BVB, Bietigheim, Thüringen: Nicht alle Topteams visieren den Titel an

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handball-Frauen wollen in der Bundesliga wieder um den Titel mitspielen. Auch die Konkurrenz hat eine ganz klare Meinung zur Rollenverteilung in der neuen Spielzeit.

Dortmund

, 04.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Trainer André Fuhr, hier mit Rückraumspielerin Inger Smits, hat klare Ziele für die Saison.

BVB-Trainer André Fuhr, hier mit Rückraumspielerin Inger Smits, hat klare Ziele für die Saison. © BV. Borussia 09 e.V. Dortmund

Zwei Welten treffen in der Buchholzer NordHeideHalle aufeinander. Gastgeber Buchholz 08-Rosengarten auf der einen Seite bestreitet nach dem Aufstieg sein erstes Spiel in der ersten Liga, die BVB-Handball-Frauen auf der anderen Seite haben den Meistertitel anvisiert und stehen kurz vor dem Start der Champions League.

Matthias Steinkamp will das Spiel mit seiner Mannschaft „unabhängig vom Ergebnis genießen“, wird der Co-Trainer der „Handball-Luchse“ auf der Vereinshomepage zitiert. Dass das Team von BVB-Trainer André Fuhr nicht nur im Spiel am Samstag absoluter Topfavorit ist, sondern auch im Rennen um den Bundesligatitel, sieht auch Steinkamp so. Auch die Dortmunder selbst haben das Ziel, „jedes Spiel zu gewinnen“, wie André Fuhr kurz vor dem Saisonstart erklärte. Der BVB wolle die geteilte Favoritenrolle mit der SG BBM Bietigheim annehmen – die Ansagen aus dem schwarzgelben Lager sind deutlich. Aber wie sieht die Konkurrenz das Rennen um den Titel?

Thüringen-Trainer über BVB und Bietigheim: „Die spielen auf einem ganz anderen Niveau“

„Wir“, erklärt Torsten Nick im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten, „würden natürlich gerne deutscher Meister werden.“ Der Bietigheim-Geschäftsführer weiß aber, dass auch noch andere Teams ein Wörtchen mitzureden haben. „Wir wissen natürlich um die Stärke des BVB, aber auch die Qualität von Teams wie Thüringen darf man nicht unterschätzen“, so Nick. Die SG hat sich im Sommer unter anderem mit der deutschen Nationalspielerin Xenia Smits (HB Metz) und Stine Jorgensen (Odense) aus Dänemark verstärkt und startet mit ihrem neuen Trainer Markus Gaugisch am Samstag, 5. September, zuhause gegen Bad Wildungen.

THC-Trainer Herbert Müller peilt mit seiner neuen Mannschaft Tabellenplatz drei an.

THC-Trainer Herbert Müller peilt mit seiner neuen Mannschaft Tabellenplatz drei an. © Ludewig

Im über 300 Kilometer entfernten Thüringen geht THC-Trainer Herbert Müller, der nach prominenten Abgängen wie denen vom Emily Bölk und Alicia Stolle (Ungarn) mit gleich acht Neuzugängen ein ganz neues Team formen musste, vorsichtiger mit dem Saisonziel um. Von der Leistung her könne seine Mannschaft sicherlich Platz drei erreichen, davor sieht Müller, der auch auf seine tschechische Topspielerin Iveta Koresova (Baby-Pause) verzichten muss, den BVB und Bietigheim. „Die spielen auf einem ganz anderen Niveau“, sagte der THC-Trainer, der mit seinem Team am Samstag bei den Kurpfalz Bären startet, dem MDR.

Auch die TuS Metzingen, die nicht für ein Statement zu erreichen war, wird nach Platz drei in der vergangenen Saison sicher auch wieder in der Spitzengruppe zu finden sein. Zur Erinnerung: Gegen die „TusSies“ musste der BVB in der vergangenen Spielzeit die einzige Niederlage einstecken. Den Grundstein für eine so starke Saison wie die letzte müssen André Fuhr und die BVB-Frauen aber erstmal bei Aufsteiger Buchholz 08-Rosengarten legen.

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