1:0 in Berlin - BVB bleibt das 16. Spiel in Serie ungeschlagen

Die Serie hält

Knapp 800 Kilometer von der deutschen Hauptstadt entfernt wussten Anhänger des SC Freiburg am Samstagabend, wie diese Bundesliga-Saison Anfang Mai enden wird. „Deutscher Meister wird nur der BVB“, skandierten sie kurz vor Abpfiff des Freiburger Spiels gegen den FC Bayern München (0:0).

BERLIN

von Von Dirk Krampe

, 19.02.2012, 15:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach dem Abpfiff hüpften die Sieger von Berlin: Borussia Dortmund baute die Tabellenführung aus.

Nach dem Abpfiff hüpften die Sieger von Berlin: Borussia Dortmund baute die Tabellenführung aus.

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Fußball-Bundesliga: Hertha BSC Berlin - BVB

Selbst eine kontrollierte Offensive à la Rehhagel hat die Pleitenserie von Hertha BSC vor der Übernahme durch "König Otto" nicht gestoppt. Die Berliner wehrten sich in ihrem 1000. Bundesligaspiel lange Zeit tapfer gegen den deutschen Fußball-Meister und Spitzenreiter Borussia Dortmund.
18.02.2012
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Jürgen Klopp (r.) jubelt nach dem Spiel mit Marcel Schmelzer.© Foto: dpa
Schwarzgelber Jubel in der Hauptstadt.© Foto: dpa
Hielt seinen Kasten sauber: Roman Weidenfeller.© Foto: dpa
Schwarzgelber Jubel in der Hauptstadt.© Foto: dpa
Enttäuschte Berliner nach Spielende.© Foto: dpa
Schwarzgelber Jubel in der Hauptstadt.© Foto: dpa
Jürgen Klopp freut sich auf Rehhagel.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz bleibt dem BVB treu.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz (r.) jubelt mit Jakub Blaszczykowski.© Foto: dpa
Artistisch: Kevin Großkreutz (M.) trifft zum entscheidenden 1:0.© Foto: dpa
Lucas Barrios (r.) schließt einen Wechsel nach der Saison aus.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz (l.) und Sebastian Kehl (verdeckt) verfolgen Adrian Ramos.© Foto: dpa
Raffael (l.) setzt sich gegen Sven Bender durch.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (hier im Duell mit Levan Kobiashvili) brach das Training ab.© Foto: dpa
Bissiges Luftduell zwischen Robert Lewandowski (r.) und Peter Niemeyer.© Foto: dpa
Ex-Borusse: Berlins Interimstrainer Rene Tretschok.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz (l.) bejubelt seinen Treffer mit Robert Lewandowski (r.) und Marcel Schmelzer.© Foto: dpa
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Am Nachmittag hatte der BVB zwar nicht viel besser gespielt als die großen Bayern, sein Auswärtsspiel in Berlin aber gewonnen. Ein feiner, aber gewichtiger Unterschied. Es war der fünfte Sieg im fünften Spiel der Rückrunde und das 16. Spiel in Serie, das Jürgen Klopps Elf ungeschlagen beendete. Meisterschaftsreife Werte. Nach dem 1:0 in der deutschen Hauptstadt, das ein spektakuläres Fallrückzieher-Tor von Kevin Großkreutz (66.) festzurrte, mochte Dortmunds Trainer mit seiner Zufriedenheit nicht hinterm Berg halten. „Ich bin begeistert vom Willen und der Einstellung, mit der die Mannschaft diesen harten Job erledigt hat“, lobte Klopp beinahe überschwänglich. „René Tretschok und Ante Covic“, meinte er weiter, „haben hier eine Woche lang gerührt und die Hertha gut aufgestellt. Es war richtig harte Arbeit für uns, aber das ist überhaupt nicht schlimm.“

Er hätte allerdings auch anmerken können, dass dem BVB ohne die verletzten Feingeister Shinji Kagawa und Mario Götze in Berlin viel von jener Kreativität fehlte, die ein enges und umkämpftes Spiel am Ende entscheiden kann. Dortmund siegte dennoch. „Wie die Elf die vielen Rückschläge, auch im Spiel durch den Ausfall von Piszczek, wegsteckt, ist mehr als beeindruckend“, lobte also stattdessen Sportdirektor Michael Zorc.

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Fußball-Bundesliga: Hertha BSC Berlin - BVB

Selbst eine kontrollierte Offensive à la Rehhagel hat die Pleitenserie von Hertha BSC vor der Übernahme durch "König Otto" nicht gestoppt. Die Berliner wehrten sich in ihrem 1000. Bundesligaspiel lange Zeit tapfer gegen den deutschen Fußball-Meister und Spitzenreiter Borussia Dortmund.
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Jürgen Klopp (r.) jubelt nach dem Spiel mit Marcel Schmelzer.© Foto: dpa
Schwarzgelber Jubel in der Hauptstadt.© Foto: dpa
Hielt seinen Kasten sauber: Roman Weidenfeller.© Foto: dpa
Schwarzgelber Jubel in der Hauptstadt.© Foto: dpa
Enttäuschte Berliner nach Spielende.© Foto: dpa
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Robert Lewandowski (hier im Duell mit Levan Kobiashvili) brach das Training ab.© Foto: dpa
Bissiges Luftduell zwischen Robert Lewandowski (r.) und Peter Niemeyer.© Foto: dpa
Ex-Borusse: Berlins Interimstrainer Rene Tretschok.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz (l.) bejubelt seinen Treffer mit Robert Lewandowski (r.) und Marcel Schmelzer.© Foto: dpa
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Großkreutz‘ artistischer Treffer, dem eine Glanzparade von Hertha-Keeper Thomas Kraft vorausging, der einen Kopfball von Robert Lewandowski mit einem Wahnsinnsreflex noch an die Latte lenkte, war einer der wenigen Höhepunkte im Spiel des Deutschen Meisters. Auf schwierigem Boden tat sich der Gast schwer. „Das Kombinationsspiel, das uns ansonsten auszeichnet, war da nicht möglich“, meinte Zorc.

Die „Meister-Variante“, Lewandowski auf die Zehn zu stellen und Lucas Barrios in die Spitze zu beordern, fruchtete am Samstag nicht. Barrios vergab zwei Großchancen (8./31.) nach perfekter Vorarbeit des später verletzten Lukasz Piszczek (Schädelprellung) und blieb den Nachweis seiner Klasse schuldig. Weil die Bälle auf dem unebenen Boden, der oben glitschig, darunter aber hart gefroren war, permanent hüpften, hatten die meisten Spieler genug mit sich selbst zu tun. Das galt vor allem für BVB-Innenverteidiger Mats Hummels, der nach dickem Bock im eigenen Strafraum Raffael die Großchance zum 1:0 selbst auflegte (37.) und später mit einem zweiten kapitalen Schnitzer, der Ebert in Schussposition brachte, erneut negativ auffiel. Wie Klopp später erklärte, wurde der Nationalverteidiger seit Tagen von einer Erkältung geplagt und klagte während des Spiels über Fieberschübe.

Auch die gesunden Spieler aber taten sich schwer. Dass nach dem schwächsten Saisonspiel Dortmunds dennoch drei Punkte aufs Habenkonto kamen, ist die Krux für die Konkurrenz – von der allenfalls Borussia Mönchengladbach momentan mit dem BVB Schritt halten kann. Denn der machte einen weiteren in Richtung Titelverteidigung. Diesmal ohne zu glänzen.

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