BVB-Frauen haben bereits vor Zuschauern gespielt - bald auch in Dortmund?

BVB-Handball-Frauen

Die Bundesliga-Konkurrenz bestreitet bereits die ersten Testspiele vor Zuschauern. Das erste mögliche Heimspiel mit Fans rückt auch bei den BVB-Handballerinnen immer näher.

Dortmund

, 01.08.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hier noch ohne Zuschauer im Rücken: BVB-Neuzugang Tessa van Zijl (M.) im Trainingsspiel gegen den TuS Lintfort.

Hier noch ohne Zuschauer im Rücken: BVB-Neuzugang Tessa van Zijl (M.) im Trainingsspiel gegen den TuS Lintfort. © Stummbillig/BVB

Endlich wieder Handball mit Zuschauern! Allerdings nicht bei den BVB-Frauen. Freuen darf sich am Samstag (1. August) der Handball-Norden.

In der Halle Nord bestreitet der Buxtehuder SV, der sich unter anderen mit Ex-Borussin Caroline Müller-Korn verstärkt hat, gemeinsam mit den drei Erstligisten Bayer Leverkusen, HSG Blomberg-Lippe und Aufsteiger HL Buchholz 08-Rosengarten insgesamt vier Testspiele, zu denen Zuschauer zugelassen sind.

Zusammen mit dem zuständigen Gesundheitsamt hat Buxtehudes Abteilungsleiter Peter Prior das entsprechende Konzept erarbeitet. „Ich denke, es werden zwischen 200 und 250 Zuschauer in die Halle kommen“, erklärt Prior, der in der Halle Nord sonst bis zu 1200 Fans unterbringt.

Das Konzept ist ähnlich wie bei einem Restaurantbesuch: Die Zuschauer müssen sich in eine entsprechende Liste eintragen, in der Halle herrscht Maskenpflicht, auf ihrem zugewiesenen Platz dürfen die Fans die Maske aber abnehmen. Zwischen zusammengehörigen Gruppen (bis zu 10 Personen) muss ein Abstand von drei Sitzplätzen eingehalten werden. Zuschauer und Mannschaften werden strikt getrennt, bei allen Spielerinnen wird Fieber gemessen. Karten gibt es an der Tageskasse.

BVB-Frauen haben schon wieder vor Zuschauern gespielt

Die Freude über die ersten Zuschauer ist groß in Buxtehude: „Das wird unsere Generalprobe für die Saison“, erklärt Prior, der höchstpersönlich dafür sorgt, dass die entsprechenden Sitzreihen in der Halle Nord abgesperrt werden. Südwestlich von Buxtehude müssen die Fans der BVB-Handball-Frauen sich in Sachen Generalprobe noch etwas gedulden. Dabei haben die Borussinnen mittlerweile schon wieder vor Zuschauern gespielt: Im Trainingslager in Dänemark haben Inger Smits und Co. bereits Testspiele mit einigen Fans absolviert, unter anderem gegen Herning-Ikast (25:24) und Viborg HK (28:27). Anders als in Buxtehude übrigens ohne Maskenpflicht.

Die BVB-Handballerinnen stecken mitten in der Vorbereitung auf die kommende Saison.

Die BVB-Handballerinnen stecken mitten in der Vorbereitung auf die kommende Saison. © Stummbillig/BVB

Trainer André Fuhr hat vor Ort zwar keine ständige Angst vor einer Ansteckung, „aber rund um das Spiel denkt man schon irgendwie darüber nach, dass wir jetzt Zuschauer dabei haben, die keine Maske tragen.“ Die Borussia selbst sei bei einem eigenen Hygienekonzept für Zuschauer gerade im „Endstadium“, Anfang kommender Woche wisse der Verein Genaueres, erklärt Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand, der das Konzept dann auch zeitnah testen möchte.

BVB sorgt sich um die aktuellen Entwicklungen

In zwei Wochen stehen in Dortmund Testspiele gegen Bad Wildungen (12. August), den französischen Spitzenklub Metz (14.) und Nottwill aus der Schweiz (15.) an, „da wollen wir mal sehen, ob wir nicht einen kleinen Kreis an Zuschauern zulassen können“, sagt Bartels, der noch vor Kurzem befürchtete, Anfang September ohne Zuschauer in die Saison zu starten. „Die Hoffnung ist jetzt tatsächlich gestiegen“, sagt der Borusse, der aber auch auf die aktuell steigenden Fallzahlen in den Sommerferien hinweist.

Auch Andreas Heiermann schaut mit Sorge auf die momentanen Entwicklungen: „Es ändert sich ja stetig etwas, ich kann auch noch gar nicht sagen, mit wie vielen Zuschauern wir dann tatsächlich in die Saison starten können.“ Der BVB-Abteilungsvorstand könne sich aber nicht vorstellen, dass mehr als 300 Zuschauer in die Halle Wellinghofen dürften.

Die ständigen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Krise, die in Dortmund eher für Skepsis sorgen, werden weiter im Norden positiv gesehen. „Es kann sich natürlich immer etwas ändern, aber mit Abwarten kann ich nichts gewinnen. Deshalb sind wir froh, dass wir unser Konzept endlich testen können“, sagt Peter Prior. Und vielleicht verbessere sich die Situation ja sogar: „Zum Saisonstart haben wir vielleicht schon über 400 Zuschauer“, so der BSV-Abteilungsvorstand.

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