Der BVB gewinnt das turbulente Topspiel bei RB Leipzig mit 1:0. Bester Borusse ist Torhüter Roman Bürki. Auf ungewohnter Position überzeugt erneut Julian Weigl. Die Einzelkritik.

Leipzig

, 19.01.2019 / Lesedauer: 4 min

Roman Bürki: Nach vier Minuten riss der Schweizer gegen Werners Kopfball die Fäuste nach oben, nach neun Minuten packte er gegen Kampls Distanzschuss sicher zu. Direkt nach der Pause war Bürki erneut zur Stelle, als er Sabitzers Schuss aus kürzester Distanz abwehrte (48.). Nach einer guten Stunde sorgte er dann für einen großen Schreckmoment, als er wegrutschte, den Ball verlor und seinen Fauxpas mit viel Glück und Courage gegen Werner reparieren konnte (63.). In der Schlussphase ein sicherer Rückhalt. Größte Tat: Seine starke Parade gegen Sabitzers Riesenchance (74.). Note: 1,5


Lukasz Piszczek: Der Vize-Kapitän führte den BVB aufs Feld, weil Reus mit Sprunggelenksproblemen passen musste. Auf der rechten Abwehrseite wartete jede Menge Arbeit auf den Routinier, hatte gerade mit Werners immensem Tempo seine Probleme - und setzte trotzdem vorne einen entscheidenden Akzent: Piszczek verlängerte Guerreiros Ecke vor die Füße von Witsel, der das 1:0 für den BVB besorgte (19.). Note: 3,0

Julian Weigl: Der gelernte Mittelfeldspieler durfte - beziehungsweise musste - wie schon vor der Winterpause gegen Gladbach wieder als Aushilfs-Innenverteidiger ran. Rauschte nach einer knappen halben Stunde einmal an Werner vorbei, erledigte seine Aufgabe ansonsten aber sehr ordentlich - und verteidigte, was zu verteidigen war gegen in Durchgang zwei stürmische Leipziger. Note: 2,5

Abdou Diallo: Mehr als 45 Testspielminuten waren in der Winter-Vorbereitung nicht drin für den Franzosen, der gegen RB aber trotzdem von Beginn an verteidigte, weil sich in der zurückliegenden Woche auch noch Ömer Toprak verletzt hatte. Er mache sich deshalb keine Sorgen, erklärte Lucien Favre kurz vor dem Spiel, das werde schon klappen. Und tatsächlich merkte man Diallo die fehlende Spielpraxis nicht wirklich an. Nach 40 Minuten tauchte er dann sogar vorne auf, köpfte nach Guerreiros Freistoß aber knapp links vorbei. Note: 3,0


Achraf Hakimi: Der junge Marokkaner erhielt hinten links den Vorzug vor Marcel Schmelzer. Rutschte nach einer guten halben Stunde spektakulär an Delaneys schlampigem Zuspiel vorbei, wobei ihn keine Schuld traf. Entwickelte nach vorne nicht so viel Wucht wie über weite Teile der Hinrunde, was freilich auch an Leipzigs gefährlicher Offensivabteilung lag. Hakimi war defensiv gefordert - und damit sehr gut ausgelastet. Note: 3,5


Thomas Delaney: Der Malocher im BVB-Mittelfeld bekam jede Menge Arbeit. Delaney warf alles rein, leistete viel Gegenwehr, stieß fußballerisch gegen die griffigen Leipziger aber ein ums andere Mal an seine Grenzen. Sein Fehlpass nach einer guten halben Stunde leitete die größte RB-Chance in Durchgang eins ein. Note: 3,5


Axel Witsel: Der BVB-Mittelfeldchef war - wie schon so oft in der Hinrunde - sehr präsent. Und er schoss - wie schon im Hinspiel - ein wichtiges Tor für den BVB. Nach Guerreiros Ecke und Piszczeks Kopfballverlängerung hämmerte der Belgier die Kugel zur BVB-Führung unter die Latte (19.). Hinten rettete er in höchster Not gegen Laimers Abschluss (33.). In Hälfte zwei unauffälliger, aber ein insgesamt starker Auftritt. Note: 2,0

Jadon Sancho: Der junge Engländer hatte Probleme, sich gegen die gute Leipziger Defensive zu behaupten. Ließ sich nach Götzes Traumpass noch einfangen (52.). Der Glanz aus der Hinrunde war das noch nicht wieder. Note: 4,0


Maximilian Philipp: Der Offensivallrounder rückte für den verletzten Reus auf die Zehnerposition, die er schon in der Winter-Vorbereitung bekleidet hatte. Anders als in den Testspielen aber klappte wenig bei Philipp. Nach 53 Minuten hatte er das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte allerdings an Gulacsis Fußspitze. Nach 79 Minute machte er Platz für Alcacer. Note: 4,0


Raphael Guerreiro: Der Portugiese agierte sehr ballsicher - und trat tolle Standards. Seine Ecke leitete das 1:0 ein (19.), sein Freistoß auf Diallo bescherte eine weitere gute Chance (40.). Ließ sich kurz nach der Pause zu einfach von Konate auswackeln. Nach 76 Minuten für Pulisic runter. Note: 3,0


Mario Götze: Borussias Edeltechniker hatte einen schweren Stand gegen die Leipziger Abwehr-Türsteher Upamecano und Konate, doch nach 52 Minuten blitzte seine Extraklasse auf, als er mit einem perfekten Ball in die Schnittstelle die gesamte Leipziger Defensive aushebelte und Sancho auf die Reise schickte. Eine Minute später setzte er Philipp in Szene - und steigerte sich in der zweiten Hälfte merklich. Note: 3,5


Christian Pulisic: Kam in der 76. Minute für Guerreiro und half mit, den knappen Sieg über die Zeit zu retten. ohne Note


Paco Alcacer: Betrat nach 79 Minuten für Philipp den Platz und verpasste mit seinem Lattentreffer in der 90. Minute die Entscheidung. ohne Note


Marius Wolf: Kurz vor Schluss für Sancho rein. Siegprämie eingesackt. ohne Note

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