Borussinnen feiern Kantersieg bei den Bären

Handball

Die Handballerinnen des BVB haben mal wieder was für die Tordifferenz gemacht. Der 42:22 (23:9)-Sieg bei Schlusslicht Kurpfalz Bären verdeutlichte den riesigen Leistungsunterschied in der 1. Bundesliga.

Dortmund

, 03.03.2021, 21:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tina Abdullah präsentierte sich in Torlaune.

Tina Abdullah präsentierte sich in Torlaune. © Ludewig

Das war mehr als nur ein Klassenunterschied. Mit dem 21. Sieg in Folge baute Tabellenführer Borussia Dortmund sein Punktekonto auf beeindruckende 42:0-Zähler aus.

Mit dem 42:22-(23:9)-Triumph beim Tabellenletzten Kurpfalz Bären feierten die Dortmunderinnen den zweithöchsten Sieg dieser Saison. Obwohl mit Alina Grijseels und Clara Monti Daniellson gleich zwei zuletzt angeschlagene Spielerinnen zu Hause blieben und für die nächsten Aufgaben geschont wurden. Beste Dortmunder Torschützin war Tina Abdulla mit zehn Treffern.

„Wir sind das Spiel seriös angegangen, waren immer präsent und haben das Tempo hochgehalten. Dass wir das Spiel gewinnen würden, war klar, aber die Differenz von 20 Toren macht mich zufrieden“, kommentierte BVB-Coach André Fuhr den Auftritt in Ketsch.

Nur sieben Minuten

Knappe sieben Minuten ließen die Dortmunderinnen den Tabellenletzten aus Ketsch in der Nähe von Mannheim gewähren. Mehr aber auch nicht. Die Pfälzerinnen deckten relativ offensiv – durchaus überraschend für den BVB – und hatten nach genau 7:03 Minuten beim Stand von 4:5 nur ein Tor Rückstand auf den BVB. Das war’s dann aber.

Die Dortmunderinnen hatten sich warm gespielt, erhöhten das Tempo und zogen innerhalb von acht Minuten auf 11:5 davon. In Spielminute 22 stand es bereits 17:7, die Kurpfälzer Bären hatten bereits ihre zweite Auszeit genommen. Auf der anderen Seite kam die Tormaschine BVB so richtig in Fahrt, während Ketsch zusehends abbaute, Fehlpässe über Fehlpässe produzierte und es den Dortmunderinnen noch leichter machte als gedacht. Da spielten selbst ein paar unkonzentrierte Aktionen im Abschluss keine Rolle.

Allein bis zur Pause hatten Inger Smits fünfmal und Tina Abdulla viermal getroffen. Als die sichtlich beeindruckten Gastgeberinnen nach 30 Minuten beim Stand von 23:9 in die Kabine schlichen, hatte der BVB mit 14 Treffern schon fast so einen großen Vorsprung herausgespielt wie beim Hinspiel in Dortmund (36:21).

Nach der Pause wechselte Borussen Coach weiter fleißig durch, varieerte im Rückraum, Ketsch stand trotzdem weiter auf verlorenem Posten, auch wenn das Schlusslicht den zweiten Durchgang etwas freundlicher gestaltete als die ersten 30 Minuten.

Mehr Spielanteile

Und beim BVB? Da nutzte besonders Dana Bleckmann ihre vermehrten Spielanteile, machte sich lautstark im Rückraum bemerkbar und traf fünf Mal. Der richtige Zug war dennoch raus aus dem Spiel. Am Ende stand es 42:22, der BVB hatte nach dem 43:22 gegen Oldenburg zum zweiten Mal in dieser Saison die 40er-Grenze geknackt und sich Lob von Bären-Trainer Adrian Fuladdjusch verdient: „Das ist eine ganz andere Liga. Wir dürfen froh sein, gegen solch eine tolle Mannschaft wie den BVB spielen zu dürfen.“

BVB: Roch, Duijndam (1), ten Holte (1); van Zijl (3), Smits (6), Dulfer (2), van der Heijden, Rode (2), Bleckmann (5), Freriks (2), Abdulla (10), Stockschläder (3), Vollebregt, Gutierrez Bermejo (7)

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt