BVB äußert sich zur Vertragsverlängerung von Bürki – Warten auf Hakimi

dzBorussia Dortmund

BVB-Torwart Roman Bürki steht kurz vor der Verlängerung, die Konkurrenz im Werben um Achraf Hakimi wird dafür größer. Borussia Dortmund hat nicht die besten Karten.

Dortmund

, 10.06.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer gerne zwischen den Zeilen liest, darf durchaus auf die Idee kommen, dass es in den Vertragsgesprächen zwischen Torwart Roman Bürki und Borussia Dortmund vorangeht. Ende Mai haben beide Lager die Gespräche nach Informationen der Ruhr Nachrichten wieder aufgenommen, die bereits seit Anfang des Jahres geführt werden, aber wegen der Corona-Krise zwischenzeitlich auf Eis lagen.

BVB-Sportdirektor Zorc führt „gute Gespräche“ mit Bürki

Michael Zorc, der Dortmunder Sportdirektor, der gewiss nicht im Verdacht steht, in der Öffentlichkeit besonders gerne und unvorsichtig Wasserstandsmeldungen zur Kaderplanung des BVB abzugeben, und bisher immer darauf verwies, dass es „keinen neuen Stand“ gebe, sagte am Mittwoch im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten: „Wir befinden uns in guten Gesprächen.“

Das klingt zwar noch nicht nach Vollzug, aber schon einmal nach mehr als in den vergangenen Wochen – und an der grundsätzlichen Bereitschaft beider Parteien, die Zusammenarbeit über den Sommer 2021 hinaus auszudehnen, gibt es bereits seit Längerem keine wirklichen Zweifel mehr, auch wenn kürzlich eine Meldung aus England die Runde machte, Bürki stehe beim FC Chelsea aus London sehr weit oben auf der Wunschliste. Der 29-jährige Schweizer hatte in der Vergangenheit stets beteuert, er könne sich eigentlich nichts anderes vorstellen, als weiterhin für den BVB zu spielen. Zudem sei eine Vertragsverlängerung in Dortmund keine Frage des Geldes.

Zukunft von Hakimi beim BVB weiterhin ungeklärt

Während Bürki und der BVB also wohl noch länger gemeinsame Wege gehen werden, ist die Zukunft Achraf Hakimis nach RN-Informationen noch ungeklärt. Zwar ist die Faktenlage eindeutig und Hakimi kehrt nach dieser Saison erst einmal zu seinem Stammverein Real Madrid zurück, doch der BVB hofft noch darauf, Hakimi vielleicht ein weiteres Jahr ausleihen zu können.

Zu groß erscheint die Wahrscheinlichkeit allerdings nicht, dass der 21-jährige Marokkaner, der in dieser Spielzeit bereits 19 Torbeteiligungen (neun Tore, zehn Vorlagen) in 42 Pflichtspielen für den BVB gesammelt hat, auch in der nächsten Spielzeit die rechte Dortmunder Seite bearbeitet. Erst einmal wird Real Madrid Hakimis Qualitäten im Sommer selbst genau unter die Lupe nehmen – und selbst wenn Zinedine Zidane, unter dem Daniel Carvajal als Rechtsverteidiger gesetzt ist, keine ausreichende Verwendung für das Eigengewächs Hakimi haben sollte, ist längst nicht gesichert, dass die Königlichen Hakimi noch einmal verleihen.

An Interessenten für Hakimi mangelt es nicht

Auch das große Real Madrid, das nach jetzigem Stand in der nächsten Saison 37 (!) Spieler in seinem Kader zählt, muss in diesem Sommer womöglich Spieler verkaufen und Ablösesummen generieren, um Geld in die von der Coronakrise gebeutelten Kassen zu spülen. Wer im Fußballgeschäft viel Umsatz erwirtschaftet, erleidet derzeit auch die größten Umsatzeinbußen. Insofern könnte ein Verkauf Hakimis am Ende die interessantere Option für Real sein als eine weitere Leihe.

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Mittlerweile scheint Hakimis Zukunft jedenfalls nicht mehr zwangsläufig in Dortmund oder in Madrid zu liegen – und das macht es für den BVB, der Hakimis Ablöse – wenn überhaupt – nur im Falle eines Sancho-Verkaufs stemmen könnte, nicht einfacher. An Interessenten für den Außenverteidiger mangelt es auf dem Transfermarkt nicht, auch das ist keine gute Nachricht für den BVB.

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