Alassane Plea zum BVB? Das sagen unsere Experten

dzBVB-Gerüchtecheck

In der Gerüchteküche brodelt es rund um den BVB – wie in jedem Sommer. Aktuell geht es um Torjäger Alassane Plea. Wir erklären, wo das Gerücht herkommt und bewerten, was dran ist.

Dortmund

, 23.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Wie lautet das Gerücht?

Alassane Plea, Stürmer in Diensten von Borussia Mönchengladbach, soll angeblich bei Borussia Dortmund auf dem Einkaufszettel stehen. Das berichtet das Portal „Yahoo France“. Auch die BILD diskutiert den Namen als möglichen BVB-Neuzugang.

Was zeichnet den Spieler aus?

Alassane Plea hat eine gute erste Bundesliga-Saison hinter sich. Er stand an allen 34 Spieltagen für die Borussia vom Niederrhein auf dem Platz und erzielte zwölf Tore. Außerdem traf er in der ersten Pokalrunde dreimal. 15 Tore in 35 Pflichtspielen – diese Bilanz kann sich sehen lassen. Plea ist schnell angekommen in Mönchengladbach und in der Bundesliga.

BVB-Trainer Lucien Favre hat beim OGC Nizza, Favres vorheriger Trainerstation, bereits mit dem 26-jährigen Franzosen zusammengearbeitet. Der Spieler schwärmt noch heute von der gemeinsamen Zusammenarbeit. „Favre hat mich vor dem Tor zu einem Killer gemacht“, sagt Plea über seinen ehemaligen Trainer.

Was sagt unser BVB-Experte Tobias Jöhren?

Richtig ist, dass Borussia Dortmund auf dem Transfermarkt weiter Ausschau nach einem Stürmer hält. „Wir halten die Augen offen“, sagt Sportdirektor Michael Zorc. Trotzdem ist es mehr als unwahrscheinlich, dass der gesuchte Stürmer Alessane Plea heißen wird, allein schon des Geldes wegen.

Plea ist erst vor einem Jahr aus Nizza nach Mönchengladbach gewechselt, immerhin für stolze 23 Millionen Euro. Sein Vertrag bei der Gladbacher Borussia läuft noch bis 2023, Plea wäre also, sofern Gladbach überhaupt darüber nachdenken sollte, nach Thorgan Hazard noch einen Leistungsträger in Richtung Dortmund ziehen zu lassen, ein extrem kostspieliger Neuzugang. Gleichzeitig hat der BVB für Mats Hummels, Julian Brandt, Nico Schulz und eben Hazard bereits deutlich über 100 Millionen Euro ausgegeben, jetzt liegt der Fokus erst einmal darauf, den Kader zu verkleinern und Ablösesummen zu generieren.

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Plea ist also schlichtweg zu teuer – und wenn Favre ihn unbedingt im BVB-Trikot hätte sehen wollen, hätte er ihn vergangenes Jahr aus Nizza weglotsen können. Doch Favre, der ohnehin nicht zwingend von der Notwendigkeit eines klassischen Stoßstürmers überzeugt ist, wollte lieber Paco Alcacer als Plea.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der BVB folglich in einem deutlich niedrigeren Preissegment nach einem neuen Angreifer umsieht, ist um ein Vielfaches größer als die Wahrscheinlichkeit, dass Alassane Plea nächste Saison in Schwarzgelb stürmt. - Unsere Gerüchtecheck-Ampel:

Alassane Plea zum BVB? Das sagen unsere Experten

Rot = der Wahrheitsgehalt des Gerüchts äußerst gering; gelb = es ist nicht ausgeschlossen, dass an dem Gerücht etwas Wahres dran ist; grün = ein Transfer ist gut möglich.

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