Drei Corona-Fälle bei BVB-Handballerinnen - Verein agiert umsichtig

Borussia Dortmund

Während der Quarantäne haben sich die Spielerinnen und das Funktionsteam von Borussia Dortmund selbstständig getestet. Drei positive Coronavirus-Fälle sind dabei herausgekommen.

Dortmund

, 07.04.2021, 16:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei Borussia Dortmunds Handballmannschaft gibt es drei positive Corona-Fälle.

Bei Borussia Dortmunds Handballmannschaft gibt es drei positive Corona-Fälle. © Ludewig

Vergangenen Mittwoch (31. März) trafen die Handballerinnen von Borussia Dortmund auf die SG BBM Bietigheim. Das Spitzenspiel der Handball-Bundesliga gewann der BVB mit 30:28 und ist nur noch wenige Punkte vom ersten deutschen Meistertitel der Vereinsgeschichte entfernt.

Seit der Partie ist aber Quarantäne für den BVB-Tross angesagt, denn eine Spielerin der SG BBM Bietigheim ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Mittwoch vor dem Spitzenspiel absolvierte Bietigheim die Testungen, die bereits für die darauffolgende Partie gegen Leverkusen angedacht waren, Donnerstag gab es das Ergebnis des positiven Tests.

Daraufhin begaben sich die Spielerinnen von Borussia Dortmund in Quarantäne.

Die Dortmunder Vereinsverantwortlichen handelten im Anschluss an die Quarantäne-Information umsichtig, orderten schnell 100 Selbsttests, die Betreuer Siegfried Janz und Mitarbeiterin Sarah Prumbaum den Spielerinnen vergangenen Freitag nach Hause brachten. „Ich denke, dass wir als Verein hier Verantwortung übernehmen müssen. Wir wollten als Verein zeigen, wie man mit dieser Pandemie umgehen kann“, erklärte BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann das Vorgehen.

Eine erste PCR-Testreihe am Donnerstag fiel bei allen negativ aus, ehe es am Montag zwei positive Selbsttests gab. Trainer André Fuhr und Rechtsaußen Tina Abdulla waren betroffen. Zwei PCR-Tests brachte danach die Gewissheit: Beide sind coronapositiv. Noch am Samstag zuvor waren zwei Selbsttests bei Fuhr negativ.

Der BVB sah sich in der Position zu handeln, wie Andreas Heiermann, erklärte: „Wenn bereits zwei infiziert sind, sollten alle einen PCR-Test machen, um Verantwortung zu übernehmen.“

„Allen dreien geht es gut“

Nach Gesprächen mit dem Gesundheitsamt Dortmund ist das komplette Team am Dienstag erneut getestet worden. Bei dieser Testreihe hat es dann am Mittwoch ein positives Testergebnis bei Rückraumspielerin Laura van der Heijden gegeben.

„Allen dreien geht es gut“, sagte Andreas Heiermann am Mittwochnachmittag. Abdulla und Fuhr hätten leichte Symptome, van der Heijden hätte mit etwas Müdigkeit zu kämpfen.

Für den Rest des BVB-Teams gilt die Quarantäne bis zum 14. April. Fuhr und Abdulla müssen voraussichtlich bis zum 20. April in häuslicher Isolation bleiben, Laura van der Heiden einen Tag länger.

Trotz der negativen Testergebnisse beim restlichen BVB-Team am Dienstag, plant der Verein weiterhin alle Spielerinnen sich regelmäßig selbst testen zu lassen. „Das ist für uns der richtige Weg“, erklärt Heiermann.

Die Spiele von Borussia Dortmund gegen die HSG Blomberg-Lippe (3. April) und gegen den Thüringer HC (10. April) waren bereits abgesagt, das nächste Spiel wäre am 24. April gegen die HSG Bad Wildungen Vipers. Aktuell hält sich das Team mit Online-Trainingseinheiten fit.

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