BVB-Fans sollen Stadion fernbleiben - Polizei will hart durchgreifen

Borussia Dortmund

BVB gegen Schalke wird zum Geisterderby, die Polizei will das mit „starken Kräften vor Ort“ sicherstellen. Dortmunds Oberbürgermeister Sierau richtet einen Appell an die Fans.

Dortmund

, 13.05.2020, 14:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Szenen wie diese will die Dortmunder Polizei am Samstag unbedingt verhindern.

Szenen wie diese will die Dortmunder Polizei am Samstag unbedingt verhindern. © dpa

„Wir wollen dafür werben, dass nicht Unvernunft eintritt“, sagte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Stadt, Polizei und Verein. Gemeint ist das Revierderby Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr/live im TV). Stadt und Polizei wollen Fans-Ansammlungen unbedingt verhindern.

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Sierau appelliert an die Vernunft der BVB-Fans

Ziel sei es, so Sierau, dass „die Null beim Derby steht - aber die Null bei der Infektionskette“. Es soll „keine Neuinfektionen durch das Derby geben“, fordert der Dortmunder Oberbürgermeister. Damit das klappt, appelliert er an die Vernunft der Fans. „Wir möchten gerne, dass die Fans, die das Derby verfolgen, sich zurückhalten“, sagt er. Beim Torjubel solle man möglichst Abstand halten und „auch an die Gesundheit der anderen denken, mit denen man das Derby zusammenguckt.“ Auf ein Rudelgucken sollen die Fans zudem komplett verzichten.

Wie genau die Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit der Polizei ihr Konzept umsetzen will, ist noch nicht sicher. „Wir arbeiten an einer Lösung, die Ansammlungen verhindert - das werden wir vor dem Derby noch bekannt geben. Wir werden nicht zulassen, dass das Spiel für politische Süppchenkochereien missbraucht wird“, sagte Sierau mit Blick auf die Corona-Demos.

Revierderby: Polizei Dortmund steht vor großer Herausforderung

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange setzt dabei nicht allein auf die Vernunft der Fans. Zwar unterstreicht er die Forderungen des Oberbürgermeisters, zeigt aber auch Konsequenzen bei möglichem Fehlverhalten auf. „Wir als Polizei werden uns vorbereiten. Die Fußballfans haben am Samstag die Chance zu zeigen, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs kein Fehler war“, sagte er. „Wir als Polizei werden mit starken Kräften vor Ort sein. Wir werden konsequent einschreiten bei Ansammlungen, wenn es nicht anders zu lösen ist.“

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Dass sich die Polizei für alle Fälle wappnet, hat offenbar damit zu tun, dass sie die „Bedrohungslage“ nicht richtig einschätzen kann. „Ein Geisterspiel ist nicht nur für die Fußballverantwortlichen und die Stadt, sondern auch für die Polizei unbekanntes Terrain“, erklärte Lange. Es sei eine Herausforderung, an diesem Spieltag einen „vernünftigen, guten und ordentlichen Ablauf“ hinzubekommen.

Keine Bestrebungen der organisierten BVB-Fanszene

Borussia Dortmund selbst geht davon aus, dass sich die eigenen Fans vernünftig verhalten werden. BVB-Organisationschef Dr. Christian Hockenjos ist sicher, dass es „von Seiten der organisierten Fanszene keine Bestrebungen gibt, zum Stadion zu gelangen“.

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