Achraf Hakimi glänzt bei BVB-Sieg mit Turboantritten - Hazard weckt Dortmund auf

dzEinzelkritik

Achraf Hakimi glänzt beim BVB-Sieg gegen den VfL Wolfsburg mit Turboantritten, Thorgan Hazard weckt Dortmund nach dem Seitenwechsel auf. Die Borussen in der Einzelkritik.

Dortmund

, 02.11.2019, 18:02 Uhr / Lesedauer: 3 min

Marwin Hitz: Blieb im Tor, obwohl die Nummer eins fit auf der Bank saß. Wenig beschäftigt, bis er in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einer Kopfballverlängerung von Wolfsburgs Brooks am zweiten Pfosten Kopf und Kragen riskieren musste. Der Zusammenprall mit dem Aluminium blieb ohne Nachwirkungen. War dann zur Stelle, als Santos frei vor ihm auftauchte (68.). Verhinderte damit eine späte Aufholjagd der Gäste. Note: 2,5


Lukasz Piszczek: Der schnelle Roussillon schaltete sich über seine Seite immer wieder mit nach vorne ein, auch Lukas Nmecha wich gern auf Piszczeks Seite aus. Blieb daher in seinem 300. Bundesliga-Spiel vor allem in seiner defensiven Rolle, die er auch nach der Halbzeit zum Großteil solide ausfüllte. Offensiv trat er kaum in Erscheinung. Note: 3,5


Manuel Akanji: Spektakulär sein Sturz, als ihn Nmecha im Strafraum unterlief (43.). Konnte weiterspielen und war in seinem Kerngeschäft bis zur Pause solide unterwegs. Nach der Pause mit wenig Problemen gegen Weghorst, der als einsame Spitze zu wenig Unterstützung bekam. Note: 3,0


Mats Hummels: Mit guter Antizipation hatte er im Zweikampf einige Male die Nase vorn, fünf seiner acht Duelle gewann er. Er verlor allerdings einen fast entscheidenden, als Nmecha den Ball klug an ihm vorbeilegte und er Hummels mit Riesenschritten stehen ließ. Die Latte rettete für den BVB-Abwehrchef (22.). 49 Ballkontakte zur Pause, das war der Dortmunder Top-Wert bis dahin. Am Ende Dortmunds bester Zweikämpfer mit einer abgeklärten Leistung. Note: 2,5

Raphael Guerreiro: Trieb mit einem Sololauf quer vor der eigenen Abwehr seinem Trainer früh die Schweißperlen auf die Stirn. Hielt sich mit offensiven Vorstößen bis zur Pause zurück, hatte aber nach Wiederbeginn die bis dahin beste Chance. Verzog den Schuss aus spitzem Winkel aber deutlich (47.). Beim zweiten Mal machte er es besser, platziert landete sein Ball flach im langen Eck (58.). Auch danach offensiv deutlich aktiver. Note: 2,5


Julian Weigl: Sorgte mit einem Distanzschuss für den ersten Abschluss der bis dahin feldüberlegenen Dortmunder (15.) und führte in den ersten 45 Minuten die meisten Zweikämpfe (18). Gut auch nach der Pause seine Zweikampfbilanz, obwohl er sich schon verwarnt zurückhalten musste. Viel unterwegs, stopfte etliche Löcher. Note: 3,0


Mahmoud Dahoud: Seine zweite Startelfberufung nach dem 2:2 gegen Werder Bremen. Blieb ohne große Aktionen bis zur Pause, ein missglückter Befreiungsschlag ins Zentrum sorgte für eine gute Wolfsburger Schussposition (20.). Brandt verschaffte ihm eine tolle Schussposition, Wolfsburgs Keeper Pervan blockte den Schuss (67.). Sehr bemüht, trennte sich aber einige Male zu spät vom Ball. Nach 68 Minuten machte er für Witsel Platz. Note: 3,5

Achraf Hakimi glänzt bei BVB-Sieg mit Turboantritten - Hazard weckt Dortmund auf

© Deltatre

Achraf Hakimi: Diesmal für Sancho auf der rechten Offensivseite. Zweimal setzte er sich im Dribbling gut durch, die anschließende Flanke aber misslang jeweils. Im Zweikampf ließ er sich gegen die deutlich robusteren Wolfsburger zu leicht abkochen. Gutes Auge dann beim Pass auf 1:0-Torschütze Hazard, als er den Befreiungskopfball von Brooks perfekt annahm und schnell weiterleitete (52.). Tolles Solo entlang der Außenlinie (56.). Mit seinem Tempo wurde er dann zunehmend zum Problem für die Wölfe, eine seiner nun deutlich gefährlicheren Hereingaben verpasste Brandt nur knapp (77.). Blieb bis zum Schluss auf dem Gaspedal - der Marokkaner scheint nie müde zu werden. Note: 2,0


Marco Reus: Kehrte nach muskulären Problemen in die Startelf zurück, früh im Zweikampf mit Jerome Roussillon am Sprunggelenk getroffen (15.). Danach zur Behandlung an der Seitenlinie, aber mit dem frühen Signal, dass es nicht mehr weitergeht. Machte dann Platz für Mario Götze (28.). ohne Note


Thorgan Hazard: Viele Ungenauigkeiten führten zu einer Passquote von unter 70 Prozent zur Pause. Bezeichnend für seine bis dahin unauffällige Leistung die Szene in der 43. Minute, als er sich mit dem eingewechselten Mario Götze uneinig war und den Mitspieler anschoss. Steigerte sich nach der Pause deutlich und sorgte mit einem trockenen Rechtsschuss für die erlösende Führung (52.). Starkes Solo quer zur Strafraumlinie, dem nur die Krönung versagt blieb (80.). Scheiterte dann nochmal an Pervan. Nur seine Ecken bleiben ausbaufähig. Note: 2,5

Achraf Hakimi glänzt bei BVB-Sieg mit Turboantritten - Hazard weckt Dortmund auf

© Deltatre

Mario Götze: Hatte einen schweren Stand gegen Wolfsburgs robuste Innenverteidiger. Wich daher sehr oft ins Mittelfeld aus, wo er immer anspielbar war und Übersicht zeigte. In der Box ohne Durchschlagskraft, das kam aber nicht unerwartet. Ein schönes Zeichen der Mitspieler, dass er den Elfmeter schießen durfte. Verwandelte sicher. Note: 3,0


Julian Brandt: Beweglich und mit gutem Auge als Neuneinhalber, aber schwach in seiner Zweikampfführung. Gewann nur drei seiner zehn Duelle bis zur Pause. Klasse dann sein Pass in den Lauf von Hakimi (67.), das gab ihm nach einigen Fehlpässen zuvor noch einmal Schwung. Hazard verpasste ein zweites Tor nach seiner schönen Vorarbeit (86.). Flankte gegen Brumas Hand, dafür gab es Elfmeter. Note: 3,0


Axel Witsel (70. für Dahoud) und Paco Alcacer (89. für Brandt) kamen spät ins Spiel und bleiben ohne Note.

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