aggressivität.“ Wie immer sei es nötig, „ganzheitlich gut zu sein“, fordert er. Denn: „In dieser Liga ist es nie einfach.“ Das war in der vergangenen Woche sehr gut ersichtlich, als der Borussia gegen Außenseiter Wegberg-Beeck erst in der Schlussphase das 3:2-Siegtor gelang.

BVB II gegen Ahlen ohne Unbehaun und Knauff

Davor verpasste sie es, Chancen zu nutzen, wurde von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters zurückgeworfen und leistete sich einen Aufbaufehler vor dem ersten Gegentreffer, als Keeper Stefan Drljaca patzte. Er wird auch gegen Ahlen wieder im Tor stehen, während Philipp Harlaß, zuletzt mit einer Fußprellung nicht spielbereit, und Kolbeinn Finnsson, der bei der U21-Nationalelf Islands tätig war, ins Aufgebot zurückkehren. Letzterer ist wegen der Reisestrapazen noch kein Kandidat für die Startelf, so Maaßen.

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Trotz dieser Tatsache und des erneuten Fehlens von Luca Unbehaun und Ansgar Knauff bleibt er personell gut präpariert - und auch hinsichtlich der Abwehrsituation entspannt. Wegen des längerfristigen Ausfalls von Henri Weigelt stehen dem BVB II nur noch drei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung: Niklas Dams, Maximilian Hippe und Lennard Maloney.

BVB-Defensive ist personell auf Kante genäht

Ist einer dieses Trios nicht dienstfähig, muss Maaßen improvisieren. Pläne dafür seien aber längst vorhanden, sagt der 36-Jährige. Zum einen könnte er seine Dreierreihe auflösen. „Gegen Herne und Horn in der Vorbereitung haben wir mit Viererkette gespielt“, erinnert Maaßen, der zudem die Vierer-Verteidigung regelmäßig üben lässt.

Und zum anderen gebe es noch interne Alternativen für den Job in der Dreierreihe, etwa Sechser Franz Pfanne oder Migel-Max Schmeling und Finnsson, die oft links außen positioniert sind. Sie alle, glaubt Maaßen, könnten „zur Überbrückung“ im hintersten Zentralbereich auflaufen. Gewiss: Bestenfalls bleiben das Gedankenspiele. Gegen Ahlen sind zum Glück für den BVB II alle drei geübten Innenverteidiger dabei.

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