BVB fehlt gegen die HSG Blomberg-Lippe die Cleverness

20:23-Niederlage

Die Formkurve bei den BVB-Handballerinnen zeigte zuletzt deutlich nach oben. Gegen die HSG Blomberg-Lippe gab es nun einen Rückschlag. Die Borussia verpasst es außerdem, sich in der Spitzengruppe festzusetzen. Aus der Ruhe bringen lässt sich in Dortmund davon aber niemand.

Dortmund

, 09.01.2018, 08:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB fehlt gegen die HSG Blomberg-Lippe die Cleverness

Bei den Dortmunderinnen Anne Müller, Emilia Galinska und Nadja Mansson (v.l.) ist die Enttäuschung groß.

In der Handball-Bundesliga haben sie an diesem Wochenende ein bisschen verrückt gespielt. Der Thüringer HC kassierte sensationell seine erste Saisonniederlage beim Tabellen-Neunten Bad Wildungen (27:30), die TuS Metzingen verlor in Bensheim nicht weniger überraschend mit 23:24. Frisch Auf Göppingen schickte derweil den VfL Oldenburg mit 30:22 nach Hause und kletterte dank des nunmehr fünften Sieges in Serie auf Rang fünf. Und der BVB? Der verlor am Sonntag sein Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 20:23 und verpasste damit die Chance, sich in der Spitzengruppe festzusetzen.

Tabellenplatz Sieben

In Dortmund, und das ist mit Blick auf die Tabelle verständlich, ärgern sie sich nun ein bisschen. „Mit einem Sieg und zwei Punkten hätten wir uns in der Spitzengruppe festsetzen können“, sagt der 2. Vorsitzende Andreas Bartels mit einem Tag Abstand. Stattdessen finden sich die Schwarzgelben mit 11:9 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz wieder. „Das bringt uns nicht aus der Ruhe“, so Bartels. „Das ist nur eine Momentaufnahme, für uns ist noch alles möglich.“

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Die derzeitige Gemengelage der Liga gibt dem 2. Vorsitzenden durchaus recht. Den Dritten Metzingen (12:6 Punkte) trennen gerade einmal fünf Punkte von Platz zehn, den Bad Wildungen mit 9:11 Punkten belegt. „Man sieht Woche für Woche, dass - mit wenigen Ausnahmen - jede Mannschaft die Chance hat, jeden Gegner zu schlagen“, sagte Bartels. So stürzte der VfL Oldenburg nach zuletzt drei Niederlagen nacheinander innerhalb von zwei Wochen vom dritten auf den neunten Platz, während Göppingen aus dem Tabellenkeller bis auf zwei Punkte an Metzingen dran ist.

Tabellenkonstellation nicht thematisiert

Die Ergebnisse der Konkurrenz und die damit verbundene Tabellenkonstellation seien vor der Partie gegen Blomberg-Lippe innerhalb der Mannschaft nicht thematisiert worden, sagt Ildiko Barna. Sie halte nichts von derartigen Ablenkungen, „wir schauen nur auf unser Spiel“. Und da hat die BVB-Trainerin trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Defensivspezialistin Mira Emberovics zwar „erneut eine gute Abwehrleistung“ gesehen. Aber eben auch fehlenden Abschlussqualität im Angriff.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr das Tor getroffen“, monierte Keeperin Clara Woltering. So gelang dem BVB nach Anne Müllers Tor zum 17:15 (49.) nur noch drei Treffer. „Am Ende entscheiden in solchen Spielen Kleinigkeiten, und da haben wir zu viele einfache Fehler gemacht“, sagt Barna, die von „Enttäuschung“ und einem „Rückschlag“ spricht. „Ich hatte gehofft, dass wir mit mehr Cleverness und Routine agieren würden.“

Zwei Wochen Aufarbeitungszeit

Doch die Tendenz, das betonen sowohl die Trainerin als auch Andreas Bartels, gehe seit der WM-Pause „absolut in die richtige Richtung“. Die Leistungen gegen Oldenburg (34:19) und Neckarsulm (27:21), zum Teil auch gegen Göppingen (30:31) und Blomberg seien so, „wie wir uns das vorstellen“. Fast 14 Tage haben sie bei der Borussia wegen des anstehenden Pokal-Wochenendes nun Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten. Dann geht es zum Tabellenführer nach Thüringen. Auch dort, so Bartels, sei an einem guten Tag „etwas zu holen“. Das habe diese „verrückte Liga“ zuletzt immer wieder bewiesen.

Emberovics legt Trainingspause ein
Entwarnung bei Mira Emberovics. Wie Borussia Dortmund am Montag mitteilte, sei der Finger der 29-Jährigen nicht gebrochen. Emberovics werde aber vorübergehend mit dem Training aussetzen. Über einen Einsatz in Thüringen werde kurzfristig entschieden.
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