Bosz steht vor einigen Fragen - Ginter vor Wechsel

BVB bastelt am Kader

Seit Samstag, 1. Juli, ist Peter Bosz nun auch ganz offiziell neuer Trainer von Borussia Dortmund. Ab dem 7. Juli nimmt der 53 Jahre alte Nachfolger von Thomas Tuchel dann die Trainingsarbeit auf, die ersten Leistungstests stehen am Freitag auf der Agenda. Bis dahin wird hinter den Kulissen am Kader für die neue Spielzeit gebastelt - und es gibt noch viele offene Fragen.

DORTMUND

, 03.07.2017, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bosz steht vor einigen Fragen - Ginter vor Wechsel

Seit Samstag ganz offiziell BVB-Trainer: Peter Bosz.

Die drängendste dieser Fragen bleibt die nach der Zukunft von Pierre-Emerick Aubameyang. Was wird aus dem exzentrischen Stürmerstar, der sich in der vergangenen Saison mit 31 Treffern die Torjäger-Kanone in der Bundesliga sicherte und insgesamt 40 Tore in 46 Pflichtspielen für den BVB erzielte?

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Ein Wechsel nach China steht nach wie vor im Raum. Heißester Anwärter ist Tianjin Quanjian FC, der jüngst beim 1. FC Köln wegen Anthony Modeste abblitzte. Ein offizielles Angebot der Chinesen für Aubameyang ist nach Informationen dieser Redaktion aber bislang immer noch nicht auf der Geschäftsstelle am Rheinlanddamm eingegangen.

Ad-hoc-Pflicht?

Käme eine ernst zu nehmende Offerte für den 28-jährigen Gabuner, wäre die Wahrscheinlichkeit übrigens sehr hoch, dass der börsennotierte BVB eine Ad-hoc-Mitteilung herausgeben würde. Zwar gibt es keine generelle Regel, wann der Klub dazu verpflichtet ist, aber bei hinreichender Transferwahrscheinlichkeit und einem Angebot im hohen zweistelligen Millionenbereich – kolportiert wird eine Ablösesumme von 70 bis 80 Millionen Euro – würde der BVB seine Anleger wohl über diesen Vorgang informieren.

Im Fall Ousmane Dembélé wäre das vermutlich anders. Denn selbst bei einem astronomischen Angebot für den 20 Jahre alten Franzosen, der bei den Schwarzgelben einen Vertrag bis 2021 besitzt, wären die Verantwortlichen der Borussia nicht verhandlungsbereit. Keine hinreichende Transferwahrscheinlichkeit gleich keine Ad-hoc-Mitteilung, so lautet vereinfacht dargestellt die Formel der Klub-Bosse. Und die Aussage von Sportdirektor Michael Zorc ist eigentlich unmissverständlich: „Es gibt keine Verhandlungen. Ousmane wird auch nächste Saison beim BVB spielen.“

Ginter vor Wechsel

Dembélé dürfte also noch mindestens ein Jahr in Dortmund bleiben. Bei dem einen oder anderen Spieler ist das deutlich weniger gewiss. Bei Matthias Ginter ist ein Abgang inzwischen sehr wahrscheinlich. Der Nationalspieler steht vor einem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach. Schon diese Woche könnte Ginter von der einen zur anderen Borussia verkauft werden – und der BVB rund 15 Millionen Euro auf der Einnahmeseite verbuchen.

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Auch sonst ist die Liste der Namen, die für einen Verkauf oder ein Leihgeschäft infrage kommen, im derzeit 34-köpfigen Kader lang: Neven Subotic, Joo-Ho Park, Felix Passlack, Sebastian Rode, Mikel Merino, Emre Mor, Alexander Isak und eben Aubameyang.

Bosz wartet ab

Peter Bosz möchte sich, so ist aus dem Vereinsumfeld zu hören, zunächst von möglichst allen Spielern ein persönliches Bild machen. Bis jetzt basieren seine Eindrücke zum Großteil auf dem Studium von Videomaterial. Erst wenn die Erfahrungen aus der Praxis, vom Trainingsplatz, von den ersten Testspielen hinzukommen, wird er klarer benennen können, mit wem er fest plant – und mit wem nicht. 

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