BVB bereitet sich auf die Rückrunde vor - was Sie zum Winter-Trainingslager wissen müssen

dzBorussia Dortmund

In Marbella bereitet sich der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga auf die zweite Saisonhälfte vor. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Wintertrainingslager des BVB.

Dortmund

, 04.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Nach Weihnachten und Silvester in Dubai oder auf den Malediven rief die triste Pflicht. Borussia Dortmunds Profis kehrten bei Nieselregen und 2 Grad Celsius am Donnerstag ins Trainingszentrum in Brackel zurück.

Was stand am Donnerstag auf dem Programm?

Von 7 Uhr morgens an mussten die ersten Spieler zur Leistungsdiagnostik antreten. Die führte der BVB diesmal - begleitet von Sportwissenschaftlern - auf dem eigenen Trainingsgelände durch. Bis zum späten Nachmittag nahmen Mediziner und Athletiktrainer Spieler unter die Lupe, unter anderem mit einer Spiro-Ergometrie auf dem Laufband. Die ermittelten Daten geben Aufschluss über den Fitnesszustand und die richtigen Belastungsbereiche für die Vorbereitungsphase.


Sind alle Spieler fit?

Die zuletzt verletzten Paco Alcacer (Muskelfaserriss) und Dan-Axel Zagadou (Fuß-Stauchung) erschienen vor Ort. Große Sorgen bereitet Manuel Akanji, der nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich aus dem Spiel bei Fortuna Düsseldorf am 18. Dezember immer noch über Schmerzen in der Leistengegend klagt. Er soll weitergehend untersucht werden und reist erst einmal nicht nach Marbella.

Als weiterer Innenverteidiger stößt Amos Pieper aus der U23 zum Kader, ebenso U19-Talent Tobias Raschl.


Wie geht es weiter?

Um 10 Uhr startet am Freitag der BVB-Flieger. Sonne und Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius erwarten die Borussen in Marbella an der spanischen Costa del Sol - und jede Menge Arbeit. Trainer Lucien Favre kann seine Spieler acht Tage lang unter besten Bedingungen in Form bringen. Bei den Fitnesswerten gab es in der Hinrunde nichts zu meckern, die Grundlagen für die zweite Saisonhälfte werden in Spanien gelegt. „Wir müssen weiter arbeiten“, erklärt Favre nimmermüde.

BVB bereitet sich auf die Rückrunde vor - was Sie zum Winter-Trainingslager wissen müssen

In Marbella stehen zwei Testspiele auf dem Programm: am 7. Januar (16 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf, am 11. Januar (17 Uhr) gegen Feyenoord Rotterdam (jeweils live auf Sport1 und bei uns im Live-Ticker) © imago

Wie ist die Stimmung im Kader?

Ziemlich gut nach der glänzenden ersten Saisonhälfte. Mario Götze meint: „Wenn wir so weitermachen und die Kleinigkeiten beachten, bin ich positiv gestimmt.“ Sein Kapitän Marco Reus hofft, „dass wir alle gesund bleiben und weiter unsere Leistung bringen. Dann ist einiges möglich.“ Und Christian Pulisic, der den Klub im Sommer verlassen wird, verrät: „Wir alle fühlen, dass dieses Jahr ,unser Jahr‘ werden könnte, und wir werden alles daran setzen, einen Top-Saisonabschluss zu haben.“

Wen hat Favre im Fokus?

Vor allem die vielen jungen Spieler, die teils weit über die Erwartungen hinaus starke Leistungen abgeliefert haben. Bei Jadon Sancho (18), Jacob Bruun Larsen (20), Achraf Hakimi (20) und Dan-Axel Zagadou (19) wären Schwankungen eigentlich normal. Favre betont: „Sie haben noch viel Potenzial, sich zu verbessern.“ Er werde mit ihnen „sehr seriös arbeiten“, damit sie weitere kleine Fortschritte machen. Das, so Favre, gelte aber auch für die gesamte Mannschaft.


Was tut sich noch im Kader?

Ziel bleibt es, die Trainingsgruppe zu verkleinern. Nach Sebastian Rode (per halbjähriger Leihe zu Eintracht Frankfurt) könnten weitere Spieler den Klub verlassen. Shinji Kagawa sucht einen aufnehmenden Klub, der seinen Vorstellungen bei Gehalt und sportlicher Perspektive entspricht. In seiner Karriere habe er immer wieder versucht, in Spanien zu spielen. „Bisher hat es nicht geklappt. Deswegen will ich es unbedingt realisieren“, sagte er. Doch Abnehmer finden sich nicht, wie er dem japanischen Magazin „Soccer King“ bestätigte.

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In Südamerika halten sich vehement Gerüchte, dass der BVB um Innenverteidiger-Talent Leonard Balerdi (19) von den Boca Juniors aus Buenos Aires buhlt. Bei den Personalien Dzenis Burnic, Jeremy Toljan oder Alexander Isak gibt es keine neuen Meldungen. Ein Wechsel von Maximilian Philipp zum VfB Stuttgart ist vom Tisch.


Und sonst noch?

Der BVB spart. Und zwar Gehalt. Nicht nur für Rode, sondern auch für Ex-Trainer Peter Bosz. Der Niederländer war vertraglich bis zum Sommer 2019 an den Klub gebunden, übernimmt aber den wankelmütigen Ligakonkurrenten Bayer Leverkusen. Macht unterm Strich bis zu fünf Millionen Euro weniger an Ausgaben im Lizenzspielerbereich.

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