Borussia Dortmund gibt im Kampf ums internationale Geschäft noch nicht auf

BVB-Handball-Frauen

Borussia Dortmund erleidet einen weiteren Rückschlag im Kampf um Platz vier. Nach dem 21:24 bei der HSG Blomberg-Lippe ist der Traum vom internationalen Geschäft in weite Ferne gerückt.

Dortmund

, 22.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Borussia Dortmund gibt im Kampf ums internationale Geschäft noch nicht auf

Auch für Dana Bleckmann (M.) gab es am Samstag kaum ein Durchkommen. © Wolfgang Stummbillig

Immerhin die Osterfeiertage mit ihren vorsommerlichen Temperaturen vermochten Gino Smits‘ Laune am Montag vorübergehend aufzuhellen. Am Nachmittag genoss der Trainer von Borussia Dortmund die Frühlingssonne im münsterländischen Emsdetten, gönnte sich einen Kaffee und verfolgte am frühen Abend das Spiel seines Sohnes Jorn mit dem Handball-Zweitligisten TV Emsdetten gegen Eintracht Hagen. Nur: Die 21:24 (11:11)-Niederlage am Samstag bei der HSG Blomberg-Lippe konnte all das nicht vergessen machen. „Natürlich war das eine große Enttäuschung für uns“, sagte Smits. „Das hängt uns noch nach.“

Der Traum von Europa – er ist für die BVB-Handballerinnen mit diesem neuerlichen Rückschlag in ganz weite Ferne gerückt. Es wird eng, der Rückstand auf Platz vier beträgt bereits vier Punkte. Zwischen den Schwarzgelben auf Rang sechs und dem Vierten Buxtehuder SV (27:17 Punkte) hofft auch Bayer Leverkusen (25:19) noch auf den Einzug ins internationale Geschäft.

Bartels: „Sechs Punkte sind ein Muss“

„Wir wissen, dass die Situation schwierig ist. Aber wir werden weiter hart an unserem Ziel arbeiten“, sagte Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand des BVB, am Montag. Auch Smits denkt nicht daran, zu resignieren. „Wir haben uns den Europapokal als Ziel gesetzt, und daran halten wir auch fest.“

Dem BVB bleiben noch vier Spieltage, um das aus seiner Sicht schiefe Tabellenbild zu korrigieren. „Sechs Punkte sind ein Muss, acht würden helfen“, erklärte Bartels mit Blick auf das Restprogramm. Am Samstag empfangen die Schwarzgelben zunächst die Neckarsulmer SU. Anschließend geht es gegen die SG BBM Bietigheim (A), den VfL Oldenburg (A) und gegen SV Union Halle-Neustadt (H).

Gegen den Meisterschaftsanwärter aus Bietigheim sind keine Punkte eingeplant. Aber ein Sieg gegen Neckarsulm sei „absolute Pflicht“, so Bartels. „Wir müssen liefern, ansonsten sind die Chancen maximal noch theoretischer Natur.“

BVB muss sich im Angriff steigern

Um das Mindestziel „drei Siege“ zu verwirklichen, braucht es jedoch eine Leistungssteigerung vor allem in der Offensive. Wie schon in den vergangenen Wochen zeigten sich die Dortmunderinnen auch am Samstag in Blomberg im Angriff ohne Spielmacherin Alina Grijseels (Bänderriss) harmlos und erlaubten sich in der Schlussphase zu viele technische Fehler.

Und dennoch: 50 Minuten lang war der Ausgang der Partie offen, auch weil Torhüterin Clara Woltering mit starken Paraden immer wieder verhinderte, dass die Gastgeberinnen sich weiter absetzen konnten. „In den letzten zehn Minuten ist Blomberg dann einfach energischer in die Zweikämpfe gegangen“, erklärte Smits.

Über 14:13 (38.) und 18:18 (47.) ging es so in die angesprochenen entscheidenden Minuten. Nach einem Fehlwurf von Asuka Fujita erhöhte Blomberg auf 21:19 (50.). Smits reagierte und nahm eine Auszeit. Die stachelte aber anscheinend nur Woltering an, die Keeperin hielt drei wichtige Bälle und damit das Spiel offen. Ihre Kolleginnen vorne vergaben aber zu viele Chancen.

Ernüchternde Rückrunden-Bilanz

Zwei Fehlwürfe von Dana Bleckmann, einer von Harma van Kreij sowie ein technischer Fehler von Leonie Kockel waren zu viel und besiegelte die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen – bei nur einem Unentschieden gegen Bensheim/Auerbach.

Und so ist gerade die Rückrundenbilanz aus Sicht der Borussia ernüchternd. 8:10 Punkte. Nur Platz acht in der Rückrunden-Tabelle. Aufgeben sei dennoch keine Option, sagte Smits. „Niemals.“ Platz vier sei weiterhin das Ziel. „Wie wir das erreichen, weiß ich nicht“, sagte der Niederländer. „Aber wir werden alles dafür tun.“ Damit der Traum von Europa doch noch Wirklichkeit wird.

BVB: Woltering, ten Holte - Weisheitel (1), C. Müller, A. Müller (5), Kockel (1), Einarsdottir, Stockschläder (1), van Kreij (6), Huber, Fujita (2/1), Wulf, Emberovics, Bleckmann (4/2), Kriese (1)
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