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Borussia Dortmund

BVB-Einzelkritik: Can geht in Wolfsburg voran – Malen setzt seine Serie fort

Emre Can präsentiert sich beim 3:1-Sieg des BVB in Wolfsburg als Führungsspieler. Donyell Malen setzt seine Serie fort. Und Erling Haaland wirft die Tormaschine direkt wieder an. Die Einzelkritik.

Kämpferisch eine der besten Saisonleistungen des BVB: Die Borussen drehen das Spiel in Wolfsburg. Emre Can übernimmt Verantwortung, Donyell Malen trifft erneut – und Erling Haaland benötigt nur acht Minuten. Die BVB-Einzelkritik zum 3:1-Sieg:

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Gregor Kobel: Kaum war er nach hinten ins Tor gelaufen, da lenkte Weghorst eine Flanke mit der Brust an ihm vorbei ins Tor, da war der Schweizer machtlos (2.). Bei Flanken und Standards in der Luft zur Stelle, auch gegen Lukebakio (20., 79.). Insgesamt ein starker Rückhalt. Note: 2,0



Thomas Meunier:
Dauer(b)renner auf der rechten Seite, gegen Wolfsburgs Nmecha nur mit angezogener Handbremse im Vorwärtsgang. Bei den Zuspielen manchmal nicht präzise genug, dadurch gingen mehrere Bälle verloren. Seine Seite hielt er meistens dicht. Wie so oft laufstärkster Borusse mit 11,87 Kilometern, dazu die meisten Sprints (33). Note: 3,0



Manuel Akanji:
Öfter am Ball als Hummels, stark bei den Zuspielen. Gegen den langen Weghorst auch physisch voll gefordert. Bekam ein paar Schläge und Tritte ab, schlug sich aber wacker und klärte bei vielen gefährlichen Szenen wie gegen Weghorst (66.) oder Waldschmidt (67.). Bester Zweikämpfer (53 Prozent). Note: 2,0

Mats Hummels: Fehlte unter der Woche rotgesperrt in vielerlei Hinsicht. Mit ihm im Abwehrzentrum stand die Defensive sicherer. Vor dem 0:1 hätte er zur Grundlinie absichern können. Sortierte seine Reihen, hielt Kopf und Körper in die Flanken und Torschüsse, lief Bälle ab. Gut! Note: 2,5



Nico Schulz:
Nach dem fatalen Aussetzer in Lissabon schenkte ihm Trainer Marco Rose erneut sein Vertrauen. Nach 90 Sekunden wieder auf dem falschen Posten, über seine Seite fiel das 0:1 (2.). Immer wieder konnten Baku und Lukebakio gefährlich vorstoßen. Famoser Volleyschuss, der an den Pfosten klatschte (47.). Zunehmend sicherer und mit besserer Körpersprache. Note: 3,5



Julian Brandt:
Linker Flügel. Defensiv hätte Schulz vor der Pause mehr Hilfe benötigt, offensiv zu selten zielstrebig. Müsste sich mehr Abschlüsse zutrauen, auch wenn vier Torschussvorlagen sehr ordentlich sind. Verausgabe sich in Hälfte zwei mit viel Laufarbeit auch in der Abwehr (insgesamt 11,84 km) völlig und initiierte das 3:1 in der Entstehung und mit der Vorlage. Ein gutes Spiel. Note: 2,5

Emre Can: Für seine Rote Karte bei Sporting zurecht gerügt, in Wolfsburg auf Wiedergutmachung aus. Gleich durchsetzungsstark (2.), betont robust. Führte viele Zweikämpfe und gewann die Mehrzahl davon (27/14). Kurbelte das Spiel auch aus dem Zentrum heraus immer wieder mit an, klaute Bälle (37.). Übernahm Verantwortung, den Elfmeter setzte er sicher (35.). Tadellos, so lange die Kraft reichte. Note: 2,0



Mahmoud Dahoud:
Ballbeschleuniger, der im Zentrum öfter aufdreht, scharfe Pässe mit hohen Packing-Raten spielt. Das tut dem Aufbau gut. Auch mit einem guten Abschluss (12.). Gegen den Ball gefällig, wenn er aggressiv draufgehen kann. Muss er in die Rückwärtsbewegung, fehlt manchmal der Kompass. Sehr ordentliches Startelf-Comeback. Note: 3,0



Marco Reus:
Von Anfang an auf der Zehnerposition viel präsenter als in Lissabon auf dem Flügel. Suchte gleich das Tor (1.). Als er mit Tempo in die Tiefe ging und Brandt hinterlief, konnte ihn Lacroix nur mit einem Foul stoppen – Strafstoß (33.). Der Ausgleich, eine Tablette – weiter ging’s. Das Zuspiel vor Malens Tor brachte ihm den achten Assist in der Liga. Hätte selbst noch treffen können. (86.). Note: 2,5

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Bundesliga, 13. Spieltag: VfL Wolfsburg – BVB 1:3 (1:1)

Donyell Malen: Viel im Raum vor Wolfsburgs Dreierkette unterwegs, Läufe in die Tiefe hätten mehr geholfen. Anspielbar und willig, problematisch bleibt die Entscheidungsfindung, etwa in der 16. Minute, als er schießt statt zu passen. Zehn Minuten nach der Pause machte er es richtig: Vier schnelle Schritte, Schuss aus 18 Metern, Tor. Haltbar, aber das war dem jubelnden Holländer egal. Drittes Pflichtspieltor in Serie. Note: 2,0



Marius Wolf:
24 Tage nach dem Muskelfaserriss kehrte der Wolf bei den Wölfen zurück aufs Feld. Als Rechtsaußen gelangen ihm wenig Durchbrüche, dafür kämpferisch wie immer in Ordnung. Nach einer Stunde war der Akku leer. Note: 3,5


Ansgar Knauff (62. für Wolf):
Sein Auftrag: Mit seinem Tempo bei Kontern für Gefahr sorgen. ohne Note

Erling Haaland (72. für Malen): Das ersehnte Comeback des Heilsbringers. Erster Abschluss nach 15 Sekunden, der zweite saß, als er eine perfekte Flanke von Brandt über die Linie drückte (80.). Da war die Torfabrik gerade mal acht Minuten wieder auf dem Platz. ohne Note



Dan-Axel Zagadou
(84. für Schulz) und Axel Witsel (84. für Can) kamen erst in der Schlussphase in die Partie. ohne Note

Über den Autor
BVB-Redaktion
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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