BVB-Handballerinnen siegen ungefährdet - trotz ungewöhnlicher Anwurfzeit

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Frauen haben ihre Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten der Bundesliga gemeistert. Unerwartet war am Mittwochabend nur die Anwurfzeit - und die Rolle von Jennifer Gutiérrez Bermejo.

Dortmund

, 21.10.2020, 22:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johanna Stockschläder nutzte ihre Einsatzzeit gegen die Kurpfalz Bären und erzielte neun Tore.

Johanna Stockschläder nutzte ihre Einsatzzeit gegen die Kurpfalz Bären und erzielte neun Tore. © Ludewig

Das einzig Unerwartete am Mittwochabend in der Halle Wellinghofen war, dass das Spiel wegen einer Bus-Panne der Gegnerinnen 35 Minuten später (20.05 Uhr) als geplant angepfiffen wurde. Ansonsten erfüllten die BVB-Handball-Frauen ihre Pflichtaufgabe im Bundesliga-Duell gegen den Tabellenletzten aus Ketsch ohne große Mühe und blieben durch den 36:21 (21:10)-Sieg vor leeren Zuschauerrängen weiter als einziges Ligateam ungeschlagen.

„Das war ein Pflichtsieg. Ich hätte mir von den Spielerinnen, die sonst nicht so häufig zum Einsatz kommen, aber sogar noch ein paar mehr Tore gewünscht“, sagte Abteilungsvorstand Andreas Heiermann nach dem Spiel.

Neben den zwei Punkten war es für die Borussen vor allem wichtig, zwischen den beiden Champions-League-Spielen gegen Buducnost Podgorica am vergangenen Sonntag und Ramnicu Valcea am kommenden Samstag Kraft zu sammeln. Auch das funktionierte: Gegen Ende der zweiten Halbzeit stand die komplette zweite schwarzgelbe Garde auf dem Feld, Linksaußen Jennifer Gutiérrez Bermejo kam in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht zum Einsatz.

BVB-Spielerin Monti Danielsson mit starker Abwehrleistung

Ihre Positions-Partnerin Johanna Stockschläder nutzte ihre Chance und zeigte André Fuhr, dass sie da ist, wenn sie gebraucht wird. Schon nach 30 Minuten hatte die Borussin acht der 21 Tore geworfen, auch Tina Abdulla auf der rechten Seite überzeugte mit fünf Treffern. In der Abwehr machte Clara Monti Danielsson mit ihrem kompromisslosen Spiel auf sich aufmerksam. Außenspezialistin Gutiérrez kam dann übrigens doch noch ins Spiel und durfte ihr Können auf der Mitte unter Beweis stellen.

Nachdem Ketsch in den ersten zehn Minuten noch mitgehalten hatte 5:6 (9.), war der BVB danach einfach zu schnell für das Tabellenschlusslicht. Die Gastgeberinnen bestraften jeden Fehler der Kurpfalz Bären mit einem schnellen Gegenstoß. Zur Halbzeit war das Spiel beim Stand von 21:10 bereits entschieden. Sogar Torhüterin Rinka Duijndam trug sich mit einem Treffer ins leere Gehäuse der Ketscher in die Torschützenliste ein.

Wie zu erwarten ließ der Druck und die Konsequenz des BVB bei der hohen Führung in Hälfte zwei etwas nach, die Borussinnen erzielten in den ersten 15 Minuten nach der Pause „nur“ sechs Tore, kassierten dafür fünf (27:15, 45.). Der schwarzgelbe Sieg war trotzdem ungefährdet, am Ende hieß es 36:21. Die zwei Punkte haben die Borussinnen also sicher aus dem Spiel mitgenommen – und dazu auch noch ein paar Kraftreserven für das Champions-League-Spiel am Wochenende.

BVB: Duijndam (1), ten Holte; Dulfer (3),Grijseels, (2/1) Smits, Vollebregt, Freriks (3), Gutiérrez Bermejo (1), Danielsson (2), Abdulla (7/2), Stockschläder (9), van Zijl(4), Rode (2), Bleckmann (2)
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt