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Borussia Dortmund trifft in der Champions League im neuen Jahr erneut auf Tottenham Hotspur. Die Londoner entwickeln sich zum Dauer-Sparringspartner – und haben einen BVB-Experten im Team.

Dortmund

, 17.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Keine Vier Minuten gespielt – schon lagen die Borussen zurück. Der BVB hatte sich viel vorgenommen in England. Aber niemand konnte Heung-Min Son auf der rechten Abwehrseite halten. Déjà-Vu für den BVB: Mit dem Süd-Koreaner waren die Schwarzgelben noch nie wirklich zu Recht gekommen.

Immer wieder traf er in der Vergangenheit gegen Borussia Dortmund: ob im Dress des Hamburger SV, dem der Leverkusener oder auch für Tottenham. Son spielte insgesamt zehnmal gegen den BVB und erzielte dabei acht Tore. Zweimal traf er im Trikot des HSV sogar doppelt gegen den BVB (beide Male in der Saison 2012/13).

Mit breiter Brust zum Duell im vergangenen Jahr

Mit breiter Brust reiste der BVB zum bis dato letzten Aufeinandertreffen mit Tottenham, am 21. November 2017, nach London. Sicher würde man in der Gruppe mit Real Madrid und Apoel Nikosia mit Tottenham mindestens um den zweiten Platz streiten – so die Erwartung.

Zwei Jahre zuvor hatte man die Engländer erst deutlich in der Europa League geschlagen (3:0 Heim, 2:1 Auswärts). Außerdem war der BVB mit dem neuen Trainer Peter Bosz mit sieben Punkten aus drei Spielen, ohne Gegentor, in die Bundesliga gestartet. So rechneten sich alle in Schwarzgelb gute Chancen auf das Achtelfinale der Champions League aus. Aber Heung-Min Son hatte früh etwas dagegen.

BVB-Defensive weist große Lücken und fehlendes Tempo auf

Der BVB glich schnell durch Andrey Yarmolenko in der 11. Minute aus. Der Ukrainer schlenzte sehenswert aus der Distanz ins lange Eck. Aber wieder taten sich Lücken auf der rechten BVB-Abwehrseite auf. Harry Kane wuchtete sich, kurz nach dem Ausgleich, durch mehrere Verteidiger hindurch. Er zeigte abermals die Tempo-Defizite der BVB-Defensive auf und vollendete zum 2:1 in der 14. Minute. In der 60. Minute war es wieder Kane, der auf 3:1 stellte. Ein erster Dämpfer in der BVB-Saison.

BVB gegen Tottenham: Ausgeglichene Bilanz und ein Dortmund-Experte bei den Engländern

Von der BVB-Defensive meist kaum einzufangen: Tottenhams Heung-Min Son (r.). © imago

Vor dem Rückspiel sah die Ausgangslage weniger rosig für die Borussen aus. Dortmunds Talfahrt in der Liga kam gerade richtig ins Rollen: nur 13 Punkte aus den letzten neun Liga-Spielen, seit dem Hinspiel gegen die Spurs. Und besonders in der Champions League gab die Mannschaft kein gutes Bild ab. Sie hatte gerade die ersten beiden Punkte der Gruppenphase gesammelt – in zwei Spielen gegen Nikosia, wo eher sechs eingeplant waren. Der BVB verlor auch in Dortmund gegen Tottenham.

Die Borussen konnten durch Aubameyang in der 31. Minute in Führung gehen. Doch Harry Kane (49.) und, wie sollte es anders sein, Heung-Min Son (76.) drehten für Tottenham das Spiel. Borussia Dortmund schied in der Gruppenphase aus der Champions League aus, konnte sich aber immerhin trotz Punktgleichheit mit Nikosia (beide zwei Punkte) auf den dritten Platz schieben und somit in der Europa League überwintern.

Und täglich grüßt Tottenham

In dem zweithöchsten Pokalwettbewerb Europas waren die Borussen zwei Saisons zuvor (2015/16) erst auf Tottenham getroffen. Heung-Min Son traf auch dort gegen Dortmund (beim 1:2 in London) – allerdings weniger folgenschwer. Der BVB hatte deutlich die Nase vorn. Die Londoner schienen nicht alle Mühe und Kraft in diesen, in England eher unbeliebten, Wettbewerb zu stecken.

Die Bilanz ist nach vier Duellen ausgeglichen, Tottenham entwickelt sich, langsam aber sicher, zum Dauer-Sparringspartner in Europäischen Pokalwettbewerben und bringt wieder den BVB-Experten Heung-Min Son mit in die Duelle.

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