Borussia Dortmund

BVB: Fehlwurf-Festival in der Champions League – Borussia Dortmund belohnt sich nicht

In Budapest liefern sich Borussia Dortmund und FTC ein spannendes Spiel, geprägt von vielen Fehlwürfen. Der BVB macht es vor einer grandiosen Kulisse spannend bis zum Schluss.
Beste Borussin in Ungarn: Torhüterin Yara ten Holte. © Ludewig

Eine Kulisse, die der Champions League würdig war in Budapest, aber ein Fehlwurf-Festival vom BVB und Ferencvaros am Samstagnachmittag beim letzten Spiel der Gruppenphase. Dortmund unterlag mit 21:23 (11:12). Die Borussinnen trafen lediglich 42 Prozent ihrer Würfe, deutlich zu wenig für ein Spiel auf internationalem Boden. Die Gastgeberinnen von FTC kamen aber auch nicht über 50 Prozent hinaus und scheiterten immer wieder an der überragenden Yara ten Holte im Tor der Borussinnen (42 Prozent aller Würfe gehalten).

„Am Ende haben sie es verdient. Die kleinen Details machten den Unterschied“, sagte BVB-Trainer André Fuhr nach dem Spiel. Dortmund rangiert weiter auf Platz sechs.

Das Fehlwurf-Festival begann in den ersten Minuten, in denen Schwarzgelb mit 2:0 führte. Ein ordentlicher Auftakt. Budapest glich nach neun Minuten erstmals wieder aus (3:3). Die beiden deutschen Nationalspielerinnen Emily Bölk und Alicia Stolle saßen zu Beginn der Partie bei den Ungarinnen nur auf der Bank.

Königsklassen-Feeling

Nach 22 Minuten gab es die erste FTC-Führung mit mehr als einem Tor. 8:6. Der BVB blieb im Spiel, kam auf 9:10 ran. Mit einem kraftvollen Wurf aus dem Rückraum hielt Mia Zschocke das Spiel zur Halbzeit spannend (12:11). Lediglich 42 (BVB) und 46 (FTC) Prozent getroffene Würfe ließen die Probleme beider Teams zur Halbzeit deutlich werden, die geprägt war von Fehlversuchen und technischen Fehlern. Spannung und eine tolle Kulisse sorgten für das Königsklassen-Feeling.

Spannung zum Schluss

BVB: Hochklassiger Treffer von Jacqueline Moreno

„Wir sind am Drücker! Weiter, weiter, weiter!“, peitschte Fuhr sein dezimiertes Team in der ersten Auszeit des zweiten Durchgangs an. Ferencvaros baute die Führung da gerade auf drei Tore aus (16:13/39.). Eine wunderschöne Kombination, die Jacqueline Moreno mit einem technisch hochklassigen Drehwurf verwertete, sorgte für Spannung zum Start der Schlussphase (17:16/45.). Merel Freriks besorgte eine Minute später den 17:17-Ausgleich. Budapest unter Druck, der BVB mit viel Rückenwind, den Laura van der Heijden zur Führung nutzte. Ferencvaros zu dem Zeitpunkt mehr als sechs Minuten ohne Treffer.

Doch das Team aus Ungarn zeigte seine Qualitäten. Die gebürtige Ahlenerin Alicia Stolle, früher auch in der Jugend des BVB, brachte die Gastgeberinnen wieder in Führung (57./21:20). Frida Ronning lies es eine Minute vor Schluss noch mal mit einem verwandelten Siebenmeter eng werden (22:21). Es reichte nicht.

Lob gab es dennoch von Fuhr, der vor dem Spiel eine Steigerung forderte: „Ich habe ein wirklich gutes Spiel meines Teams gesehen. Wir haben die ganze Zeit gekämpft und immer Lösungen gefunden. Wir nehmen viel Selbstvertrauen mit nach Hause.“

Wer Gegner des BVB in den Playoffs wird, entscheidet sich erst am Sonntagnachmittag. Als Tabellensechster trifft Borussia Dortmund auf den Dritten der anderen Gruppe. Seit Samstagabend ist das Metz Handball, da Viper Kristiansad gegen Györ gewonnen hat. Siegt Metz am Sonntag gegen ZSKA Moskau, spielen die Borussinnen Ende März gegen Vipers Kristiansad. Verliert Metz, kommt es zum Duell mit den Französinnen.

BVB: ten Holte, Kohorst – van der Heijden (4), Freriks (3), Ronning (3/3), Grijseels (2), Zschocke (2), van Zijl (2), Moreno (2), Gutiérrez Bermejo (2), Uscinowicz (1), Kücükyildiz

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