Borussia Dortmund marschiert weiter vorne weg und besinnt sich auf das Wesentliche

Handball-Bundesliga

Ein deutlicher Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 sorgt für die Verfestigung des Spitzenplatzes in der Bundesliga. Beim BVB besinnt man sich nun wieder auf das Wesentliche.

Dortmund

, 31.01.2021, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dana Bleckmann (M.) erzielte sechs Treffer für Borussia Dortmund gegen den 1. FSV Mainz 05.

Dana Bleckmann (M.) erzielte sechs Treffer für Borussia Dortmund gegen den 1. FSV Mainz 05. © Ludewig

In der Halbzeit musste André Fuhr bei seinem Team nachfragen: „Wo seid ihr mit euren Gedanken?“ Dem Trainer von Borussia Dortmund fehlte einiges in der ersten Halbzeit gegen den Tabellenvorletzten aus Mainz: „Die fehlende Konsequenz, die fehlende Konzentration und der fehlende Fokus auf die Aufgabe.“

Trotz 19:14-Halbzeitführung keine Zufriedenheit beim Coach, der aber keinen Zusammenhang mit der Personalie Kelly Dulfer herstellte, die Mitte der Woche erst mit ihrem Wechsel zum Top-Konkurrenten des BVB, der SG BBM Bietigheim für Aufsehen sorgte und anschließend in einem Bericht der niederländischen „NOS“ ihren aktuellen Trainer Fuhr kritisierte.

Blick geht auf das Wesentliche

Das Thema sei abgehakt, bestätigten auch die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Andreas Heiermann und seinen Stellvertreter Andreas Bartels. Der Blick geht auf das Wesentliche: das Ziel die Deutsche Meisterschaft zu holen und sportlich erfolgreich zu sein.

Und so nutzte Fuhr das Spiel gegen Mainz, um durchzurotieren, Kräfte zu schonen, die Spielzeit aller Spielerinnen aufzuteilen. Doch vor allem die Chancenverwertung ließ den Trainer das ein oder andere Mal - trotz 38 Treffern am Ende - zur Verzweiflung bringen.

„Insgesamt müssen wir konsequenter die Chancen nutzen“, haderte Trainer André Fuhr, der allein zehn vergebene Großchancen im ersten Abschnitt zählte. „Durch die Wechsel hat das besser geklappt.“ So durfte Mitte der ersten Halbzeit Dana Bleckmann auf das Parkett und beinah die komplette zweite Halbzeit durchspielen. Sie dankte es mit sechs Treffern und vielen starken Aktionen offensiv wie defensiv.

Zwar muss man den Gästen aus Rheinland-Pfalz zugutehalten, dass sie nie aufsteckten und aufopferungsvoll ihr eigenes Spiel gestalteten, doch technisch und athletisch war es zwischen beiden Teams ein mehr als deutlicher Unterschied, der sich im 38:23-Endresultat niederschrieb.

BVB verfestigt die Rolle als Titelkandidat Nummer eins

„Es geht hier nicht um Taktik, wir waren die völlig überlegene Mannschaft“, stellte Fuhr klar. Seine Equipe marschiert aktuell von Sieg zu Sieg in der Liga, hat mittlerweile genau so viele Spiele absolviert wie der größte Verfolger aus Bietigheim. Doch Dortmund ist weiterhin verlustpunktfrei und damit auch mit drei Punkten Vorsprung Tabellenführer. Hinzu kommt das um 69 Tore bessere Torverhältnis.

Der BVB bleibt damit Tabellenerster im Tableau und festigt die Rolle als Titelkandidat Nummer eins in der Bundesliga. Kommenden Mittwoch geht es weiter mit dem Duell beim VfL Oldenburg. Auch hier wird wieder gelten, dass sich der BVB auf das Wesentliche fokussiert. Im Optimalfall zwei weitere Punkte in Richtung Deutscher Meisterschaft.

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