Generalprobe glückt Borussia Dortmund mehr als deutlich, der Blick geht aber woanders hin

Handball-Bundesliga

Die Generalprobe ist den Handball-Bundesliga-Damen von Borussia Dortmund gegen den SV Union Halle-Neustadt geglückt. Der Blick geht aber nun woanders hin.

Dortmund

, 06.01.2021, 21:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kelly Dulfer und Borussia Dortmund machten eine deutliche Sache aus dem Spiel gegen den SV Union Halle-Neustadt.

Kelly Dulfer und Borussia Dortmund machten eine deutliche Sache aus dem Spiel gegen den SV Union Halle-Neustadt. © Ludewig

Ordentliche erste Hälfte, deutlicher zweiter Abschnitt. Eine kurze Zusammenfassung der 38:21-Generalprobe von Borussia Dortmund gegen den SV Union Halle-Neustadt (Platz 12) vom Mittwochabend, ehe am Samstag das erste Champions League Spiel des Jahres 2021 für den BVB ansteht.

Vor allem wichtig hierbei: Der BVB präsentiert sich als das Spitzenteam der Handball-Bundesliga. Weiterhin verlustpunktfrei mit einer überragenden Differenz und zwei Spielen in der Hinterhand.

Halle-Neustadt diente am Mittwoch in Wellinghofen als guter Sparringspartner in Halbzeit eins und als Gast ohne jegliche Chance im zweiten Durchgang.

Vollebregt fehlt gegen Halle-Neustadt

Fünf Minuten brauchten die Borussinnen im ersten Abschnitt, um einigermaßen in die Partie zu kommen und einen behäbigen Start hinter sich zu lassen. Trainer André Fuhr justierte hin und wieder während Unterbrechungen, rief seinem Personal zu, es solle „einfacher“ agieren, musste aber auch bereits vor der Partie eine Änderung vornehmen. Kelly Vollebregt fehlte mit einer Reizung im Knie. Laut Andreas Bartels, stellvertretendem Abteilungsleiter der Handballerinnen, eine reine Vorsichtsmaßnahme. Beim Champions-League-Spiel in Montenegro bei ŽRK Budućnost Podgorica soll die Außenspielerin wieder dabei sein.

Doch zurück zum Spiel: Gleich drei Zeitstrafen kassierte Borussia in der ersten Hälfte, spielte diese aber souverän runter. Erst gab es eine zweiminütige Zeitstrafe für Alina Grijseels (14.), doch selbst in Unterzahl stand das Defensivbollwerk, während ein Vier-Tore-Vorsprung heraus gespielt werden konnte (10:6).

Eine erneute Zeitstrafe - diesmal für Laura Van der Heijden (17.) - sorgte für eine insgesamt vierminütige Unterzahl am Stück, die Borussia ähnlich gut rumbekam.

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Der Gast aus Halle damit aus dem Spiel? Mitnichten zu dem Zeitpunkt. Als André Fuhr das erste Timeout nahm (21.), führte sein Team lediglich mit zwei Toren (12:10). Vor allem die Dänin Helena Miklelsen setzte mit ihren wuchtigen Würfen immer wieder Ausrufezeichen.

Eine weitere Zeitstrafe in der ersten Hälfte für Clara Monti Danielsson (28.) sorgte für eine weitere Unterzahlphase, aber kein Aufbäumen der Gäste (18:14 zur Halbzeit).

„Mit der ersten Halbzeit war ich nicht glücklich. Wir waren immer einen Schritt zu langsam, wir waren nicht richtig aktiv, waren nicht richtig hellwach“, resümierte Trainer Fuhr.

Zweite Halbzeit wird deutlich

Lautstark kam der Gast aus Halle aus der Halbzeit zurück, doch jegliches Zurückkommen verhinderte der BVB mit zahlreichen offensiven Nadelstichen schnell, die schnell für einen Vorsprung von sechs Toren sorgten (22:16/37.). Elementar dabei Alina Grijseels, die in der Anfangsphase drei schnelle Treffer beisteuerte und auch das Auge für ihre Mitspielerinnen fand, wie unter anderem Kreisläuferin Merel Freriks (4), die am Mittwoch ihren 23. Geburtstag feierte.

Was der BVB dann zeigte, macht die Überlegenheit von Borussia Dortmund gegenüber dem Rest der Bundesliga im Moment deutlich. Technisch sowie physisch war Schwarz-Gelb dem Gast überlegen und machte aus dem Duell eine einseitige Sache, die ein deutliches Ende mit 17 Toren Unterschied fand. „Da haben wir gezeigt, was wir machen können, wenn wir richtig konsequent sind“, befand Fuhr.

BVB: Roch, ten Holte, Duijndam - Grijseels (5), Monti Danielsson (4), van Zijl (3), Smits (1), Abdulla (6), Stockschläder (2), Gutierrez Bermejo (3), Freriks (4), Dulfer, Van der Heijden (4), Rode (3), Bleckmann (3)
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