Borussia Dortmund

BVB: Das Hallen-Problem ist weiterhin Thema – der Trainer hat noch immer keinen Schlüssel

Borussia Dortmund empfängt Zwickau. Unter den Zuschauern wird auch Dortmunds OB Thomas Westphal sein. Die Hallen-Problematik wird bestimmt ein Thema sein.
Würde sich mehr Rückhalt von der Stadt wünschen: BVB-Trainer André Fuhr. © Ludewig

Die Einzelheiten lassen sich für die Handballerinnen von Borussia Dortmund kurz zusammenfassen: Platz zwei in der Bundesliga, mit der noch immer bestehenden Chance, Bietigheim gefährlich zu werden. In der Champions League ist man in den Playoffs. Das Ausscheiden im DHB-Pokal trübt die sportliche Bilanz ein wenig. Abseits davon gibt es zwei beherrschende Themen: Die Verletztenmisere sowie die Hallen-Situation.

Während der BVB bei den Verletzungen wenig Einfluss hat – es gab diese Spielzeit bereits vier Kreuzbandrisse –, sieht es beim Thema Halle anders aus. Die Verantwortlichen von Schwarzgelb versuchen mit der Stadt Dortmund in den Dialog zu kommen, um die Situation in der Sporthalle Wellinghofen zu verbessern. Am Samstag gibt es beim Spiel gegen BSV Zwickau (19 Uhr, Sporthalle Wellinghofen, live auf sportdeutschland.tv) eine persönliche Chance dazu. Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal wird zu Gast sein, genau so wie Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt. Beide Orte verbindet eine Partnerschaft.

BVB: Mehr Rückhalt von der Stadt gewünscht

„Ich wünsche mir tatsächlich mehr Rückhalt von der Stadt“, gibt André Fuhr, Trainer des amtierenden Deutschen Meisters zu. „Als erstes würde ich mir einen Schlüssel wünschen“, sagt er. Seit Sommer 2019 ist er Trainer in Dortmund, zu Trainingseinheiten am Morgen müssen er oder die Spielerinnen im Schulsekretariat nach dem Schlüssel fragen. „Das ist nicht angemessen“, sagt er. Auch durch die besondere Stellung des Teams. „Wir sind der Deutsche Meister, spielen Champions League. Ich erwarte schon, dass wir eine gewisse Sonderstellung haben.“ Vergangenes Jahr kam sein Team zu einer Trainingseinheit nicht in die Halle rein. Bei einem Junioren-Bundesligaspiel des BVB gab es vor Kurzem keine Hygienemittel in den Sanitäranlagen. Zustände, die den Ansprüchen einer Sportstadt nicht würdig sind. Fuhr möchte nicht auf Konfrontationskurs gehen. Stattdessen: „Ich glaube, dass man die Kommunikation verbessern muss. Irgendwann sind da langfristige Lösungen gefordert.“ Sein Fokus richtet sich aber auf das Spiel gegen den Tabellenvorletzten aus Zwickau, wo Dortmunds Sommer-Neuzugang Lena Hausherr auf Linksaußen mit dabei sein wird.

„Wir müssen alle froh sein um jedes Spiel, das stattfinden kann“, sagt Fuhr. Zwickau musste zuletzt zwei Partien wegen mehrerer Corona-Fälle absagen. Die beim BVB zuletzt Corona-Infizierte Mie Sando wird noch nicht zur Verfügung stehen. Neben der sportlichen Relevanz des Bundesliga-Spiels wird die Hallen-Situation zwischen den Verantwortlichen der Stadt sowie von Borussia Dortmund ein bestimmendes Thema bleiben.

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