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Das verschenkte Jahr: Borussia Dortmund verpasst seine Ziele in der Bundesliga deutlich

dzBVB-Handball-Frauen

Die Vorgabe der BVB-Verantwortlichen vor der Saison war klar: Borussia Dortmund sollte Platz vier in der Handball-Bundesliga wiederholen. Doch der BVB ist daran gescheitert. Ein Kommentar.

Dortmund

, 19.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Als die Schlusssirene am Samstagabend gegen 19.30 Uhr in der Bleichsteinhalle in Herdecke ertönte, waren sie bei Borussia Dortmund wohl alle auch ein wenig froh darüber, dass diese Saison mit einigen Höhen, aber viel zu vielen Tiefen endlich zu Ende gegangenen war.

Mit ambitionierten Zielen war der Verein in diese Spielzeit gestartet, nach Platz vier im Vorjahr, das haben die Verantwortlichen wiederholt betont, wollte sich der Verein in der Bundesliga-Spitzengruppe festsetzen und die Platzierung von 2018 zumindest wiederholen. Ein Jahr später muss man konstatieren: Der BVB ist an seiner eigenen Zielsetzung gescheitert.

Platz sieben ist zu wenig für den Verein

Platz sieben bei einem fast ausgeglichen Punkteverhältnis (27:25) ist zu wenig für eine Mannschaft, die trotz ihrer Altersstruktur und dem teils enormen Verletzungspech immer noch zu den besseren der Bundesliga gehört. Da darf man, wie es auch Abteilungsvorstand Andreas Heiermann zuletzt getan hat, sehr wohl von einem verschenkten Jahr sprechen. Denn auch der Wunsch nach Ruhe und Beständigkeit nach der aufreibenden Saison 2017/18 erfüllte sich nicht.

In Erinnerung bleibt dabei vor allem die Trennung von Norman Rentsch, dem mit vielen Vorschusslorbeeren gestarteten neuen Trainer, die in gegenseitigen Vorwürfen und Streiterein endete. Und auch sportlich lief längst nicht alles so, wie der Verein es sich erhofft hatte.

Unerklärlicher Leistungsabfall im neuen Jahr

Zwar brachte Rentschs Nachfolger Gino Smits die Mannschaft schnell in die Spur, sodass die Schwarzgelben zwischenzeitlich auf Platz vier kletterten. Doch Anfang des Jahres kam es zu einem kaum erklärbaren Leistungsabfall, der in Punkverlusten gegen Oldenburg oder dem damaligen Schlusslicht Halle-Neustadt seinen Höhepunkt fand.

Ob es nur an der großen Verletzungsmisere mit zwischenzeitlich sieben verletzten Spielerinnen lag, an der Abhängigkeit von Spielmacherin Alina Grijseels oder doch an den zeitgleich laufen Vertragsgesprächen mit langjährigen Leistungsträgerinnen, die in mehreren Fällen zu Trennungen und damit vielleicht auch zu Einstellungsproblemen im Saisonendspurt mündeten, müssen die Verantwortlichen nun in ihrer Saisonanalyse genau aufarbeiten. Denn noch so ein Jahr, gerade mit den prominenten Neuverpflichtungen, darf sich der Verein wohl nicht erlauben, will er sich mittelfristig in der Beletage der Bundesliga etablieren.

Nachwuchsföderung und Verlängerung

Denn das die Voraussetzungen dafür gegeben sind, hat der BVB auch in diesem Jahr gezeigt. Der Verein feierte eine glänzende Rückkehr auf die internationale Bühne, zeigte mitreißende Spiele gegen Craiova und Zalau. Zudem gelang es Smits, in Leonie Kockel und Dana Bleckmann hoch veranlagten Talente in die Mannschaft fest einzubauen. Auch Hannah Kriese und Mariel Wulf erhielten ihre Spielanteile.

Und, das darf man ebenfalls nicht vergessen, dem Verein gelang es, in Alina Grijseels eine viel umworbene Topspielerin vom Projekt Borussia Dortmund langfristig zu überzeugen. Im kommenden Jahr müssen die Schwarzgelben nun entsprechend liefern. Die Voraussetzungen dafür hat die Borussia

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