Bundesliga-Spielplan steht - BVB-Frauen werden viele Spiele verschieben müssen

BVB-Handball-Frauen

Der Rahmenterminkalender für die Bundesliga-Saison der BVB-Frauen steht, das absolute Spitzenspiel steigt am Halloween-Wochenende. Die Borussinnen werden aber viele Spiele verschieben müssen.

Dortmund

, 17.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Nicht mehr lange, bis endlich wieder gejubelt werden kann: Der Rahmenterminkalender für Kelly Vollebregt und die BVB-Handball-Frauen in der HBF steht fest.

Nicht mehr lange, bis endlich wieder gejubelt werden kann: Der Rahmenterminkalender für Kelly Vollebregt und die BVB-Handball-Frauen in der HBF steht fest. © Stephan Schuetze

Das letzte Mal so richtig Jubeln konnten Inger Smits, Kelly Dulfer, Alina Grijseels und ihre Kolleginnen am 7. März. Der 35:25-Heimsieg gegen die Neckarsulmer Sport-Union am 18. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) war das letzte Pflichtspiel der BVB-Handballerinnen vor der Zwangspause durch die Coronavirus-Pandemie. Jetzt gibt es endlich wieder einen Grund zum Jubeln: Nachdem sich die Vereine bereits Ende Juni darauf geeinigt hatten, gemeinsam auf den Saisonstart am 5./6. September hinzuarbeiten, steht jetzt endlich der Rahmenterminkalender für die Saison 2020/2021.

Die genauen Tage und die Uhrzeiten für die Partien müssen zwar noch festgelegt werden, sollte sich die Lage rund um die Coronavirus-Pandemie aber nicht mehr verschärfen, „wird auch nach diesem Plan gespielt“, bestätigt Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand der BVB-Handballerinnen.

Laut Kalender starten die Borussinnen am ersten Septemberwochenende mit einem Auswärtsspiel bei Aufsteiger Buchholz 08 Rosengarten, das erste Aufeinandertreffen mit Titelkonkurrent Bietigheim findet am Halloween-Wochenende bei der SG statt. Das erste Heimspiel steigt am 12./13. September gegen den VfL Oldenburg. Der Haken: Die schwarzgelben Fans werden erstmal keinen Grund zum Jubeln haben – da ist sich Bartels ziemlich sicher. „Ich glaube“, so der stellvertretende Abteilungsvorstand, „dass die HBF komplett ohne Zuschauer in die Saison starten wird.“

BVB-Ticketing für die Saison 2020/2021 noch nicht geklärt

Der BVB erarbeite gerade zusammen mit der Stadt Dortmund und dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept, was den Saisonstart im September grundsätzlich möglich machen soll. Zusätzlich werde dann auch an Möglichkeiten gearbeitet, die es den Fans wieder erlauben, in der Halle dabei zu sein.

Dass es aller Voraussicht nach erstmal ohne Zuschauer weitergehe, „ist natürlich irgendwo doof, aber wir sind trotzdem froh, dass es einfach wieder losgeht“, erklärt Rückraum-Spielerin Alina Grijseels, die sich mit ihren Kolleginnen gerade sportlich auf die ersten Pflichtspiele vorbereitet.

Bundesliga-Spielplan steht - BVB-Frauen werden viele Spiele verschieben müssen

Aber auch außerhalb der Platte arbeitet der BVB am Saisonstart: „Wir haben auch schon darüber nachgedacht, wie wir das Ticketing angehen wollen“, erklärt Bartels. Aber eins nach dem anderen: Sobald feststehe, ab wann und wie viele Zuschauer wieder in die Halle dürften, werde der BVB auch eine Entscheidung darüber treffen, wie das Ticket-System in der Saison 2020/2021 geregelt werde.

Apropos Tickets: Die Borussia hatte ihren Fans für die Rückrunde der vergangenen Saison eine Dauerkarte angeboten, viele Spiele fanden dann aber coronabedingt bekanntlich nicht mehr statt. „Wir haben noch nicht final entschieden, wie wir damit umgehen wollen“, erklärt Bartels, eventuell sollen die Dauerkartenbesitzer die offene Anzahl an Spielen in der kommenden Saison kostenlos besuchen dürfen – wenn denn wieder Zuschauer zugelassen werden.

Champions-League-Terminkalender steht unter Vorbehalt ebenfalls

Bisher hat noch keiner der Fans, der eine Dauerkarte gekauft hatte, sein Geld zurückbekommen. „Bisher hat aber auch noch niemand nachgefragt“, so Bartels. „Wenn jemand auf uns zukommt, kriegt er sofort sein Geld zurück.“ Immerhin also eine gute Nachricht für die Fans, die sich über noch mehr Neuigkeiten freuen dürfen: Neben dem Plan der HBF gibt es mittlerweile auch einen Rahmenterminkalender für die anstehende Champions-League-Saison.

Allerdings“, erklärt Andreas Bartels, „ist der von der EHF noch nicht bestätigt.“ In einer Videokonferenz mit der European Handball Federation (EHF) in der vergangenen Woche habe der Verband erklärt, dass er sich den Monat Juli noch für Veränderungen hinsichtlich des Plans offen halten wolle. Hauptgrund seien die weltweiten Reisebeschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie.

Trotzdem sollten die ersten beiden CL-Spieltage (12./13. und 19./20. September) so wie sie angesetzt sind, funktionieren: Der BVB muss zur Königsklassen-Premiere nach Odense (Dänemark) und empfängt am zweiten Spieltag den französischen Klub Brest. „Stand jetzt werden wir keine Probleme mit der Einreise haben“, so Bartels. Die CL-Gruppenspiele finden grundsätzlich am Wochenende statt, die angesetzten Ligaspiele an diesen Tagen müsste der BVB dann in der Woche nachholen oder vorziehen. Das bedeutet natürlich eine Menge Terminstress und viele Englische Wochen – das nehmen die Handball-Frauen aber sicher gerne auf sich – wenn dann endlich wieder gejubelt werden kann.

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